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31.05.2017 Berlin: Wohnen in Wasserlagen rund 20 Prozent teurer

Copyright: ZIEGERT
Wohnungen mit Blick auf die Spree oder andere Berliner Gewässer sind im Schnitt 20 Prozent teurer als in vergleichbaren Lagen. Das ergibt eine Auswertung der Ziegert – Bank- und Immobilienconsulting GmbH. Erhöhte Preise gäbe es sowohl in wassernahen Lagen, in der Nähe von öffentliche Zugängen zum Wasser sowie den Lagen mit direktem Wasserzugang. Innerhalb der jeweiligen Projekte sei zudem zwischen direkter Wasserfront- und indirekter Wasserfrontlage zu unterscheiden. „In direkter Wasserfrontlage ist das Preisniveau zum Teil 20 Prozent höher als auf der vom Wasser abgewandten Seite“, sagt Geschäftsführer Nikolaus Ziegert.

Auch ohne Küste hat Berlin in puncto Wasser einiges zu bieten. Denn 6,6 % (58,9 km²) der Berliner Gesamtfläche ist mit Gewässern bedeckt. Neben den beiden großen Seen Müggelsee (7,6 km²) und Großer Wannsee (2, 7 km²), durchfließt die Stadt auf einer Gesamtlänge von 89 km die Flüsse: Spree, Dahme und Havel. Dazu kommen diverse Kanäle mit einer Gesamtlänge von 67 km. Hinzu kommt die Berliner Besonderheit, dass selbst in unmittelbarer Wasserlage nur ein minimales Überflutungsrisiko besteht.

Wer aktuell in Berlin nach Wasserlagen sucht, wird vor allem in Köpenick fündig. Aber auch in den zentralen Lagen zwischen Charlottenburg und Friedrichshain-Kreuzberg kommen neue Angebote auf den Markt. „Beispielhaft für eine neue Berliner Wohnlage am Wasser ist die Charlottenburger Spreestadt zwischen Salzufer und Großem Tiergarten“, berichtet Ziegert. Bis 2019 werden dort unter der Projektnamen No. 1 Charlottenburg 272 Wohnungen gebaut. Der Uferweg kann hier unmittelbar über eine Freitreppe erreicht werden und die City West ist nur wenige Minuten entfernt. Hotspot des innerstädtischen Wohnungsbaus in unmittelbarer Wasserlage ist das in den 1990er Jahren begonnene Stadtentwicklungsprojekt „Mediaspree“ mit einer Fläche von ca. 180 Hektar auf beiden Uferseiten der Spree mit einer 3,7 km langen Uferzone. Hier sind aktuell Wohnungen für rund 8.500 Bewohner geplant, darunter die rund 170 Wohnungen des Projekts Upside Berlin (früher Max). Der rund 85 Meter hohe Wohnturm bietet eine beeindruckende Aussicht über die Spree von der Halbinsel Stralau bis zum neuen Schloss.

„In Berlin gibt es zwar 360 Kilometer Uferlinie. Doch nur ein Bruchteil der angrenzenden Grundstücke ist für die Wohnbebauung vorgesehen. Und davon sind über 90 Prozent bereits bebaut“, beschreibt Ziegert die Angebotssituation. „Auf der anderen Seite ist der Andrang auf Wohnungen in Wasserlage traditionell hoch, weil Grundstücke an Gewässern eine unverbaubare Aussicht, eine vergleichsweise ruhige Wohnlage und einen insgesamt hohen Erholungswert bedeuten.“






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