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24.02.2017 Hafen Offenbach 2017: Weiterhin Vieles in Bewegung

Copyright: Bernd Georg
Rund 18.000 Fahrzeuge rollen täglich über den Nordring zwischen Carl-Ulrich-Brücke und Goethering. Noch in diesem Jahr soll der Verkehr über die parallel verlaufende Hafenallee fließen. Der Nordring wird bis 2018 zur Anliegerstraße zurückgebaut und durch einen Baumstreifen abgeschirmt. Weitere hochwertige Infrastruktur im Hafen Offenbach entsteht mit dem Spielplatz im Gutsche-Park, den Wasserspielen auf dem Hafenplatz und dem „Kran der Künste“ mit seiner Aussichtsplattform am Hafenbecken.

Auf einer Länge von 850 Metern wird die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH die neue Hauptverkehrsachse unter laufendem Verkehr von der Hafenschule bis zum Goethering ausbauen. Die OPG ist ein Unternehmen aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe und entwickelt und vermarktet den Hafen Offenbach. Die Gesamtkosten für die neue Allee und den Rückbau des Nordrings belaufen sich auf rund 6,7 Millionen Euro. Davon entfallen 3,3 Millionen Euro auf den Nordring. Die Kosten der Anliegerstraße trägt die Stadt Offenbach.

OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha: „Wir verlagern den Durchgangsverkehrs in Richtung Norden auf die als Baustraße genutzte Trasse der ehemaligen Hafenstraße. Damit entlasten wir die Nordring-Anwohner und sorgen für mehr Aufenthaltsqualität vor ihren Häusern.“ Bereits zur Eröffnung der neuen Hafenschule im August 2017 soll der Verkehr nicht mehr über den Nordring, sondern über die Hafenallee fließen.

Komplett ausgebaut wird die neue Ost-West-Verbindung aber zunächst nur auf einer Länge von 550 Metern. Denn ab dem Box-Club Nordend soll die Allee ein Stück nach Süden auf den hier unmittelbar am Energieversorger EVO entlangführenden Nordring verschwenkt werden. Um diesen Abschnitt zur Allee ausbauen zu können, wird der Verkehr bis 2018 in Verlängerung der alten Hafenstraße über eine 300 Meter lange, parallel verlaufende und provisorisch asphaltierte Trasse bis zum Goethering geleitet.

Ende 2017, Anfang 2018 soll der Nordring dann bis Einmündung Lilistraße (EVO) zur Anliegerstraße zurückgebaut werden. Die Zahl der Parkplätze wird sich durch die Gesamtbaumaßnahme auf rund 140 Stellflächen in der Hafenallee und in der neuen Anliegerstraße erhöhen. Das sind etwa 40 bis 50 Plätze mehr als bisher.

Das insgesamt 37 Meter breite Profil des Straßenraums orientiert sich gestalterisch an der Kaiserstraße und deren Baumallee in der Straßenmitte. Die zweispurige, einschließlich Abbiegespur 10,5 Meter breite Hafenallee verläuft dicht neben der Hafenbebauung – getrennt lediglich durch einen vier Meter breiten Gehweg und einen zwei Meter breiten Streifen mit längs angeordneten Parkplätzen.

In der Mitte des Straßenraums schließt sich ein 8,2 Meter breiter Grünstreifen mit doppelter Baumreihe an. Er trennt die Durchgangsstraße vom Anliegerbereich des Nordends. Einem 4,80 Meter breiten Parkstreifen mit schräg angeordneten Stellplätzen folgt dann der 7,5 Meter breite, nur noch von Anwohnern und deren Besuchern befahrene Nordring.

Spielplatz im Gutsche-Park

„Infrastrukturprojekte wie die neue Verkehrsführung über die Hafenallee und die ganzjährige Nutzbarkeit des Fuß- und Radwegs am Hafenbecken kommen auch den Menschen im Nordend zugute und tragen dazu bei, dass beide Stadtviertel enger zusammenwachsen“, erklärt die zweite OPG-Geschäftsführerin, Annette Schroeder-Rupp.

Auch der Spielplatz, der bis Ende des Jahres im neuen, insgesamt rund 5.500 Quadratmeter großen Gutsche-Park entstehen wird, ist solch ein verbindendes Element. Nach den Plänen des Überlinger Büros „Ramboll Studio Dreiseitl“ soll der auch für Ausflügler attraktiv zwischen Hafenbecken und Mainradweg gelegene Spielplatz sowohl den Kindern aus dem Hafenviertel als auch den Jungen und Mädchen aus dem Nordend zur
Verfügung stehen.

