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13.12.2017 Herzog & de Meuron ist klarer Sieger für neues Stadtquartier in Basel

Copyright Visualisierung: Herzog & de Meuron
Die Entwicklung des Dreispitz als neues städtisches Quartier Basels nimmt konkrete Formen an. Das Projekt der Architekten von Herzog & de Meuron ist als klarer Sieger aus dem Studienauftrag Nordspitze hervorgegangen. Der prämierte städtebauliche Entwurf dient als Grundlage für die nun folgende Ausarbeitung des Bebauungsplans für die Nordspitze.

Die Christoph Merian Stiftung (CMS) und die Genossenschaft Migros Basel (GMBS) verfolgen gemeinsam ein ambitiöses Ziel: Im Dreieck zwischen Dornacher-, Reinacher- und Münchensteinerstraße soll ein neues städtisches Quartier mit einer eigenen Identität geschaffen werden. Die bisherige Nutzung mit Gewerbe und Verkauf soll sich entwickeln können und durch Gastronomie, Bildung, Freizeit sowie ein hohes Maß an attraktivem Wohnraum erweitert werden. Angestrebt wird eine stark verdichtete Nutzung. Bei der Verdichtung der Kernstadt Basel kommt der Entwicklung der Nordspitze eine zentrale Bedeutung zu.

Ziel des Studienauftrags war die Evaluation eines städtebaulich zukunftsweisenden und zugleich wirtschaftlich tragfähigen Konzepts für die Transformation des nördlichsten Teils des Dreispitz. Die Nordspitze, nahe beim Bahnhof SBB und in Nachbarschaft zum Quartier Gundeldingen, verfügt über ein hohes Entwicklungspotenzial. Die CMS als Grundeigentümerin des gesamten Terrains und die GMBS als Baurechtsnehmerin der Nordspitze hatten auf der Grundlage einer Machbarkeitsstudie im Frühjahr 2017 mit dem Kanton Basel-Stadt eine Entwicklungsvereinbarung unterzeichnet. Parallel dazu haben CMS und GMBS einen Studienauftrag initiiert und sechs namhafte Architekturbüros zur Bearbeitung eingeladen.

Das Beurteilungsgremium unter dem Vorsitz von Prof. Adrian Meyer hat sich einstimmig für den Vorschlag von Herzog & de Meuron, Basel, ausgesprochen. Die Juroren gelangten zur Überzeugung, dass die angestrebte hohe Bebauungsdichte in Kombination mit großzügigen Freiräumen ein beispielhafter Beitrag zur qualitätsvollen Verdichtung ist. Nebst einem Stadtpark wird auch das Nutzungspotenzial von Dachflächen, beispielsweise jener des MParc Dreispitz, miteinbezogen. Die beiden qualitativ hochwertigen Grünräume bilden das Herzstück des Projekts. Hinzu kommen drei Hochhäuser mit kreisförmigem Grundriss und gemischter Nutzung, die diesen Ort am Übergang vom Birs- zum Rheintal markieren. Der Mix aus Stadthäusern und Hochhäusern erlaubt verschiedene Wohnformen unterschiedlicher Bauträger, unterschiedliche Wohnungsgrößen und Preiskategorien: Das Angebot soll von günstigen Familienwohnungen bis zu Wohnungen im mittleren und oberen Segment reichen. An dieser zentrumsnahen Lage werden Wohnformen mit einem unterdurchschnittlichen Parkplatzangebot realisiert, was sich positiv auf den Verkehr auswirkt.

„Der Vorschlag von Herzog & de Meuron stellt angesichts sich verändernder Marktverhältnisse und sich wandelnder Kundenbedürfnisse die Weiterentwicklung eines unserer wichtigsten Verkaufspunkte sicher. Während der Realisierung ist der weitgehend störungsfreie Betrieb des MParc Dreispitz sichergestellt“, sagt Stefano Patrignani, Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Basel. Für Kantonsbaumeister Beat Aeberhard ist das Projekt ein hervorragendes Beispiel eines gelungenen kooperativen Planungsprozesses: „Es ermöglicht die Anbindung an das Quartier Gundeli Ost, schafft eine vorbildliche urbane Verdichtung und gleichzeitig ein Maximum an vielfältig nutzbaren Freiflächen.“ Mit der Entwicklung der Nordspitze können dank zusätzlichen Wirtschafts-und Gewerbeflächen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. „Herzog & de Meuron zeigen beispielhaft, wie Verdichtung hohe Wohnqualität und großzügige Freiflächen für das Quartier ermöglicht“, betont Beat von Wartburg, Direktor der CMS.

Die nun folgende zweite Entwicklungsphase hat die Ausarbeitung eines rechtskräftigen Bebauungsplans zum Ziel. Zuständig für die Erarbeitung dieses Plans ist das Bau- und Verkehrsdepartement. Er könnte im Idealfall im Laufe des Jahres 2020 dem Großen Rat vorgelegt und danach rechtskräftig werden. Phase drei wird die konkreten Projektplanungen umfassen.








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