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25.11.2016 Großprojekt KKM Kraftwerk Mitte Dresden erfolgreich fertiggestellt

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Ein Neubau und die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude, 254 Nachunternehmen, ein straffer Zeitplan und die logistische Herausforderung der innerstädtisch liegenden Baustelle: Bei dem Projekt „KKM Kraftwerk Mitte Dresden“ stellte Züblin seine Leistungsfähigkeit unter Beweis. Die STRABAG-Tochter war als Generalunternehmerin verantwortlich für die ganzheitliche Planung und schlüsselfertige Errichtung des neuen gemeinsamen Standorts für die Staatsoperette und das tjg. theater junge generation in Dresden.

Wo bis Anfang der 1990er-Jahre noch Kraftwerksschlote qualmten, schlägt nun das „kulturelle Herz“ der Stadt, das geprägt ist vom Miteinander moderner Elemente und Industriegeschichte. Für diesen Wandel hat Züblin gemeinsam mit der Auftraggeberin Kommunale Immobilien Dresden (KID) einiges bewegt. „Seit hier im Frühjahr 2014 die ersten Bagger rollten, arbeiteten in Spitzenzeiten bis zu 280 Personen gleichzeitig auf der Baustelle, die für uns einige Herausforderungen bereithielt: Zum Beispiel steht hier keine Wand über der anderen und es galt, die strengen Auflagen des Denkmalschutzes einzuhalten“, berichtet Züblin-Projektleiter André Reuter.

Torsten Teichgräber, technischer Leiter des Züblin-Bereichs Thüringen, ergänzt: „Das rund 100-Mio.-€-Projekt war sowohl in der Planung als auch der Umsetzung besonders anspruchsvoll. Neben den Standardplanungen für Architektur, Tragwerk, Brandschutz und Bauphysik galt es, die Planungen für die Bühnentechnik, Audio und Video sowie Bühnenbeleuchtung auszuführen und zu koordinieren.“

Mit der Grundsteinlegung am 8.7.2014 fiel der offizielle Startschuss für den 7-geschossigen Neubau. Der Bühnenturm der Staatsoperette ragt insgesamt 31,30 m in die Höhe und ist schon von Weitem sichtbar. Im gesamten Gebäudeensemble am tiefsten gelegen ist der Orchestergraben der Staatsoperette mit 5,20 m unter Normalnull.

Nach Fertigstellung stehen den insgesamt vier Spielstätten (Staatsoperette sowie die Haupt-, Studio- und Puppenbühne des tjg.theater junge generation) mehr als 30.000 m² Bruttogeschossfläche zur Verfügung. Die Staatsoperette bietet 700 Besucherinnen und Besuchern Platz, und das tjg. hat insgesamt 600 Sitzplätze, davon 350 für die Hauptbühne und je 125 im Puppentheater und der Studiobühne.

Grundhafte Sanierung denkmalgeschützter Gebäude
Neben dem schlüsselfertigen Neubau war Züblin auch für die Sanierung der dreigeschossigen Maschinenhalle verantwortlich. Dort finden nun die Puppenbühne und das Studiotheater ihr neues Zuhause. Außerdem gestaltete Züblin in der denkmalgeschützten Halle eine moderne, großzügige Besucherplattform. Diese dient der Operette und dem tjg. in Zukunft als gemeinsames Foyer. Die moderne Betonkonstruktion der Plattform mit Glaskomponenten schafft einen spannenden Kontrast zu den überall sichtbaren Mauerwerksresten und Stahlelementen der alten Maschinenhalle. „Das Erhalten der Verteilerkästen, des historischen Krans, der Werkzeugschränke und weiterer Installationen war eine Besonderheit während der Sanierung“, weiß André Reuter.

„Das Foyer zeigt das Besondere des neuen Standorts sehr gut: alte und neue Elemente, Moderne und Historie. Die traditionsreiche Staatsoperette – die auf stolze 240 Jahre Geschichte zurückblickt – trifft auf das – mit 50 Jahren relativ junge – Theater“, so Hartmut Beyer, Züblin-Bereichsleiter a.D. Er stand dem Bauteam während des gesamten Projekts beratend zu Seite.

Züblin teamconcept: erfolgreich Bauvorhaben realisieren
Der offene und partnerschaftliche Umgang von Anfang an ist aus Hartmut Beyers Sicht dabei der wichtigste Erfolgsfaktor gewesen, denn das Projekt wurde im vertraglich geregelten Partneringverfahren Züblin teamconcept geplant und gebaut. „Die frühe Einbindung der Bauseite in die Projektierung und die Planung sowie die durchgängige Transparenz und Fairness im Umgang miteinander führten zu einer effizienten Realisierung des KKM,“ so Beyer.

Direkt nach der Vertragsunterzeichnung im September 2013 starteten die Partner gemeinsam in die konkreten Planungen. „Bereits in dieser Phase haben wir durch die enge Zusammenarbeit mit Züblin von deren Ausführungskompetenz profitiert. Da alle frühzeitig zusammenkamen, ließ sich das Projekt sicher und einvernehmlich auf den Weg bringen. Dies verhinderte Schnittstellenverlust und zeigte Optimierungspotenzial – aber auch mögliche Hindernisse – direkt auf“, so Axel Walther, KDI-Geschäftsführer.

So konnte der vereinbarte Endtermin – nicht zuletzt dank des teamconcepts – gehalten werden. „Die leichte Kostensteigerung gegenüber den ursprünglichen Planungen war zwischen den Beteiligten klar kommuniziert. Sie ist allein auf veränderte Ausstattungswünsche, den schwierigen Baugrund sowie Auflagen aus Brand- und Denkmalschutz zurückzuführen“, so Teichgräber.

Nach erfolgreicher Zusammenarbeit ist nun beim gesamten Projektteam die Freude groß, wenn es am 16.12.2016 planmäßig heißt: „Vorhang auf!“





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