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23.10.2017 Das Ufo ist gelandet: Firmenzentrale der BHS Corrugated bei Weiden

Bildnachweis: Michael Sommer Fotografie
Wer durch das beschauliche Weiherhammer unweit der bayerischen Stadt Weiden schlendert, mag kaum glauben, dass auf dem Gelände der BHS Maschinen- und Anlagenbau GmbH, welche auf eine 300-jährige Historie zurückschauen kann, augenscheinlich ein Ufo aus einer anderen Galaxie gelandet ist. Durch den lockeren Baumbestand am Rande eines Weihers funkeln vereinzelt futuristisch wirkende Linien hervor und geben den Blick auf ein beeindruckendes Objekt frei.

Doch es ist nicht nur die Ästhetik der äußeren Form, vielmehr überzeugt das innovative Nutzungskonzept im Inneren. das neu geschaffene Gebäude weist dem internationalen Konzern architektonisch den Weg in die Zukunft und lässt zugleich den notwendigen Raum für die erfolgreiche Implementierung von Industrie 4.0 und den aktuell noch nicht greifbaren Arbeitsgewohnheiten der Generation Z.

Verantwortlich für das imposante Bauwerk, welches den Namen „Life Cycle Building“ trägt, sind die jungen Chemnitzer Architekten der furoris gruppe. Mit dem Entwurf des Gebäudes definieren sie sowohl die Form als auch die Funktion der Firmenzentrale komplett neu und liefern eine Vorlage für die Arbeitswelt von morgen.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 65 Millionen Euro entstand einer der modernsten Produktionsstandorte Deutschlands. Die Mitarbeiter planen, experimentieren, forschen und produzieren in der neuen Firmenzentrale höchst effektiv und profitieren dabei vom notwendigen Freiraum für Kommunikation und Kreativität. Auf fünf Etagen entstanden insgesamt 450 frei wählbare open-space-Arbeitsplätze.

„Als wir zu Beginn zu einem ersten Auswahlverfahren eingeladen wurden, war eine der wichtigsten Grundaussagen des Auftraggebers, dass die Grenzen zwischen Produktion und Verwaltung verwischen sollen. Bürotrakt und Montagehalle sollten verschmelzen, um im Sinne der Industrie 4.0 eine der effektivsten Riffelwalzenfertigungen überhaupt aufzubauen“, erzählt Rix Sprenger, Geschäftsführer der furoris gruppe GmbH. „Optisch angelehnt an das äußere Erscheinungsbild der Wellpappe entwarfen wir ein lebhaft geschwungenes und mit zarten gläsernen Fugen geschichtetes Gebäude mit einer Vereinigung der unterschiedlichen Verwaltungs- und Produktionsprozesse.“

Ein über alle Geschosse hinweg errichtetes Atrium entfaltet sich als ein Marktplatz der Kommunikation und Kreativität und verstärkt die vertikal verdrehte und dynamische Bewegung. Alle Ebenen im Gebäude können ohne eine materielle Begrenzung frei genutzt werden, so dass neben den unterschiedlichen Bewegungsabläufen eine weitere Bewegungsform der Gespräche, des Austausches und der Gedanken folgt. Nur durch eine dünne Glasschicht werden verschiedene Funktionen, wie die Produktion und die Verwaltungstätigkeiten getrennt und dennoch räumlich verbunden.

Neben den klassischen Arbeitsbereichen ist es aber vor allem eine eigene Ebene für die Kommunikation der Mitarbeiter. Hier sind Ruhebereiche und Orte für hochkonzentrierte Tätigkeiten miteinander verknüpft, welche die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Projektgruppen revolutioniert und auf eine neue Qualität hebt. Die großzügig geschwungenen Terrassen geben kreativen Gedanken an schönen Tagen die Möglichkeit, sich direkt in der strahlenden Sonne zu entfalten.

„Damit dies alles reibungslos erfolgen kann, war es im Planungsprozess von Beginn an wichtig, zusätzlich die Lebens- und Arbeitsbedürfnisse der jetzt auf den Arbeitsmarkt strömenden Generation Z zu berücksichtigen“, sagt Rix Sprenger und erläutert: „Junge Fachkräfte legen einen großen Wert auf die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben, fordern verantwortungsvolle Aufgaben und wünschen sich Raum zur Entfaltung bei ihrer Tätigkeit. Dies haben wir bei der Gestaltung umfassend bedacht. Neben flexiblen Arbeits- und Kommunikationsräumen haben wir auch die Arbeitsplätze neu konzipiert.

Die puristischen Arbeitsplätze wurden mit einem zeitlosen Design so entwickelt, dass sie allen speziellen Anforderungen der zukünftigen Arbeitsgewohnheiten entsprechen. Eine verdeckt motorisierte Höhenverstellbarkeit, innenliegende Kabelschächte sowie Ausrüstungen für mobile Endgeräte zeichnen den Arbeitsplatz der Zukunft.

Da die Mitarbeiterzufriedenheit im Fokus der BHS steht, gehört es auch dazu, dass die Mitarbeiter das Life Cycle Building nicht verlassen müssen, um das eigens für sie entwickelte und gestaltete Restaurant „News“ zu erreichen, welches über eine in der Luft schwebende Gangway zu erreichen ist. Die Besucher des Restaurants können ihr Essen über eine eigens entwickelte App vorbestellen, so dass dieses beim Eintreffen im Restaurant bereits auf dem Tisch steht. Als Ausgleich zur hochkonzentrierten Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Mitarbeiter wurde ein eigens entwickeltes Fitnessstudio nebst Massage- und Yogaraum über dem Restaurantbereich errichtet.

Neben der innovativen Gebäudeform, welche durch Bewegung besticht, konnten die Architekten auch für das Industrieareal ein neues Verkehrskonzept für das stetig wachsende Produktionsvolumen entwickeln. Um dieses so geräuschlos wie möglich zu steuern, wurde die Zufahrt nebst Anmeldung innerhalb des Gebäudes verlegt und mit digitaler Kommunikationen ausgestattet.

Neben der Verantwortlichkeit für die Mitarbeiter hat die BHS aber auch die Region im Blick. Als einer der größten Arbeitgeber in Weiherhammer wird das Unternehmen mit der neuen Firmenzentrale auch optisch zum Wahrzeichen. So fest im Ort verankert, ist es von großer Bedeutung, dass die BHS besonderen Wert auf ein Miteinander legt.







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