News RSS-Feed

19.12.2016 Karolinger Höfe: Städteplanung von heute für Generation von Morgen

Bild: Cadman
Stadtquartiere, die in Würde altern dürfen und heute noch so beliebt sind wie einst, da denkt man ans Londoner West End, Paris, an Schinkel oder die Gründerzeitviertel von Berlin. In Düsseldorf-Bilk wird heute die Grundsteinlegung für die ersten beiden von drei Bauabschnitten der Karolinger Höfe vollzogen. Es wird ein besonderes Stadtquartier, das von msm meyer schmitz-morkramer geplant worden ist. „Wir wollten keine Event-Architektur schaffen, sondern ein stabiles Stadtviertel, das in Würde altern darf, mit Häusern, die noch in zwanzig oder dreißig Jahren überzeugen,“ erläutert Architekt Caspar Schmitz-Morkramer. Sein gemeinsames Büro mit Holger Meyer, das unter anderem auf Städtebau spezialisiert ist und mittlerweile ganze Stadtviertel, wie auch das 80.000 Quadratmeter große Stadt-Quartier der Sedelhöfe in Ulm plant, ist bekannt dafür, die Entwicklung von Stadtraum ganzheitlich zu denken. Bessere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch grüne Plätze, Bereiche für Kinder und Familien zu schaffen und mit der vorhandenen Bebauung in Einklang zu bringen. Und das geht durchaus leise: Sensibilität und präzise Stadtentwicklung statt Event-Architektur.

Freiräume fürs Leben

Die Handschrift von msm meyer schmitz-morkramer findet sich inzwischen in allen Teilen der Republik. Man kennt sie, auch wenn man sie nicht kennt: Schlüsselprojekte wie der St Martin Tower in Frankfurt, das Wohnensemble New York-The Village in Düsseldorf-Derendorf oder die BVB-FanWelt in Dortmund, prägen die Unternehmensgeschichte. „Es geht darum, wie wir unsere Städte attraktiver und zukunftsweisender gestalten können“, erklärt Schmitz-Morkramer, „wir möchten nicht in Solitären, sondern in Stadträumen denken. Wie bringt man den Menschen Freiräume und öffentlichen Plätze zurück? Wenn das Leben wieder Einzug in die Städte hält, hat auch die Architektur die Chance, mitzugehen.“

In Düsseldorf galt es, mit den Karolinger Höfen ein Wohnquartier zu schaffen, das sich in das aufstrebende Stadtviertel Bilk mit seinen Szene-Restaurants, Geschäften, Bars und Ateliers integriert. Das rund 1,76 Hektar große Viertel zwischen Karolingerstraße, Merowingerstraße und Suitbertusstraße, fügt sich in den sogenannten innerstädtischen Gründerzeitgürtel ein und nimmt sein historisches Motiv in zeitgenössischer Formensprache auf. Die dunklen Innenhöfe aus früheren Zeiten sind im neuen Quartier hell, offen und großzügig übersetzt. So erhalten die neuen Eigentümer und Mieter Luft zum Atmen und Raum zum Leben.

Perspektive für die Stadt: Grün statt Asphalt

Anfang 2019 werden hinter den markanten Klinkerfassaden des einstigen Gewerbestandort Bilk, in dem sich u.a. das legendäre Unternehmen Auto Becker befand, die ersten Wohnungen bezogen.





Leserumfrage
Wir schätzen Ihre Expertenmeinung!
Hier ist unsere Leserumfrage:
schnell & unkompliziert
Jetzt starten!