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25.08.2017 Cardwell-Area Hanau: Dreger steigt aus – Ten Brinke soll übernehmen

Fotocredit: Stadt Hanau
Die Rosenhöfe Immobilien GmbH aus Aschaffenburg, ein Beteiligungsunternehmen der Dreger Immobiliengruppe, hat bekannt gegeben, dass sie von der geplanten Entwicklung des Cardwell Area im Stadtteil Lamboy Abstand nimmt. Das Unternehmen hatte ursprünglich geplant, auf dem 1,78 Hektar großen – ehemals von der US-Armee genutzten Areal Projekt zwischen Chemnitzer Straße und Pappelweg 109 Wohneinheiten zu bauen. Das Wohnbau-Projekt soll - nach Auskunft von Dreger - von dem renommierten Immobilienentwickler Ten Brinke GmbH & Co.KG übernommen werden. Die Zustimmung zum neuen Vorhabenträger haben Dreger Immobilien und Ten Brinke jetzt offiziell bei der Stadt beantragt. Über die anstehenden Veränderungen wurden Käufer und Kaufinteressenten durch Dreger Immobilien schriftlich informiert.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der den Magistrat am Montag über diese Entwicklung informierte, bedauert den Wechsel: „Das bedeutet eine weitere Verzögerung für die Entwicklung des Wohnareals, die wir im März 2015 mit dem Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan eingeleitet haben.“ Seitens der Stadt sei man zwar froh, dass Dreger sich um einen seriösen Nachfolger gekümmert habe, der das letzte verbleibende Konversionsgelände im Stadtteil Lamboy entwickeln wolle, und dafür auch das Nötige Know-How und die Finanzkraft habe, „doch das ist für bereits von Dreger akquirierte Käufer der Wohnungen und Häuser, die sich bereits im Besitz einer eigenen Immobilie wähnten und nun wieder von vorne mit der Suche und Verhandlungen beginnen müssen, ein schwacher Trost.“ Er hoffe, dass es Ten Brinke gelänge, diesen potentiellen Immobilienkäufern ein attraktives und gleichwertiges Kaufangebot für Wohnraum zu machen, sagte der OB. „Wir erwarten einen fairen Umgang mit den bisherigen Käufern und habe diesen auch mit Dreger Immobilien verabredet“, berichtete er. So gebe es zeitnah ein gemeinsames Gesprächsangebot an alle Beteiligten.

„Die Stadt Hanau, hat den zukünftigen Eigentümer Ten Brinke aufgefordert einen umfangreichen Fragenkatalog zu den Plänen für das Cardwell Area zu beantworten“, erläuterte Kaminsky. Wir werden die Antworten genau prüfen und im Anschluss entschieden, ob den Stadtverordneten den Vorhabenträgerwechsel guten Gewissens empfehlen können.“ Auf Grund der bisherigen Erfahrungen mit Ten Brinke stünden die Zeichen jedoch gut. „Für die Stadt ist wichtig dass jetzt zügig realisiert wird und keine weiteren Verzögerungen entstehen“, sagt Kaminsky. Es erweise sich daher rückblickend als richtig, dass im Rahmen des B-Planverfahrens enge zeitliche Realisierungsverpflichtung festgelegt worden sei sowie ein Vorkaufsrecht für die Stadt bestehe. „Unsere Erwartung an Ten Brinke ist eine komplette und schnelle Erfüllung aller Pflichten.“

Hintergrund:

Bei der Investorensuche für die Cardwell-Area hatte die Stadt Hanau gemeinsam mit dem Partner und Grundstückseigentümer BImA im Jahr 2014 ein Bieterverfahren durchgeführt. Die Vorgaben der Stadt für die gewünschte Wohnbebauung beruhten dabei auf Vorentwurfsskizzen des Stadtplanungsamtes. Die Rosenhöfe Immobilien GmbH aus Aschaffenburg hatte sich Anfang 2015 in diesem Bieterverfahren gegen die anderen Bewerber durchgesetzt und das Areal anschließend gekauft.

Das Cardwell-Area, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Cardwell Wohnanlage und den Francois-Gärten befindet, soll zukünftig geöffnet werden und sich mit seiner neuen Wohnbebauung harmonisch in die Umgebung einfügen.

Vorgesehen sind 109 Wohneinheiten, bestehend aus einem Wohnungsmix aus Reihenhäusern, Doppelhaushälften sowie Mehrfamilienhäusern und zum Teil unterirdischen Tiefgaragen. Die Wärmeversorgung soll über eine zentrale Heizanlage erfolgen. Darüber hinaus sind ein zentraler begrünter Quartiersplatz sowie großzügige Freiflächen geplant, die die Wohnbebauung ergänzen sollen. Der Großteil des bestehenden Baumbestands soll erhalten bleiben und durch Neupflanzungen ergänzt werden. Am Pappelweg und im nördlichen Bereich des Areals sind Spielplätze geplant. Über eine öffentliche Fuß- und Radwegeverbindung und eine weitere Verbindung mit öffentlichem Wegerecht werden zudem zukünftig Durchquerungsmöglichkeiten des Gebietes für Fußgänger und Radfahrer neu geschaffen.

(Quelle: Stadt Hanau)






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