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30.05.2017 Ex Esso-Häuser-Areal Hamburg heißt jetzt Paloma-Viertel

Jury v.l.: Philipp Kohlhöfer, Bodo Hafke, Bernhard Taubenberger, Fred Schäfer, Isabella David. Foto: © Bayerische Hausbau
Einen Monat lang waren Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, Vorschläge einzureichen, wie das ehemalige Esso-Häuser-Areal zukünftig genannt werden soll. Bis 15. Mai wurden ca. 250 Vorschläge eingereicht, per Postkarte und per E-Mail. Heute tagte eine Jury aus Experten für Sprache und Kreativität mit Bezug zu St. Pauli, einem Vertreter des Bezirks Hamburg-Mitte sowie einem Vertreter des Eigentümers und wählte aus den Vorschlägen den neuen Namen aus.
Der ausgewählte Name wird nun für das Gelände verwendet – in der Presse, auf Stadtplänen und natürlich am Haus selbst. Der Einreicher/die Einreicherin des Gewinnernamens bekommt ein ganzes Jahr lang freien Eintritt zu allen Konzerten, Clubabenden und Events im Molotow – immer mit einer Begleitung.

Die Jury hat sich für den Namen „Paloma-Viertel“ entschieden. Der Ausdruck „Paloma“ überzeugte, da er einen direkten örtlichen Bezug hat. „La Paloma“ ist Spanisch und bedeutet „die Taube“ – die Taubenstraße grenzt direkt an das Gelände. Gleichzeitig gilt der Hit „La Paloma“ als der Soundtrack für den Kiez schlechthin. Sowohl Hans Albers als auch Freddy Quinn machten das Lied in Deutschland zum Hit. Der Namensbestandteil „Viertel“ gibt die Vielfalt der neuen Gebäude wieder.

Bernhard Taubenberger vom Eigentümer und Projektentwickler Bayerische Hausbau: „Unser Ziel ist es, Vorfreude zu wecken. Der Name soll zukünftige Mieter und Nutzer des Quartiers beim Ankommen in den neuen Gebäuden unterstützen und eine Verankerung des nun Entstehenden im Viertel fördern. ‚Paloma-Viertel‘ hat dazu die besten Chancen.“

Jurymitglieder

- Isabella David, freie Journalistin und ehem. Herausgeberin „HH-Mittendrin“
- Bodo Hafke, Bezirk Hamburg-Mitte
- Philipp Kohlhöfer, Texter aus St. Pauli
- Fred Schäfer, Affenfaust Galerie St. Pauli
- Bernhard Taubenberger, Bayerische Hausbau

Hintergrund

Direkt an der Reeperbahn entstehen rund 200 Wohnungen, Läden, ein Hotel sowie das Subkultur-Cluster für Initiativen und Ideen aus dem Stadtteil. Auch das Molotow und die Kogge finden hier ihr neues Zuhause. Ist das Gelände fertig, können Nachbarn, Hamburgs Bürger und Besucher durch die neue Gasse zwischen den Häusern schlendern, die Vielfalt des Ortes entdecken, auf den Dächern spielen oder auf dem Stadtteilbalkon den Tag genießen.

An den Planungen für die Neubebauung beteiligten sich zahlreiche Menschen aus dem Viertel. Grundlage für die städtebaulichen Planungen und den hochbaulichen Architekturwettbewerb war der „St. Pauli-Code“, der gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt wurde.

Während des ganzen Prozesses stellten öffentliche Veranstaltungen und Beteiligungswerkstätten regelmäßig sicher, dass in den Planungen die Ideen, Vorstellungen und Wünsche der Anwohner ihren Platz finden. Diese sollen sich nun auch im Namen für den Ort widerspiegeln. Deshalb legte der Eigentümer, die Bayerische Hausbau, den Namen nicht selbst fest, sondern hat auch bei der Neubenennung des Geländes die Bürgerinnen und Bürger nach Ihren Ideen gefragt.

Der Aufruf zur Einreichung von Namensvorschlägen erfolgte über einen Flyer, der ab dem 12. April als Postwurfsendung auf St. Pauli verteilt und in Läden im Viertel ausgelegt wurde. Alle rechtlich einwandfreien Vorschläge wurden der Jury vorgelegt.




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