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25.02.2017 Angebotsverknappung treibt die Preise am Berliner Wohnmarkt

Bild: License CCO
Der Berliner Wohnmarkt wies auch 2016, dem ersten vollständigen Jahr mit der Mietpreisbremse, deutliche Steigerungsraten auf. Die Angebotsmieten stiegen um 5,6 Prozent im Mittelwert. 2015 waren es noch 2,3 Prozent. Die Angebotspreise für Wohnungen und Mehrfamilienhäuser stiegen 2016 sogar um 9,6 Prozent beziehungsweise 15,7 Prozent. Der Miet- und Preisanstieg setzt sich in Berlin, trotz starker Unterschiede zwischen den einzelnen Stadtgebieten, ungebrochen fort, vor allem in den Innenstadtrandlagen.

Städtevergleich: Wohnungsmarkt holt auf, Kaufkraft noch nicht

2015 gewann Berlin, bedingt durch seine positive wirtschaftliche Entwicklung und attraktive Lebensqualität, fast 48.000 neue Einwohner hinzu und setzt damit die Entwicklung der vergangenen Jahre weiter fort. Seit 2005 wuchs die Bevölkerung der Stadt um rund 270.000 Einwohner. Dieser Zuwachs bedeutet eine steigende Nachfrage am Wohnungsmarkt, auch wenn die Kaufkraft anderer Großstädte in Deutschland pro Kopf noch immer deutlich über der Berlins liegt (Köln: plus 14,6 Prozent, Hamburg: plus 18,6 Prozent, Frankfurt: plus 23,7 Prozent, München: plus 42,5 Prozent). Trotz verstärkter Neubauaktivitäten ist die Leerstandsquote in Berlin mittlerweile bei 1,2 Prozent angelangt, was nur noch leicht über den Werten von Köln (1,1 Prozent) und Stuttgart (0,8 Prozent) aber bereits unter der Leerstandsquote von Düsseldorf mit 1,5 Prozent liegt. Entsprechend deutlich stieg die mittlere Angebotsmiete 2016 auf 9,00 Euro pro Quadratmeter und Monat, liegt jedoch gleichzeitig noch immer unter den Angebotsmieten der anderen Top 7-Städte, von denen München mit 15,11 Euro pro Quadratmeter und Monat den höchsten Wert aufweist.

Wohneigentum wird weiter teurer

Über alle Marktsegmente hinweg stieg 2016 der mittlere Angebotspreis für Eigentumswohnungen um 9,6 Prozent auf 3.289 Euro pro Quadratmeter. Die höchsten Durchschnittspreise wurden in Mitte (4.139 Euro pro Quadratmeter), Friedrichshain-Kreuzberg (3.926 Euro) und Charlottenburg-Wilmersdorf verlangt (3.713 Euro), während die größten Preissteigerungen in Spandau (plus 23,7 Prozent), Lichtenberg (plus 23 Prozent) und Tempelhof-Schöneberg (plus 21 Prozent) auffallen. Einzig im obersten Marktsegment in Marzahn-Hellersdorf sanken die Preise um 6,3 Prozent.

Die bereits deutlichen Preissteigerungen für Eigentumswohnungen wurden 2016, wie bereits im Vorjahr, von den Anstiegen der Angebotskaufpreise für Mehrfamilienhäuser ihrerseits übertroffen. Für diese erhöhte sich der mittlere Angebotspreis über alle Marktsegmente hinweg um 15,7 Prozent auf 2.253 Euro pro Quadratmeter. Während in Charlottenburg-Wilmersdorf mit 2.854 Euro pro Quadratmeter die höchsten Preise abgerufen wurden, verzeichnete Reinickendorf mit 28,8 Prozent die umfangreichste Preissteigerung. In Mitte hingegen stiegen die Preise für Mehrfamilienhäuser mit 4,4 Prozent vergleichsweise gering.

Berlin als Investmentstandort

Auch das Interesse an Berlin als Investmentstandort ist weiter hoch. 2015 wurden in Berlin Investments ab 50 Wohneinheiten für rund 3,6 Milliarden Euro getätigt. 2016 betrug das Transaktionsvolumen in Berlin rund 3,4 Milliarden Euro von insgesamt 13,7 Milliarden bundesweit.

2015 wurden deutschlandweit rund 2,3 Milliarden Euro am Transaktionsmarkt für Wohnprojektentwicklungen umgesetzt. Hiervon wurden alleine in Berlin 550 Millionen Euro, also knapp ein Viertel, investiert. Nach den letzten Erhebungen von CBRE wurden in Berlin 2016 sogar knapp rund 1,2 Milliarden in Wohnprojektentwicklungen investiert, in Deutschland insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro.

Die Mähren AG, ein langfristig orientierter Bestandshalter mit Fokus auf Wohnimmobilien, hat im Jahr 2016 mehr als 150 Millionen Euro investiert. Über das Gesamtjahr konnte der Bestand damit um 77 Objekte mit 1.368 Wohneinheiten und rund 92.500 Quadratmetern Wohnfläche erweitert werden. Im vierten Quartal 2016 hat die Mähren AG für 20,5 Millionen Euro 13 Objekte mit 168 Einheiten und rund 12.500 Quadratmetern Fläche erworben. Fünf Objekte davon befinden sich in attraktiven Wohnlagen der Bundeshauptstadt: in Friedrichshain, Moabit, Prenzlauer Berg, Zehlendorf und in Reinickendorf.

Und die Zukunft sieht hervorragend aus. Jakob Mähren, CEO der Mähren AG kommentiert: "In den nächsten beiden Jahren wollen wir erneut mindestens 300 Millionen Euro investieren und unseren Bestand, insbesondere im Heimatmarkt Berlin, weiter deutlich ausbauen."






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