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24.01.2017 Bekannte Marken vermitteln ein sicheres Gefühl!

Ein gutes Konzept ist im Jahr 2017 für Startups längst nicht mehr ausreichend. Bildquelle: Rawpixel.com – 369896336 / Shutterstock.com
Glaubt man einer aktuellen Studie, so legen die Deutschen vor allem bei Online-Angeboten Wert auf die Bekanntheit einer Marke und gehen immer öfter im Internet einkaufen. Gleichzeitig meiden sie allerdings gerade auch während der Weihnachtszeit die zu Stoßzeiten überfüllten Innenstädte und lassen sich lieber beliefern. Dabei ist die Bekanntheit einer Marke nicht nur in einer bestimmten Branche maßgeblich, sondern zieht sich quasi durch alle Bereiche hindurch.

Jede Branche hat ihre bundesweit präferierten Vorreiter

Egal ob es sich um das klassische Online-Shopping, also den konkreten Anbieter handelt, oder aber den auserwählten Bezahlungsdienst oder das zurate gezogene Vergleichsportal: Wer keinen Namen hat, wird nicht weiter beachtet. Wenig überraschend dürfte für die Meisten sein, dass neben PayPal auch Amazon und das auf Musikbedarf spezialisierte Online-Shopping-Haus Thomann zu den am stärksten positionierten Anbietern zählen. PayPal hat mit seinem Bezahldienst gewissermaßen das halbe Internet revolutioniert, denn Möglichkeiten, sofort bzw. in Echtzeit das Geld zu transferieren, waren vorher so gut wie nicht vorhanden.

Amazon hingegen hat sich das Konzept zunutze gemacht, nicht nur ein spezifisches Angebot zur Verfügung zu stellen, sondern von A bis Z alles anzubieten. Dies verdeutlicht im Übrigen auch das Unternehmenslogo mit dem entsprechenden Pfeil unter den jeweiligen Buchstaben. Ein weiteres großes Plus von Amazon ist die ausgesprochene Zuverlässigkeit, wobei Lieferungen für Prime-Kunden auch in der Realität praktisch immer am nächsten Tag schon da sind. Neben den erwähnten Brands sind insbesondere noch die folgenden Marken beliebt:

1. Google
2. Ebay
3. test.de

Das Element des Bekanntheitsgrads der einzelnen Marke machen sich übrigens auch andere Anbieter zunutze. So ist es für viele zum Beispiel ein Zeichen von Seriosität, bei einem Online Casino PayPal Zahlungen tätigen zu können.

Einkauf im Internet bringt Vorteile und Nachteile mit sich

Die klare Überpräsenz der Online-Brands in der erwähnten Statistik leitet natürlich zur Frage über, warum das Shopping im Internet für viele Deutschen offenbar besonders attraktiv ist. Diese Frage ist jedoch nicht in einem Satz zu beantworten, denn für die Begünstigung sind gleich eine ganze Reihe von Faktoren verantwortlich.

Zum einen kommt es gerade während der Zeit des Feierabends in den größeren Städten zu einem massiven Verkehrsaufkommen, was nicht nur Stress fördert, sondern auch die Parkplatzsuche zu einer schieren Qual ausarten lässt. Zum anderen ist es so, dass angesichts des Einzughaltens etlicher Billiganbieter in den Innenstädten viele Deutsche schon länger nicht mehr das beim Einkauf finden, was sie ursprünglich beabsichtigten zu kaufen.

