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07.09.2016 GWW will Wohnungsbestand bis 2030 um ein Drittel ausweiten

Visualisierung: 2. Bauabschnitt im Stadtteilquartier Dantestraße. Bildquelle: Kramm+Strigl Architekten
Die Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH (GWW) hat 2015 ihr Jahresergebnis durch Sondereffekte im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können. Der durch den Verkauf von ausgewählten Bestandsobjekten und den erzielten Erlösen aus dem Bauträgergeschäft gespeiste Jahresüberschuss von 10 Mio. Euro bildet die notwendige Grundlage für die aktuell anstehenden Investitionen in den Wohnungsneubau. Die Schwestergesellschaft GeWeGe erzielte in dem abgeschlossenen Geschäftsjahr ebenfalls einen Überschuss, der allerdings mit rund 530.000,- Euro deutlich kleiner ausfiel. Dem Unternehmen gelang es damit seinen Konsolidierungskurs weiter zu festigen. Um dem wachsenden Bedarf an Wohnraum in Wiesbaden in Zukunft stärker Rechnung tragen zu können, haben sich der Aufsichtsrat der GWW und die Geschäftsführung auf eine deutliche Intensivierung der Neubauaktivitäten verständigt. Danach können bis 2030 im Stadtgebiet rund 2.800 zusätzliche Wohnungen durch die GWW errichtet werden. Das Investitionsvolumen für das erweiterte Wohnungsneubauprogramm der kommunalen Gesellschaft würde sich damit auf über 1 Mrd. Euro belaufen. Parallel dazu wollen GWW und GeWeGe auch ihre Investitionen in die energetische Optimierung des Wohnungsbestands weiter fortsetzen. Die Sanierungsquote liegt derzeit bei durchschnittlich 3 Prozent im Jahr und damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

„Wir haben 2013 versprochen, bis 2021 an die 1.200 neue Wohnungen zu bauen und können bereits heute verkünden, dass wir dieses Ziel locker erreichen werden. Allein im vergangenen Jahr hat die GWW über 350 neue Wohnungen bezugsfertig gestellt. Aktuell befinden sich Neubauprojekte mit insgesamt 400 weiteren Wohnungen in der konkreten Vorbereitung bzw. schon in der Umsetzung“, gibt der Aufsichtsratsvorsitzende Bürgermeister Arno Goßmann am 7. September 2016 im Rahmen des jährlichen Jahrespressegesprächs bekannt. Gleichwohl sei man sich bewusst, dass dies noch nicht ausreiche. „Wenn wir den sozialen Frieden in der Stadt erhalten wollen, brauchen wir verstärkt Wohnraum im preisgünstigen Segment - und zwar verteilt über das gesamte Stadtgebiet“, so Bürgermeister Arno Goßmann. Das anstehende Engagement der GWW im Linde-Quartier sei deshalb schon mal ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. Der Aufsichtsrat der GWW hat sich mit der Geschäftsführung darüber hinaus darauf verständigt, dass die städtische Gesellschaft ihre Aktivitäten im Wohnungsneubau deutlich intensivieren soll. „Wir haben daraufhin konkrete Entwicklungsperspektiven ausgearbeitet, die sich zum einen noch in unserem eigenen Bestand ergeben. Zum anderen haben wir Potentiale identifiziert, die sich durch einen gezielten Ankauf von Flächen heben lassen. Danach ist es absolut realistisch, dass wir den Wohnungsbestand der GWW bis 2030 durch Neubaumaßnahmen um 30 Prozent aufstocken“, erläutert GWW-Geschäftsführer Hermann Kremer. GWW und GeWeGe würden damit in der Stadt einen Wohnungsbestand von rund 16.000 Einheiten verantworten. „Die Umsetzung dieses ausgeweiteten Neubauprogramms entspricht einer Gesamtinvestition von mehr als 1 Mrd. Euro“, ergänzt Hermann Kremer. Die Eigenkapitalmittel für die Realisierung der Wachstumsstrategie sollen weiterhin durch Bauträgergeschäfte, aber auch durch den Verkauf ausgewählter Bestandsobjekte generiert werden.

GWW behauptet sich als attraktiver Arbeitgeber

„Damit wir den skizzierten Wachstumspfad auch sicher beschreiten können, ist es wichtig, eine nachhaltige Personalentwicklungsstrategie zu verfolgen. Dazu setzen wir zum einen auf das Ausbilden junger Nachwuchskräfte. Zum anderen bieten wir jedem Mitarbeiter beruflich wie fachlich vielfältige Möglichkeiten, sich stetig weiter zu qualifizieren“, fügt GWW-Geschäftsführer Stefan Storz an. Auch setze man auf flexible Arbeitszeitmodelle, damit sich Familie und Beruf bestmöglich miteinander vereinbaren ließen. „Keiner soll vor der Frage stehen müssen: Kind oder Karriere?“, so GWW-Geschäftsführer Storz. Im Wettbewerb um engagierte Fachkräfte sei es notwendig, ein ganzes Bündel an Maßnahmen zu schnüren, damit man als attraktiver Arbeitgeber das rennen für sich entscheiden könne.

Sanierungsquote pendelt sich auf Rekordniveau ein

Parallel zu den Investitionen in den Wohnungsneubau gibt die GWW auch im Bereich Bestandssanierung einen hohen Takt vor: „Wir haben uns mittlerweile auf einer Quote von knapp 3 Prozent im Jahr eingependelt und liegen damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von knapp einem Prozent“, führt GWW-Geschäftsführer Stefan Storz aus. 2015 wurden dafür 15,6 Mio. € investiert.




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