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21.11.2017 Vielfalt am Nockherberg in München: Kein Haus wie das andere

Teilareal Regerstrasse. Fotocredit: Bayerische Hausbau
Auf dem an der Regerstraße gelegen Teilareal der Quartiersentwicklung Nockherberg setzt die Bayerische Hausbau auf Vielfalt in der Kubatur und bei der Fassadengestaltung. Der städtebauliche Entwurf für den Standort stammt von dem Amsterdamer Architekturbüro Rapp + Rapp. So werden Höhe und Breite der Häuser entlang der Regerstraße variieren, um Akzente zu setzen und die Ablesbarkeit von Einzelhäusern zu ermöglichen. Inspirieren ließ sich der Architekt von den Hausformationen seiner Heimatstadt Amsterdam.

Am Montagabend stellte die Bayerische Hausbau zusammen mit dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung sowie den Architekten Johann Spengler (Steidle Architekten: plant zusammen mit Caruso St John Architects die Gebäude des Welfengartens und Am Alten Eiswerk) und Professor Dietrich Fink die Entwürfe aller drei Teilareale der Öffentlichkeit vor. Bereits seit 2012, noch vor Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs, hatten die Bürger die Möglichkeit, sich zu informieren und einzubringen.

Unterschiedliche Architektursprachen vereint

Um eine abwechslungsreiche Fassadengestaltung und Adressbildung zu ermöglichen, werden die Gebäude der drei Teilareale an der Welfen-, der Reger- und der Falkenstraße durch mehrere Architekturbüros entworfen. Neben Rapp + Rapp arbeiten auch die Münchner Architekturbüros Fink + Jocher und BKLS Architekten an der weiteren Fassadenplanung der Gebäude des ersten Blocks auf dem Teilareal zwischen Reger- und Hochstraße. Trotz der Differenzierung im Hinblick auf die Fassadengestaltung fügen sich die Gebäudeeinheiten zu einer ruhigen Gesamtkonzeption zusammen. „Wichtig ist uns, ein Quartier zu schaffen, das sich zwar harmonisch in die Umgebung einfügt, aber zugleich auch durch eine abwechslungsreiche und lebendige Architektursprache besticht und dadurch eine Bereicherung für das Viertel darstellt – neben der neuen Infrastruktur, dem großen Quartierspark, Kindertageseinrichtungen und Geschäften“, sagte Dr. Jürgen Büllesbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bayerischen Hausbau.

Die Fassaden, die in unterschiedlich hellen Sandsteintönen gehalten sein werden und eine Gliederung durch Gesimse und dekorative Elemente erfahren, sind in einen Sockel, einen Mittelteil und einen Dachgeschossbereich unterteilt. Während der Sockel überwiegend aus Naturstein bestehen wird, werden der Mittelteil und der Dachbereich der Gebäude vorwiegend verputzt. Das Farbkonzept beruht auf der natürlichen Farbigkeit der verwendeten Materialien. Eine Besonderheit sind die auf den zum Teil begrünten Dächern angebrachten Pergolen sowie die großzügigen Loggiazonen der zum Park hin ausgerichteten Wohneinheiten.

Ein 15.800 m² großer Quartierspark

Derzeit werden die Abbrucharbeiten der Bestandsgebäude auf dem Teilareal an der Regerstraße durchgeführt. Insgesamt entstehen in vier Bauabschnitten auf rund 85.400 m² Geschoßfläche freifinanzierte und geförderte Wohnungen, ergänzt durch zwei Kindertagesstätten, zur Regerstraße gelegene Laden- und Gastronomieeinheiten sowie eine zweigeschossige Tiefgarage. Die insgesamt 49 Häuser sind in vier Blöcke zusammengefasst, die sich jeweils um begrünte Innenhöfe gruppieren und sich um einen öffentlichen Quartierspark anordnen, der rund 15.800 m² groß sein und eine neue Wegebeziehung zwischen der Oberen und der Unteren Au schaffen wird. Der Baubeginn für das Teilareal Regerstraße ist für Sommer 2018 vorgesehen. Insgesamt sollen die Arbeiten bis 2023 abgeschlossen werden.

1.500 Wohnungen für Familien, Paare und Singles

Auf den insgesamt rund neun Hektar großen Arealen an der Welfen-, der Falken- und der Regerstraße plant die Bayerische Hausbau in der Münchner Au rund 1.500 Wohnungen für Familien, Paare und Singles. Bis zu 3.500 Menschen werden auf insgesamt rund 148.800 m² Geschossfläche ein neues Zuhause finden. Dabei werden die Vorgaben der sozialgerechten Bodennutzung eingehalten: 30 Prozent der Wohnfläche sind für geförderten Wohnungsbau vorgesehen. Handels-, Gastronomie- und Dienstleistungsflächen – darunter vier Kindertagesstätten – ergänzen das Konzept. Darüber hinaus plant die Bayerische Hausbau auf den bisherig ausschließlich industriell genutzten und vollständig versiegelten Arealen weitläufige Grünflächen mit Spielanlagen für Kinder. Ein Fuß- und Radwegenetz wird bestehende Wege sinnvoll fortsetzen und zudem neue Wegebeziehungen ermöglichen.







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