Lange Schlangen an den Kassen sind dann nicht selten das i-Tüpfelchen, das Verbraucher lieber schnell den Rechner hochfahren oder den Laptop aufklappen lässt. Nicht umsonst hatte der Handelsverband HDE im Vorfeld zum Start des Weihnachtsgeschäftes des vergangenen Jahres prognostiziert, dass insgesamt 12,3 Milliarden Euro und damit 12 Prozent mehr als im Vorjahr für Geschenke im Internet ausgegeben würden. Neben den bereits erwähnten Punkten verdeutlicht die nachstehende Tabelle zusätzlich Pro und Contra des Interneteinkaufs:

Vorteile:
- Bequemlichkeit
- Widerrufsrecht
- Besserer Preis
- Zeitunabhängigkeit

Nachteile:
- Keine Begutachtung vorab
- Keine Beratung
- Beschädigungen beim Versand
- Anwesenheitspflicht

Negative Auswirkung auf die Ladengeschäfte in Zukunft

Viele Menschen, die es inzwischen aufgegeben haben, vor Ort im Ladengeschäft einzukaufen, sind sich den damit einhergehenden negativen Konsequenzen für die Geschäfte nicht unbedingt bewusst. Manche von ihnen blenden vielleicht auch einfach nur aus, dass sie dem stationären Handel damit auf lange Sicht die Existenzgrundlage nehmen, wenn diese auf ihren Produkten sitzen bleiben und keinen Umsatz mehr erzielen.

Viele der überzeugten Online-Käufer wenden dann meistens diejenigen Punkte ein, die in der obigen Tabelle unter den Vorteilen verzeichnet sind. Ganz Unrecht haben sie auch nicht, wenn sie sagen, dass das Personal in manchen Geschäften immer mehr zu wünschen übrig lässt und eine richtige Fachberatung schon lange nicht mehr stattfindet.

Dies wiederum ist aber zumindest auch teilweise darauf zurückzuführen, dass immer weniger Menschen in den jeweiligen Läden einkaufen und somit weniger dringend benötigtes Geld für geschultes Personal zur Verfügung steht. Daraus wird deutlich, dass das Ganze ein Teufelskreis ist, der sich gewissermaßen selbst am Laufen hält. Ein Ausbruch ist nur denkbar, wenn zum Beispiel die folgenden Punkte umgesetzt würden:

- Nähe zum Verbraucher als absoluter Schwerpunkt
- Neuausrichtung des Konzepts und Fachberatung
- Spezifisches Angebot für eine bestimmte Klientel
- Polarisierende Marktpositionierung als USP

Leider ist zugegebenermaßen für viele Ladengeschäfte wegen zu starker finanzieller Belastungen die Konkursanmeldung die einzige Handlungsalternative.

Startups müssen sich in umkämpften Märkten durchsetzen

Aber es ist nicht so, dass nur die Ladengeschäfte mit der prekären Lage zu kämpfen haben, wenn man sie denn so nennen möchte. Auch für Startups ist es im Jahr 2017 nicht unbedingt einfacher geworden, erfolgreich ein eigenes Business zu etablieren. Viele derjenigen, die mit ihrem Ladengeschäft auf die im vorherigen Absatz besprochene fatale Art und Weise gescheitert sind, probieren sich nicht selten in dem neuen und viel versprechendem Weg der Selbständigkeit.

Neben einem guten Konzept mit einem klipp und klaren USP (engl. für „Unique Selling Point“) ist es in der Online-Welt wahnsinnig schwer, sich von dem in vielen Branchen existierenden Überangebot bewusst abzuheben. Diejenigen Startups, die wirklich ein Produkt, eine Technologie oder eine Dienstleistung auf den Markt bringen, die vorher noch nicht dagewesen ist, haben es hingegen eher leicht, wenn auch ein entsprechender Käuferkreis dafür existiert. Natürlich gehört zu der erfolgreichen Etablierung eines Startups aber noch viel mehr:

- Tragfähiges finanzielles Grundkonzept
- Suchmaschinenoptimierung für Google
- Reaktive Adaption an Marktentwicklungen

Wer es schließlich mit seinem eigenen Unternehmen geschafft hat, dem winken nicht nur Unabhängigkeit und finanzieller Freiraum, sondern auch ein Lebenswerk, auf das man zurecht stolz sein kann.







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