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30.06.2016 HSH baut Altkredite in Milliardenhöhe ab – Währungssensitivität sinkt

Die HSH Nordbank hat planmäßig zum 30. Juni 2016 ein Portfolio notleidender Altkredite aus der Schiffsfinanzierung im Volumen von fünf Milliarden Euro (Stichtag 31.12.2015) an die hsh portfoliomanagement AöR der Mehrheitseigentümer Hamburg und Schleswig-Holstein übertragen. Im Gegenzug erhält die HSH Nordbank den von der EU festgesetzten Übertragungspreis von 2,4 Milliarden Euro und rechnet daraus entstehende Verluste in Höhe von 2,6 Milliarden Euro gegen die Garantie ab.

„Zum 30. Juni wird die Bank spürbar entlastet. Wir verbessern unser Risikoprofil und die Bilanzstruktur deutlich, stärken die Kapitalkennziffern und sind damit wieder einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zum anstehenden Eigentümerwechsel. Wir trennen uns jetzt von etwa 50 Prozent unserer Non Perfoming Loans im Shipping. Damit verringern wir auch unsere Währungssensitivität zum richtigen Zeitpunkt, da sich auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die jüngsten politischen Entwicklungen in der Europäischen Union eintrüben könnten. Alleine auf Basis der EU-Vereinbarung planen wir bis Ende des nächsten Jahres das Volumen unserer Problemkredite von gut 16 Milliarden Euro per Ende des ersten Quartals 2016 auf rund acht Milliarden Euro zu halbieren“, sagte Stefan Ermisch, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank AG.

Damit reduziert die HSH Nordbank dem jüngst abgeschlossenen EU-Beihilfeverfahren entsprechend ihre Altlasten erheblich und ist mit dem Abbau dieses reinen Schiffskreditportfolios (256 Schiffe) zudem weniger abhängig vom US-Dollar.

Bis Mitte 2017 plant die HSH Nordbank der EU-Entscheidung entsprechend, weitere notleidende Kredite aus den Jahren vor 2009, diesmal aus den Bereichen Schifffahrt, Immobilien und Flugzeugfinanzierung sowie Erneuerbare Energien im Volumen von 3,2 Milliarden Euro unter der Absicherung der Garantie an den Markt zu veräußern. Diese Transaktionen geschehen zusätzlich zum kontinuierlich laufenden Abbau der Altlasten.




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