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20.02.2018 München: Bebauung Erwin-Schleich-Straße kommt – aber anders

Visualisierung: Maier Neuberger Architekten
Weniger Wohnungen, mehr Stellplätze, Unterkellerung: Nach der ersten Informationsveranstaltung hat die GEWOFAG die Planungen für die neu benannte Erwin-Schleich-Straße verändert. Dabei hat die kommunale Wohnungsbaugesellschaft die Anregungen und Wünsche der Bewohner aufgenommen und berücksichtigt. Geplant sind jetzt 52 (bisher: 85) Wohnungen, verteilt auf acht Baukörper. Statt 27 Stellplätzen sind nun 32 geplant. Alle Gebäude werden unterkellert. Gestern stellte die GEWOFAG den Anwohnern die geänderten Planungen vor. Rund 180 Interessierte kamen in den Kantinensaal von KraussMaffei Technologies in der Reinhard-von-Frank-Straße in Allach.

„Wir kommen dem Auftrag der Stadt nach und bauen an der Erwin-Schleich-Straße bezahlbare Wohnungen“, sagte Dr. Klaus-Michael Dengler, Sprecher der Geschäftsführung der GEWOFAG, der die Veranstaltung moderierte. „Dabei gehen wir auf die Wünsche der Anwohner ein und haben die Planungen entsprechend verändert.“ Unter dem Namen Franz-Albert-Straße/ Naßlstraße hatte die GEWOFAG bereits im März 2017 die Planung und das weitere Vorgehen vorgestellt. Das Projekt ist nach dem Dantebad, der Bodenseestraße und der Schittgablerstraße das vierte Bauvorhaben der GEWOFAG im städtischen Wohnungsbausofortprogramm „Wohnen für Alle“. Eine mögliche Bebauung des Grundstücks ist vom rechtsverbindlichen Bebauungsplan von 1994 vorgesehen.

Zeitplan und Belegung

Die GEWOFAG beginnt nun mit der Entwurfsplanung und will bis Herbst den Bauantrag eingereicht haben. Voraussichtlich Anfang 2019 soll der Baubeginn erfolgen. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant. Insgesamt wird die GEWOFAG rund 11,5 Mio. Euro in das Vorhaben investieren.

Einziehen werden zu 49 Prozent wohnungssuchende Haushalte, die beim Amt für Wohnen und Migration registriert sind, und zu 51 Prozent anerkannte Flüchtlinge. Sozialpädagogen stehen für die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort zur Verfügung.

Weniger Wohnungen, mehr Stellplätze

Geplant sind jetzt 52 (bisher: 85) Wohnungen, verteilt auf acht Baukörper – zweigeschossige Häuser mit Satteldach, wie sie sich bereits in der Umgebung finden. Voraussichtlich führt die GEWOFAG diese in Holz- oder Holz-Hybrid-Bauweise aus. Die Häuser werden jeweils sechs bzw. sieben Wohnungen umfassen (frühere Planung: elf Wohnungen). Auch die Geschossfläche hat sich nun verkleinert: Statt früher 5.900 qm baut die GEWOFAG nun lediglich 3.450 qm. 34 Wohnungen (rund 66 Prozent) haben drei bis fünf Zimmer und sind daher für Familien geeignet. Die übrigen Wohneinheiten umfassen ein Zimmer (13; 25 Prozent) und zwei Zimmer (fünf; neun Prozent). Die ursprüngliche Planung sah lediglich Ein-Zimmer-Wohnungen (51; 60 Prozent), Zwei-Zimmer-Wohnungen (17; 20 Prozent) und Drei-Zimmer-Wohnungen (17; 20 Prozent) vor. Zudem ist die Gebäudehöhe niedriger geworden.

Statt 27 Stellplätzen sind nun 32 geplant. Wie ursprünglich vorgesehen, wird es einen Gemeinschaftsraum und einen zentralen Anger als gemeinschaftliche Freifläche mit Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner und die gesamte Nachbarschaft geben. Die Durchgängigkeit zur bestehenden Grünfläche mit Spielplatz bleibt erhalten.

Straßenneubenennung Erwin-Schleich-Straße

Der Kommunalausschuss des Münchner Stadtrats hat die Neubenennung der bislang namenlosen Erschließungsstraße für das Baugebiet zwischen Naßlstraße, Kirchhoffweg und Franz-Albert-Straße in Erwin-Schleich-Straße beschlossen. Die Erwin-Schleich-Straße ist eine Sackstraße, die von der Naßlstraße abgeht. Erwin Schleich (1925 - 1992) war ein Münchner Architekt und Denkmalpfleger. Er war für die Rekonstruktion vieler im zweiten Weltkrieg zerstörter Münchner Baudenkmäler verantwortlich, darunter die Ludwigskirche, St. Peter, das Künstlerhaus am Lenbachplatz und das Ruffinihaus.







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