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06.02.2017 Planungskonzept für das neue Bahnhofsquartier Hamburg Altona

© Handelskammer Hamburg
Die Handelskammer hat einen Masterplan für die Stadtentwicklung in Hamburg Altona vorgestellt, durch den der Fortbestand von 300 angesiedelten Unternehmen gesichert würde sowie 18.000 Arbeitsplätze und 6.000 neue Wohnungen entstünden. „Die bis 2023 geplante Verlegung des Fernbahnhofs Altona nach Diebsteich muss als willkommener Impuls für eine neue Qualität der Stadtentwicklung genutzt werden“, sagte Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz bei der Präsentation des neuen Standpunktepapiers „Das Bahnhofsquartier Altona. Leben und Arbeiten in zentraler Lage“ in den Räumen der Firma REYHER Nchfg. GmbH & Co. KG in Altona-Nord. Die Stadt habe zwar einen Plan vorgelegt, der aber noch nicht der räumlichen Strahlkraft eines Großprojekts wie dem Fernbahnhof entspräche.

Schmidt-Trenz schlug im Zusammenhang mit der bevorstehenden Verlegung des Fernbahnhofs Altona rund zwei Kilometer nach Norden unter anderem folgende Maßnahmen und Projekte vor: Einen fünf Hektar großen Stadtpark über den Bahngleisen und der Stresemannstraße, eine Konzerthalle für 5000 Besucher, eine den neuen Anforderungen gerecht werdende Straßenanbindung, ein leistungsfähiges Parkhaus und neue Bebauungspläne. Andernfalls würden 300 Mitgliedsunternehmen der Kammer in den benachbarten Industrie- und Gewerbegebieten „aufgrund der absehbaren Steigerung der Bodenpreise unnötig in Gefahr“ geraten. Er appellierte an Senat, Bürgerschaft und Bezirk Altona, entsprechende Planungen in Angriff zu nehmen und so das Quartier als lebendigen Gewerbestandort zu erhalten, gleichzeitig aber Lebens- und Arbeitsqualität zu verbessern.

Die Studie enthält drei zentrale Forderungen für das zweitgrößte Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs:

- Die neue verkehrliche Zentralität rund um den Bahnhof muss zur Entwicklung neuer, verdichteter Baugebiete genutzt werden. Der Einzelhandel sollte auf ein „notwendiges Maß“ begrenzt werden, um das bestehende Bezirkszentrum nicht zu schwächen. Außerdem regt die Handelskammer den Bau eines „Convention Center“ für bis zu 800 Kongressteilnehmer und eines Tagungshotels an. Dieses Leuchtturmprojekt, zu dem auch der neue Stadtpark und die Konzerthalle gehören, nennen die Autoren „Stadtpark-Deck Altona“.

- Die 78 Hektar großen Industrie- und Gewerbegebiete sollen durch neue Bebauungspläne weiterentwickelt und mit Neu-Ansiedlungen von Firmen abgesichert werden. Dafür könnten unter anderem ehemalige Friedhofsflächen genutzt werden. Die Erreichbarkeit soll durch Straßensanierungen und ein ausreichendes Parkplatzangebot verbessert werden.

- Die Verkehrsinfrastruktur muss ausgebaut werden. Das meint konkret: Direkte Anbindung des Bahnhofs zur Anschlussstelle Volkspark der Autobahn A7, Bau eines Parkhauses mit 500 Stellplätzen für Pkw und 350 Stellplätze für Fahrräder und eine attraktive ÖPNV-Anbindung.








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