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24.04.2017 Richtfest für größtes innerstädtisches Wohnbauprojekt in Berlin

Fotocredit: BAUWERT AG
Mitten im beliebten Boxhagener Kiez in Berlin-Friedrichshain feiert die BAUWERT Aktiengesellschaft das Richtfest für den Bau des neuen Wohnquartiers BOXSEVEN in der Boxhagener Straße Ecke Holteistraße. Auf dem vormals industriell genutzten Gewerbegrundstück entstehen 640 Miet- und Eigentumswohnungen, 10.000 m² Büro- und Einzelhandelsflächen, eine Kita sowie ein über 6.000 m² großer Stadtgarten. Das 260-Millionen-Euro-Projekt ist bereits zu 90% verkauft.

Über 700 Gäste verfolgten den Richtspruch des Poliers, der traditionell mit einer Danksagung an den Bauherrn und die Bauarbeiter sowie dem Zerschlagen eines Schnapsglases endet. Danach wurde der mit bunten Streifen versehene Richtkranz auf das Dach des fertig gestellten Rohbaus gehisst.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller würdigte das Projekt als ein gelungenes Beispiel für eine Entwicklung eines neuen Stadtquartiers und insbesondere die erstmalige und beispielhafte Zusammenarbeit eines privaten Bauträgers mit einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. „Wir sehen jetzt hier beim Projekt „BOXSEVEN“, dass eine Kooperation zwischen privatem Investor und landeseigener Wohnungsbaugesellschaft ein guter Weg ist, um für ein größeres Projekt wie diesem günstigen Wohnraum zu schaffen und eine gute soziale Durchmischung hinzukriegen. Wir setzen dazu auf unsere Wohnungs-baugesellschaften. Aber ich sage auch ganz klar: Wir brauchen dazu auch die privaten Investoren“ sagt Michael Müller.

BAUWERT errichtet hier neben Miet- und Eigentumswohnungen auch 125 preisgedämpfte Wohnungen für die Berliner Wohnungsbaugesellschaft HOWOGE. „Es war uns sehr wichtig, dieses ehemals verschlossene Gewerbeareal zu öffnen und zu einem lebenswerten neuen Wohnensemble zu entwickeln und dabei eine vielfältige, sozial ausgewogene Nutzermischung zu erreichen“ sagt BAUWERT-Vorstand Jürgen Leibfried. Herzstück dieses Projektes ist ein über 6.000 m² großer öffentlicher Park, um den sich die Gebäude mit abwechslungsreicher Architektur, die von vier Architekturbüros erarbeitet wurden, gruppieren. Es gibt öffentliche Rad- und Fußwege, eine Kindertagesstätte sowie Büroflächen, Arztpraxen und einen straßenbegleitenden Einzelhandel für den täglichen Bedarf entstehen.

Die großen Transparente sind nicht zu übersehen, auf denen die zukünftigen Mieter der freifinanzierten, aber auch der preisgünstigen Wohnungen bereits willkommen geheißen werden. 90 der 125 Wohnungen, die die HOWOGE übernimmt, werden zu Einstiegsmieten von 6,50/m² angeboten. Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE erläuterte: „Die Kooperation mit der BAUWERT ermöglicht uns als städtischer Gesellschaft, auch in sehr guten, zentralen Lagen bezahlbaren Wohnraum in kommunale Hand zu überführen. Außerdem ist dieses Projekt mit den großzügigen Grünanlagen etwas ganz Besonderes. Ich bin mir sicher, dass unsere Mieter sich hier wohlfühlen werden.“

Das Gelände, auf dem das Neubauprojekt BOXSEVEN entsteht, war über Jahrhunderte Schauplatz einer bedeutenden Industriegeschichte. Siegfried Hirschmann gründete hier Ende des 19. Jahrhunderts die Deutschen Kabelwerke, die sich zum führenden und namhaften Hersteller von Kabeln u.a. für die Überseeanbindung sowie die Berliner S-Bahn entwickelte. Weitere Produktsparten waren mit Deka Reifen die Produktion von Reifen jeder Art. Ebenfalls von Hirschmann wurde der Vorreiter des Autos, die Cyclonette auf diesem Areal hergestellt. Die Geschichte der Familie Hirschmann war aber auch Teil einer Familiensaga, deren Mitglieder durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten ihrer Heimat und ihres Besitzes beraubt wurden. „Diese bedeutende Familie, die maßgeblich die Entwicklung dieses Stadtteils von Friedrichshain geprägt hat, wollen wir damit ehren, dass wir den Stadtgarten dieses Projektes als öffentlichen Platz nach Siegfried Hirschmann benennen“ sagt Michael Staudinger, ebenfalls Vorstand der BAUWERT. Damit kehrt der Name der Hischmanns wieder ins Berliner Straßenbild zurück. Der Enkel des Firmengründers, Tomas Hirschmann, der extra mit seiner Familie aus Guatemala angereist war, nahm das offizielle Straßenschild mit dem Aufdruck „Siegfried Hirschmann Platz“ mit großer Freude entgegen.
Die Fertigstellung des Projektes BOXSEVEN ist für Ende 2018 geplant.






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