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28.08.2017 Köln: Gestern Möbelfabrik, morgen Studentenwohnungen

Quelle: pbs Architekten
Am 1. September ist Grundsteinlegung für das studentische Wohnprojekt „Plug & Study Homes 1“ in Köln-Ehrenfeld. Die ehemaligen Produktionshallen des Büromöbelherstellers WEKO wurden seit einigen Jahren nicht mehr genutzt. Auf ihnen errichten die beiden Kölner Entwickler Stefan Frey Immobilien-Projekt-Management AG (Frey AG) und Convalor Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH 93 Studentenapartments, die zwischen 20 und 25 Quadratmeter groß sein werden.

Das Investitionsvolumen liegt bei 14 Mio. Euro. Zum Wintersemester 2018/19 sollen die Studenten einziehen können. Unter dem Projektnamen „Plug & Study Homes 1“ entsteht am Melatengürtel, Ecke Grüner Weg ein Gebäuderiegel mit vier Etagen plus einem Staffelgeschoss. Das Gebäude wird sich in Höhe und Dimension an die angrenzende Bebauung anlehnen.

Der Projektname suggeriert, dass es möglicherweise weitere Studenten-Immobilien der beiden Entwickler geben wird. „Das kann durchaus sein, wir haben aber aktuell noch kein zweites Projekt auf dem Schirm“, erläutert Stefan Frey, Vorstand der Frey AG. Das Unternehmen ist seit über 20 Jahren in Köln als Entwickler und Bauträger vorrangig von Wohnimmobilien tätig. Die Baumaßnahme in Ehrenfeld ist das erste Studenten-Wohnprojekt des Unternehmens. Es wird die Appartements über die Tochterfirma Interhouse Immobilien AG vermieten. Im Gegensatz zu vielen anderen Studentenwohnheimen wird der Entwickler die Immobilie im Eigenbesitz halten und nicht an Groß- beziehungsweise Privatinvestoren veräußern.

In „Miet-Flatrate“ sind alle Kosten für Wohnen, Strom und Internet enthalten

Das Besondere an dem Projekt ist, dass die Studierenden eine Inklusivmiete bezahlen werden. Das heißt, darin werden neben der Kaltmiete alle Nebenkosten wie für Hausmeister, Gebäudeversicherungen etc. enthalten sein, aber auch variierende Ausgaben etwa für Strom und Heizung. Diese „Miet-Flatrate“ verhindert Überraschungen, weil auf die Studenten keine Nachforderungen im Nachhinein zukommen. Zu den Miethöhen können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Die Zimmer sind komfortabel möbliert. Es wird ferner ein Aufenthaltsraum entstehen, ein Waschkeller sowie PKW-Tiefgaragenplätze und Fahrrad-Abstellbereiche. Ein Hausmeister wird vor Ort und Ansprechpartner für viele Belange sein.

Die künftigen Bewohner erreichen in wenigen Fußminuten Haltestellen für Bus, Straßen-, U-Bahn sowie den Bahnhof Ehrenfeld als Halt von S-Bahnen und Regionalzügen. Dem Stadtteil eilt der Ruf voraus, eine große Club- und Musikszene zu haben. Viele innovative Gastro-Konzepte eröffnen in dem Stadtteil, Food Markets werden organisiert, um zu testen, ob die Konzepte von dem jungen, aufgeschlossenen Klientel angenommen werden.

Der nördliche Teil von Köln-Ehrenfeld unterliegt seit Jahren einem Wandel. Nicht mehr genutzte Produktionshallen werden in Büros, Kletterhallen oder Wohnungen umgenutzt. Ehemals gewerbliche Areale werden für die Wohnbebauung freigegeben. So grenzt das studentische Wohngebäude an das Areal Grüner Weg, auf dem die GAG Immobilien AG in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Wohngebäude errichtete. Weitere Projekte wie die Bebauung des ehemaligen Güterbahnhof-Geländes sind in Planung.

Seit 2008 steigt die Zahl der deutschen und internationalen Studenten, die sich hierzulande an Hochschulen einschreiben an. Laut einer Studie von JLL gehört Köln zu den sechs deutschen Hochschulstädten, in denen in den nächsten Jahren die Studierendenzahlen besonders stark steigen werden und es Hochschüler besonders schwerer haben, Wohnraum zu finden. Diese Lücke versuchen immer mehr Bauträger mit zentral gelegenen Appartements zu schließen.






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