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27.07.2017 AS+P Albert Speer + Partner gewinnt Mehrfachbeauftragung in Hanau

Foto: AS+P Albert Speer und Partner
Die Ausgangssituation ist klar: „Von den vielen städtebaulichen Projekten, die derzeit in Hanau laufen, ist die Konversion der ehemaligen Pioneer-Kaserne das größte und wichtigste Projekt“, sagt der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Wir wollen mit Pioneer ein Vorzeigeprojekt schaffen“, ist seine Vorgabe an die beiden Geschäftsführer der LEG Hessen-Hanau, Dr. Marc Weinstock und Martin Bieberle. Die gemeinsame Gesellschaft der stadteigenen BauProjekt Hanau GmbH und der bundesweit tätigen DSK | BIG Gruppe wird auf den Flächen der ehemaligen Kaserne im Hanauer Stadtteil Wolfgang einen neuen attraktiven Stadtteil entwickeln. Der nächste große Schritt dahin ist gemacht – „und er spiegelt die hohe Attraktivität dieses Projekts für die gesamte Rhein-Main-Region wider“, freuen sich Weinstock und Bieberle. Gefunden worden ist nun nämlich der Partner, der dem neuen Quartier mit rund 1.500 Wohneinheiten ein Gesicht geben soll: das renommierte Planungsbüro „AS+P Albert Speer + Partner“.

Im Rahmen einer sogenannten Mehrfachbeauftragung hatte die LEG Hessen-Hanau drei namhafte Planungsbüros damit beauftragt, ein städtebauliches Konzept für das knapp 50 Hektar große Gelände zu erstellen. Die Planer von „BB22“, „Planquadrat“ und „AS+P“ haben Nutzungs- und Bebauungskonzepte entworfen und eine Idee geschaffen, wie der neue Wohnstandort für bis zu 5000 Einwohner einmal aussehen könnte. „Herausgekommen sind drei großartige Entwürfe, die die Aufgabenstellungen unterschiedlich interpretiert haben“, loben Weinstock und Bieberle die Ergebnisse. Alle Entwürfe wurden in mehreren Bewertungsrunden von Fachleuten durchleuchtet. Vertreter der Fachstellen der Stadt Hanau diskutierten dabei gemeinsam mit den Experten der DSK | BIG Gruppe. „Es war keine leichte Entscheidung“ so die beiden Geschäftsführer, „am Ende haben wir uns dann aber einstimmig für AS+P entschieden.“ Aus der Diskussion werden viele Ideen der beiden anderen Entwürfe aufgegriffen, die AS+P nun in Zusammenarbeit mit der LEG sowie der Stadt Hanau umsetzen soll.

Für das Planungsbüro AS+P stellt das Areal „eine einzigartige Ressource im Rhein-Main-Gebiet dar“. „Dank der einzigartigen Lage des Areals sowie der außergewöhnlich dynamischen Entwicklung von Hanau bietet sich hier die Möglichkeit, ein besonderes Quartier mit starkem Bezug zum historischen Geist des Ortes und mit besonderen Qualitäten zu schaffen“, sagt Dr. Michael Denkel, Mitglied der Geschäftsleitung von Albert Speer + Partner. Die Nähe sowohl zum Naturschutzgebiet der Bulau als auch zur Hanauer Innenstadt sei eine absolute Stärke des Projekts, biete sie doch die Kulisse für ein naturbezogenes, qualitätsvolles Wohnen. „Das ist im Rhein-Main-Gebiet ein ziemlich einzigartiger Standort“, so Denkel. Das Planungsbüro Albert Speer + Partner hatte sich mit dem Standort Hanau schon 2012 intensiv beschäftigt und den „städtebaulichen Masterplan 2020/2030" erarbeitet, in dem ein Zukunftsbild des Werksstandortes Industriepark Wolfgang entwickelt wurde.

Unsere Grundidee für das Pioneer-Areal ist es, die grüne Anmutung des Standorts zum Markenzeichen und zur Adresse zu machen und einen einmaligen Parkstadttypus zu kreieren“, heißt es in den Planungen von AS+P. Dass die Natur- und Umweltaspekte bei der Entwicklung des Gebiets eine tragende Rolle spielen werden, unterstreicht auch die Tatsache, dass die Stadt Hanau mit dem Projekt „Klima-Pionier-Quartier“ in das Bundesprogramm Stadtumbau aufgenommen wurde, in dem innovative energetische Konzepte besonders gefördert werden. Im Rahmen des Programms wird für das Pioneer-Areal derzeit ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet, das Ziele, Strategien und Maßnahmen aufeinander abstimmt und somit quasi den Fahrplan für die nächsten zehn Jahre bildet. In diesen Prozess werden auch öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Akteure eingebunden. Noch im August wird es ein Auftakttreffen für die sogenannte „Lokale Partnerschaft“ geben. Im Herbst sollen dann die überarbeiteten Pläne und Modelle der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Sie werden die Grundlage für die Aufstellung des Bebauungsplans bilden. „Mit dem Offenlagebeschluss rechnen wir im ersten Quartal 2018, mit dem Satzungsbeschluss im Sommer 2018“, umreißt Bieberle den weiteren politischen Fahrplan.

Schon im nächsten Jahr sollen dann die ersten Bagger rollen, denn die Nachfrage nach Wohnraum im Rhein-Main-Gebiet ist groß. „Für uns steht in dem hier wachsenden Stadtteil Vielfalt im Fokus: eine breite soziale Mischung, Wohnprojekte für jedes Einkommen, jedes Alter und jede Herkunft zur Miete und zum Kauf“, formuliert Weinstock den hohen Anspruch an die künftige Nutzung des Pioneer-Areals. So sollen Grundstücke auch direkt an private Bauherren veräußert werden – ohne die ansonsten oft übliche Bindung an Bauträger. Ende Oktober sollen sich die Bürger im Rahmen eines Tags der offenen Tür dann auch vor Ort ein Bild vom weitläufigen Areal machen können.







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