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13.12.2017 GBI verkauft Essener SMARTments student an Family Office

Fotocredit: GBI AG
Die 135 neuen Apartments der Marke SMARTments student im Essener Ostviertel, die in der Natorpstraße 8-12 bis zum Start des Wintersemesters 2018/2019 entstehen, werden an ein Family Office verkauft. Das fünfstöckige Gebäude errichten der Projektentwickler GBI AG und dessen Beteiligungsunternehmen NORD PROJECT. Das Projekt in Essen ist das erste Immobilienprojekt der SMARTments student-Reihe, das als gefördertes Wohnheim entsteht. Ein großer Teil der Investitionssumme von mehr als 10 Millionen Euro wird in Form eines Förderdarlehens des Landes Nordrhein-Westfalen gewährt. Finanzierungs-partner ist die Stadtsparkasse Essen.

Vermittelt wurde die Immobilie an das Family Office durch die Fürstlich Castell’sche Bank, eine der ältesten privaten Geldinstitute Deutschlands mit Hauptsitz in Würzburg. „Für unsere Kunden suchen wir in der aktuellen Niedrigzinsphase auch jenseits des Wertpapier-Bereiches nach alternativen Investments, die eine attraktive Rendite bieten und langfristig gut kalkulierbar sind“, erläutert Steffen Hilpert, Abteilungsdirektor bei der Fürstlich Castell’schen Bank: „Die geförderten Studentenwohnheime sind dabei eine ideale Anlage.“ Nicht nur die Kosten des Investments stehen auch dank der Landes-Darlehen fest. Die Einnahmen sind über 20 Jahre komplett gesichert. Denn die Zahlungen des Betreibers FDS, einer 1971 als ´Fördererkreis deutscher Studenten` gegründeten gemeinnützigen Stiftung sind abgesichert über die Moses Mendelssohn Vermögensverwaltung. „Nach den positiven Erfahrungen beim Essener Projekt werden wir künftig weitere Häuser der Reihe als geförderte Wohnheime konzeptionieren“, erläutert Simon Behr, Director Sales der GBI AG. „Auch zu weiteren Standorten in Essen sind wir bereits in konkreten Gesprächen.“

Aufgrund der in den Bundesländern und sogar städteweise sehr unterschiedlichen Förderbedingungen sind solche Projektentwicklungen nicht bundesweit möglich. Aktuell konzentriert sich die GBI AG neben NRW vor allem auf Unistandorte in Hamburg, Bayern und Hessen.

Erfahrungen mit Studentenapartments seit den 1970er Jahren

„Die FDS gemeinnützige Stiftung als Betreiber passt hervorragend zu dem Konzept mit geförderten Studentenapartments“, betont Behr: „Bereits in den 1970er und bis in die 1980er Jahre hinein wurden in Erlangen, Würzburg, Nürnberg und Kaiserslautern günstige, geförderte Studentenwohnanlagen errichtet. Jetzt können wir auf diese jahrzehntelangen Erfahrungen aufbauen.“ Stiftungszweck der FDS ist, den jungen Leuten beim Wohnen zu helfen. Dies deckt sich beispielsweise genau mit der Begründung des Landes NRW für die Förderung der Wohnheime.

Eine Besonderheit solcher Wohnheime im Rahmen der SMARTments student-Produktlinie: Bau und Betrieb erfolgen über die FDS aus einer Hand. Michael Blind, Geschäftsführer der FDS: „Auch Städte, die bisher keine Erfahrung mit dem Bau geförderter Wohnheime haben und in denen sich ein Bedarf erst entwickelt, können somit Projekte zeitlich und preislich gut kalkulierbar umsetzen.“ Die FDS betreibt bundesweit insgesamt 13 Objekte mit rund 2000 Wohnplätzen für Studierende. Fünf weitere SMARTments student-Standorte mit mehr als 1000 Apartments sind bundesweit in der konkreten Umsetzung. „Die große Erfahrung von GBI AG und FDS mit studentischen Wohnprojekten war ein entscheidendes Argument für die Vermittlung der Transaktion“, betont Reinhold Sieber, Leiter Firmenkunden der Fürstlich Castell’sche Bank.

Angeboten werden in Essen ausschließlich Einzelapartments, ca. 19 Quadratmeter groß, voll möbliert und mit Internetanschluss. „Stets inklusive Bad und Kochzeile – die heutzutage präferierte Wohnform“, so FDS-Geschäftsführer Blind: „Wir haben mehrere Generationen Studierender begleitet und kennen sich ändernde Bedürfnisse.“ Für eine gemeinsame Nutzung gibt es einen Aufenthalts- sowie einen Waschmaschinen- und Trockenraum. Neben 20 PKW-Stellplätzen steht für jeden Bewohner ein Fahrrad-Stellplatz zur Verfügung. Genutzt werden können zudem Terrassen und Freiflächen.

Idealer Standort mit guter Verkehrsanbindung

Im Durchschnitt weniger als 300 Euro Miete Warmmiete pro Monat zahlen die Essener Studierenden für ein voll möbliertes Apartment, wenn sie zum Start des Wintersemesters 2018/2019 in die Immobilie einziehen. „Solche langfristig günstigen Mieten werden auch dank der Konzeption als gefördertes Wohnheim ermöglicht“, erläutert Gerrit M. Ernst, Geschäftsführer der NORD PROJECT. Die aktuell laufende Bauausführung erfolgt durch das Generalunternehmen die Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG aus Bielefeld.

Der Standort des neuen Wohnheims in der Natorpstraße ist für die jungen Leute ideal: Viele Universitätseinrichtungen sind gut erreichbar, der Campus Essen nicht einmal zwei

Kilometer, die Innenstadt sowie der Hauptbahnhof nur einige hundert Meter entfernt. „Die Nähe zu den Treffpunkten der jungen Leute sowie gute Verkehrsanbindungen sind erfahrungsgemäß ebenso wichtig wie schnell erreichbare Seminare oder Vorlesungen“, so Gerrit M. Ernst. Verkäufer des Grundstücks war ALDI Nord. Das Studentenwohnheim befindet sich zudem in Nachbarschaft zur dortigen ALDI-Filiale.

Wohnheimquote hat sich deutlich reduziert

Der Bedarf an Unterkünften für Studierende ist in Essen sehr groß. Deren Zahl hat sich in Essen in den vergangenen zehn Jahren um rund ein Drittel – und damit mehr als 10.000 – auf rund 40.000 erhöht. Der Anteil der Studenten, die in Essen in geförderten Wohnheimen wohnen, liegt mit 6,6 Prozent unter dem NRW-Durchschnitt (8,9 Prozent). Zudem hat sich die Essener Wohnheim-Quote seit 2005 (9,1 Prozent) deutlich reduziert, weil das Angebot nicht mit den gestiegenen Studierendenzahlen mithalten konnte. Auch auf dem freien Wohnungsmarkt ist aktuell passender Ersatz nur schwer zu finden.








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