Der in mehrere Felder unterteilte Spielplatz bietet Kindern aller Altersgruppen viel Raum zum Rutschen, Klettern und Schaukeln, vor allem aber auch zum Spielen mit Wasser und Sand. Kinder der Hafenschule sind an der Gestaltung beteiligt. Der Spielplatz entsteht im östlichen, rund 2000 Quadratmeter großen Bereich der Grünanlage zwischen Blauem Kran und Fußgängersteg. Die Baukosten belaufen sich auf rund 900.000 Euro.

Begehbares Kunstwerk und Wasserspiele

Als neue Attraktion der Regionalparkroute und Wahrzeichen des Hafens Offenbach wird am 28. April der hessische Staatsminister Tarek Al-Wazir den Blauen Kran im Gutsche-Park als „Kran der Künste“ mit öffentlich begehbarer Aussichtsplattform und abendlicher Beleuchtung eröffnen.

Nach einem prämierten Entwurf des Frankfurter Künstlerteams Winter/Hoerbelt führt eine breite Freitreppe hinauf auf die industriegeschichtliche Skulptur. Bläuliches LED-Licht unterstreicht abends die lavis-blaue Farbe der stillgelegten Maschine.

Für rund 250.000 Euro lässt die OPG seit 2016 das nicht denkmalgeschützte Industriemonument zu einer das Hafenviertel prägenden Landmarke umbauen. An den Kosten beteiligt sind das Land Hessen, die Regionalpark Ballungsraum Rhein-Main GmbH und die Fraport AG. Die Fläche um den Kran wird begrünt und mit Bäumen bepflanzt.

Fertiggestellt und feierlich eröffnet wird in diesem Frühjahr auch der Hafenplatz. Die in Verlängerung der Hafentreppe wellenförmig gepflasterte und mit Bäumen bepflanzte Freifläche ist bereits zum Jahresende für Fußgänger und Radfahrer freigegeben worden. Beleuchtungsstelen tauchen den Platz abends in ein stimmungsvolles Licht. Als weiteres Highlight erhält der Hafenplatz nun abschließend einen begehbaren Brunnen mit Sitzwürfeln und drei großen Metallschalen, auf die jeweils ein Wasserstrahl trifft.

Baustart für Marina Gardens

Auch im Hochbau tut sich in diesem Jahr viel. Im Frühjahr wird die OPG den Siegerentwurf des Investorenauswahlverfahrens für die Inselspitze bekanntgeben. In diesem letzten Bauabschnitt soll außer einem attraktiven Dünenpark ein 10.000 Quadratmeter großes Teilquartier mit Büro- und Gewerbeflächen, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Läden, Gastronomie sowie einem hochwertigen Hotel und einem Parkhaus entstehen. Zu dem Ensemble gehören auch zwei Hochhäuser.

Ein für die Verbindung von Hafen und Nordend wichtiges Bauvorhaben startet im April/Mai: Zwischen Hafenbecken und Hafenallee, Blauem Kran und Fußgängerbrücke errichtet die PRIMUS developments GmbH das Teilquartier Marina Gardens. Dabei handelt es sich um ein architektonisch reizvolles Ensemble aus acht größeren und drei kleineren Bauten, die mit begrünten Innenhöfen, kleinteiligem Gewerbe und Gastronomie ein offenes, durchlässiges Mischquartier bilden. Das Unternehmen war als Sieger aus einem Investorenauswahlverfahren der OPG hervorgegangen.

Unterdessen nähert sich das größte Einzelprojekt des städtischen Schulbausanierungsprogramms, die 26,6 Millionen Euro teure Hafenschule mit zwei Sporthallen und einer Kindertagesstätte, seiner Vollendung. Im August werden Hafenschule und Kita ihren Betrieb aufnehmen. Ebenfalls im August werden die ersten Mieter in die Mikro-Apartments in den „Hafen Arkaden“ der i-Live-Holding neben dem Parkhaus an der Carl-Ulrich-Brücke einziehen und im Erdgeschoss der Naturkostanbieter Alnatura seine erste Offenbach-Filiale eröffnen.





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