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14.11.2016 ADLER Real Estate verbessert wesentliche Kennzahlen weiter

Arndt Krienen, Vorsitzender des Vorstands der ADLER Real Estate AG
Die ADLER Real Estate AG hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres die wesentlichen Ertrags- und Vermögenskennzahlen erneut weiter verbessert und zugleich ihren Verschuldungsgrad erheblich verringert. „Die ersten neun Monate bestärken uns darin“, sagte Arndt Krienen, Vorsitzender des Vorstands der ADLER Real Estate AG, „dass wir mit den Maßnahmen, die wir im Laufe des Jahres zur operativen Verbesserung und zur finanziellen Konsolidierung ergriffen haben, auf dem richtigen Weg sind. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir unsere Prognose für das laufende Jahr einhalten und den LTV sogar über die Erwartungen hinaus verbessern werden.“

Deutlicher Anstieg der Funds from Operations (FFO)

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat die ADLER Real Estate AG die Funds from Operations (FFO), die am Cashflow orientierte Kennzahl zur Einschätzung der Profitabilität des operativen Geschäfts in der Immobilienbranche, deutlich gesteigert. Die FFO I, die ausschließlich das Vermietungsgeschäft abdecken, nahmen von EUR 9,9 Millionen im Vorjahr auf EUR 18,6 Millionen und damit fast auf das Doppelte zu. Die FFO II, die zusätzlich auch das Geschäft mit dem Handel von Immobilien, den zweiten Teil der Geschäftstätigkeit im ADLER-Konzern erfassen, erreichten in den ersten neun Monaten 2016 insgesamt EUR 45,2 Millionen, 17,7 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Je Aktie machten die FFO II in den ersten neun Monaten EUR 0,78 aus.

Ergebnis nimmt wegen operativer Verbesserungen und Bewertungsgewinnen kräftig zu

Die Zunahme der FFO ging wesentlich darauf zurück, dass das Geschäft der ADLER Real Estate AG in beiden Teilbereichen, der Vermietung und dem Handel, gut gelaufen ist.

Das Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung, also aus der Vermietung der knapp 48.000 Bestandsimmobilien, betrug EUR 91,3 Millionen und damit 38,1 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Diese Steigerung geht zu einem guten Teil auf die zur Mitte des letzten Jahres erfolgte Akquisition der Westgrund AG zurück, die 2016 erstmals ganzjährig zum Ergebnis beitrug. Zudem konnten die wohnungswirtschaftlichen Leistungsindikatoren im Rahmen der Erwartungen verbessert werden. So stieg Ende September die durchschnittliche Ist-Miete je Monat und Quadratmeter in den Wohneinheiten von EUR 4,90 auf EUR 4,99 und lag somit um 1,8 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Zudem konnte seitdem der Vermietungsstand um 1,2 Prozentpunkte von 88,1 auf 89,3 Prozent erhöht werden.

In ihrem zweiten Geschäftsbereich, dem Handel mit Immobilien, der überwiegend von der Konzerntochter ACCENTRO Real Estate AG abgewickelt wird, erzielte die ADLER Real Estate AG ein Ergebnis aus der Veräußerung von Immobilien, das mit EUR 34,1 Millionen um 64,7 Prozent über dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums lag. ACCENTRO konnte

897 Einheiten im Rahmen ihrer Privatisierungsaktivitäten veräußern. Eine nahezu gleich große Zahl von 894 Einheiten wurde aus dem Bestand der non-core Portfolien veräußert. Das entspricht mehr als einem Fünftel der gesamten für die Veräußerung vorgesehenen Zahl von Bestandsimmobilien.

Neben den operativen Verbesserungen trugen auch marktgerechte, nicht zahlungswirksame Bewertungsgewinne zur Ergebnissteigerung bei. Zum 30. September 2016 machten sie insgesamt EUR 123,5 Millionen aus und lagen damit am konservativen Ende des Spektrums der marktbedingt hohen Wertzuwächse von Immobilien. Im Verlauf des Jahres haben die Bestandsimmobilien der ADLER Real Estate AG 5,4 Prozent an Wert gewonnen.

Anhaltender Zuwachs des Net Asset Value (NAV)

Die Bilanzsumme, die Eigenkapitalquote und der Net Asset Value (NAV), den ADLER als zentrale Steuerungsgröße im Konzern ansieht und gemäß den Berechnungsvorgaben der European Public Real Estate Association (EPRA) berechnet, haben alle vom kräftigen Ergebnisanstieg profitiert. Die Bilanzsumme nahm im Verlauf des Jahres um 9,0 Prozent auf EUR 3.354,1 Millionen zu, die Eigenkapitalquote stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 26,7 Prozent. Und der NAV erreichte am Ende des Berichtszeitraums EUR 1.011,2 Millionen. Er liegt damit nicht nur um 15,0 Prozent höher als zum Jahresende 2015, sondern auch schon höher als zum Jahresende 2016 prognostiziert. Je Aktie belief sich der NAV auf EUR 17,35.

Loan-to-Value (LTV) und durchschnittliche Fremdkapitalzinsen deutlich verringert

Die Bewertungsgewinne hatten zudem positive Auswirkungen auf den Loan-to-Value, also das Verhältnis der um die Zahlungsmittel bereinigten Finanzverbindlichkeiten (exklusive Wandelschuldverschreibungen) zu den gesamten, ebenfalls um die Zahlungsmittel bereinigten Vermögenswerten. Ende September 2016 erreichte der LTV 61,9 Prozent, hat sich damit im Jahresverlauf um 6,1 Prozentpunkte verbessert und liegt bereits jetzt deutlich besser als ursprünglich für das Jahresende prognostiziert (65 Prozent).

Durch unterschiedliche Finanzierungsmaßnahmen, darunter die Ablösung von EUR 60 Millionen hochverzinslicher Verbindlichkeiten, hat ADLER die durchschnittlichen Fremdkapitalzinsen (weighted average cost of debt, WACD) von 3,99 Prozent auf 3,8 Prozent verringern können. Im Jahresverlauf entspricht das einer Verbesserung um 0,2 Prozentpunkte. Zum Jahresende werden 3,75 Prozent erwartet.

„Die Resultate der ersten neun Monate“, so Krienen, „zeigen deutlich, dass wir uns an interne Vorgaben gebunden fühlen und eigene Ziele nicht nur einhalten, sondern sogar übertreffen können.



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