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31.05.2017 STRABAG beendet erstes Quartal mit neuem Rekordauftragsbestand

Dr. Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.
Der börsennotierte Baukonzern STRABAG SE hat das erste Quartal 2017 mit einem neuen Rekordauftragsbestand beendet und den in der Bauwirtschaft typischen, operativen Winterverlust verringert: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 12 %, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 2 %. Das Konzernergebnis lag um 4 % tiefer, da im Vorjahresvergleichszeitraum die zum damaligen Zeitpunkt noch bestehenden Minderheitsgesellschafter der Tochtergesellschaft Ed. Züblin AG, Stuttgart, einen Teil des Winterverlusts mitgetragen hatten. Aufgrund des höheren Umsatzes blieb die Nettogewinn-Marge indes stabil.

„Wie immer in der Baubranche lässt das erste Quartal keine Rückschlüsse auf das Gesamtjahr zu. Die Zahlen der ersten drei Monate 2017 – und besonders der erneute Rekordauftragsbestand von mehr als € 16 Mrd. – bestärken uns aber darin, unseren bestehenden Ausblick zu bekräftigen: Die Leistung sollte 2017 steigen und die EBIT-Marge bei mindestens 3 % zu liegen kommen. Auch das Geschäft in den Wochen nach dem Quartalsstichtag unterstützt bisher diese Prognose“, erläutert Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender der STRABAG SE.

Leistung und Umsatz

Die STRABAG SE erbrachte im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2017 eine Leistung in Höhe von € 2.426,79 Mio. – eine Zunahme um 8 %. Diese Aufwärtsbewegung ist insbesondere durch den deutschen Verkehrswegebau und die Abwicklung großer Tunnelbauvorhaben in Chile getrieben. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg etwas weniger stark als die Leistung, nämlich um 4 % auf € 2.211,49 Mio.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand überschritt zum 31.3.2017 erstmals in der Konzerngeschichte die Marke von € 16 Mrd. und erreichte bei € 16.113,13 Mio. (+15 %) damit erneut ein Rekordhoch. Ausschlaggebend waren einmal mehr zahlreiche neue Großaufträge der öffentlichen Hand und der Industrie in Deutschland, aber auch in den zentral- und osteuropäischen Kernmärkten des Konzerns wurden einige neue Projekte in unterschiedlichsten Bausparten gemeldet.

Ertragslage

Die Ergebnisentwicklung des STRABAG-Konzerns ist aufgrund der eingeschränkten Bautätigkeit im Winter einer deutlichen Saisonalität unterworfen. Das erste Halbjahr liefert typischerweise einen negativen Ergebnisbeitrag, der durch das Ergebnis im zweiten Halbjahr überkompensiert wird. Wegen der saisonalen Entwicklung ist ein Vergleich der Ergebnisse zum Vorquartal nicht sinnvoll.

Das EBITDA verbesserte sich von € -57,71 Mio. auf € -50,71 Mio. Dies lässt sich durch eine Vielzahl an Effekten aus zahlreichen unterschiedlichen Projekten erklären, wobei das erste Quartal regelmäßig mit wenig Aussagekraft für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs verbunden ist. Die Abschreibungen zeigten sich um 5 % höher, sodass das EBIT bei € -143,09 Mio. etwas weniger tief im negativen Bereich zu liegen kam.

Das Zinsergebnis belief sich auf € -18,72 Mio. Zum Vergleich: In den ersten drei Monaten des Vorjahrs hatte es € -8,89 Mio. betragen. In Summe errechnet sich ein etwas stärker negatives, saisonübliches Ergebnis vor Steuern (EBT) von € -161,80 Mio. Dementsprechend gestalteten sich die Ertragsteuern mit € 36,62 Mio. im positiven Bereich und damit entlastend. Es blieb ein Ergebnis nach Steuern von € -125,19 Mio. (+4 %). Die Fremdanteilseigner trugen einen Verlust von € -3,49 Mio.; im Vorjahresvergleichszeitraum – als noch Minderheitsanteile an der Tochter Ed. Züblin AG, Stuttgart, bestanden hatten – waren es € -13,14 Mio. gewesen. Insgesamt wurde ein um 4 % niedrigeres Konzernergebnis von € -121,70 Mio. erzielt. Bei 102.600.000 ausstehenden Aktien gleicht dies einem Ergebnis je Aktie von € -1,19 nach € -1,14 im ersten Quartal des Vorjahrs.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum 31.12.2016 etwas und betrug € 10.010,31 Mio. Prägend war die Reduktion sowohl der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Rückgang der liquiden Mittel. Trotz des typischen Winterverlusts blieb die Eigenkapitalquote gegenüber dem Jahresende 2016 unverändert bei 31,5 %. Die Netto-Cash-Position lag bei € -235,89 Mio.; damit verringerte sie sich – wie saisonal üblich – gegenüber dem Jahresende.

Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit zeigte sich bei € -145,85 Mio. deutlich weniger tief im negativen Terrain als im ersten Quartal des Vorjahrs, als er noch € -513,56 Mio. betragen hatte. Grund dafür war vor allem der geringere Abbau aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, da das Working Capital per Ende 2016 keinen solch außerordentlich niedrigen Stand wie im Vorjahr verzeichnet hatte. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war durch höhere Investitionen in Sachanlagen und den Erwerb von Finanzanlagen – eine Anteilsaufstockung bei einem ungarischen Konzessionsmodell – mit € -80,30 Mio. um € -28,32 Mio. tiefer als im ersten Quartal des Vorjahrs. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei € -25,05 Mio. nach € -78,62 Mio. im Vorjahr; damals hatte eine Rückzahlung einer Projektfinanzierung zu Buche geschlagen.

Ausblick

Der aktuelle Rekordauftragsbestand lässt für das Gesamtjahr 2017 eine positive Entwicklung bei der Leistung erwarten: Der Vorstand der STRABAG SE rechnet weiterhin mit einem Anstieg auf zumindest € 14,0 Mrd. (? +4 %). Zuwächse sollten in allen drei operativen Segmenten – Nord + West, Süd + Ost und International + Sondersparten – ersichtlich sein. STRABAG arbeitet weiters daran, die EBIT-Marge von mindestens 3 % erneut zu bestätigen.






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