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22.05.2017 Wohnangebote für Studenten bleiben in Ballungszentren Mangelware

V.l.: Felix Bauer (stellv. Vorsitzender), Rainer Nonnengässer (Vorstandsvorsitzender) und Lutz Dammaschk (Schatzmeister). Bildrechte: BfSW
Der Bundesverband für Studentisches Wohnen e.V. (BfSW) hat seine erste Mitgliederversammlung in Berlin abgehalten. Das Fazit: Gerade in den wirtschaftsstarken Ballungszentren bleiben Wohnangebote für Studenten Mangelware. Bundesweit liegt die Unterbringungsquote in Wohnheimen in Relation zu allen Studenten in Deutschland bei 9,9 Prozent.

Rainer Nonnengässer, Vorstandsvorsitzender des BfSW, sagt: „In Deutschland gibt es mehr Siebenzimmerwohnungen als Einzimmerwohnungen. Das wird der aktuellen Nachfrage und der demografischen Entwicklung nicht gerecht“. Aktuell gibt es in Deutschland rund 2,8 Millionen Studierende. Dem stehen rund 314.200 Wohnungen in Studentenwohnheimen gegenüber. Der Verband rechnet auch künftig mit einer stabil hohen Anzahl von Studenten. „Der hohe Anteil von Studienanfängern in den einzelnen Jahrgängen und die steigende Beliebtheit deutscher Universitäten kompensieren in Teilen den demografischen Effekt“, ergänzt Felix Bauer, stellvertretender Vorsitzender des BfSW.

Die Folge: Die Preise für studentischen Wohnraum steigen; seit dem Jahr 2010 im Durchschnitt um 25 Prozent. Das staatliche Angebot an Studentenwohnungen sei deutlich zu gering, um die Nachfrage zu bedienen. Ein starkes Engagement privater Entwickler und Betreiber sei deshalb unverzichtbar. „In der Praxis stoßen wir jedoch gerade für preiswertere Lösungen schnell auf Hindernisse. Hohe Auflagen, überzogene Vorschriften und uneinheitliche Standards verhindern ein kosteneffizientes Bauen. Wenn es in Deutschland 13 verschiedene Vorschriften für Raumhöhen gibt, kann sich jeder vorstellen, dass standardisiertes und industrialisiertes Bauen sehr schwierig wird“, sagt Rainer Nonnengässer.

Durch das Erarbeiten konkreter Vorschläge und den Dialog mit politischen Entscheidungsträgern will der BfSW künftig dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für Investitionen in das Studentische Wohnen zu verbessern.






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