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24.06.2016 Brexit: Europäische Kapitalmarktunion muss vorangetrieben werden

Mit großem Bedauern hat der ZIA das Votum Großbritanniens für einen Ausstieg aus der Europäischen Union zur Kenntnis genommen. „Der Austritt Großbritanniens stellt den deutschen Immobilienmarkt vor eine große Herausforderung. Die Folgen lassen sich heute noch nicht richtig kalkulieren. Die Immobilienwirtschaft ist als kapitalintensive Branche ganz besonders auf ein stabiles Investitionsklima angewiesen“, sagt Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. Die deutsche Wirtschaft müsse sich nun schnell auf die neue Situation einstellen können. Dafür benötigt sie die Unterstützung der Politik. „Das Ziel muss sein, die Rahmendaten der neuen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und der Europäischen Union zu formulieren. Unsere Branche, aber auch alle anderen Wirtschaftszweige in Deutschland, müssen Klarheit haben. Die aktuelle Lähmung muss zügig gelöst werden“, meint Mattner.
Ausweichbewegungen von internationalen Immobilieninvestoren in deutsche Märkte möglich.

„Der Immobilienmarkt der EU verliert durch den Austritt einen ganz wesentlichen Bestandteil. Internationale Investoren könnten sich nun verstärkt auch in den deutschen Standorten nach neuen Möglichkeiten umsehen. Die stabilen Fundamentaldaten der Bundesrepublik haben bereits in den vergangenen Jahren zu einem wachsenden Interesse geführt“, erklärt Mattner. Dafür müssten jedoch die Bedingungen verbessert werden. „Eine europäische Kapitalmarktunion, wie sie die Europäische Kommission in ihrem Aktionsplan vom Herbst 2015 formuliert hat, ist aktuell so dringlich wie selten zuvor“, sagt Mattner. „Die Finanzierungsmöglichkeiten der Realwirtschaft können dadurch erheblich verbessert werden. Zudem könnten die Finanzmärkte der EU durch die Erschließung einer breiten Palette an zusätzlichen Finanzierungsquellen motiviert werden. Nach den Schwächungen des Brexits und den erhöhten finanzmarktregulatorischen Anforderungen ist das auch zwingend notwendig“, meint Mattner. Dafür fordert der ZIA eine praxisnahe Umsetzung. „Eine Kapitalmarktunion kann aber nur funktionieren, wenn sie auch auf einem stabilen regulatorischen Umfeld beruht und nicht durch ungerechtfertigte Eingriffe konterkariert wird“, ergänzt Mattner.

Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) gehört zu den bedeutendsten Interessenverbänden der Branche. Er versteht sich als Stimme der Immobilienwirtschaft und spricht mit seinen Mitgliedern, unter diesen mehr als 20 Verbände, für 37.000 Unternehmen der Branche. Der ZIA will der Immobilienwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt eine umfassende und einheitliche Interessenvertretung geben, die ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft entspricht. Als Unternehmer- und Verbändeverband verleiht er der gesamten Immobilienwirtschaft eine Stimme auf nationaler und europäischer Ebene – und im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Präsident des Verbandes ist Dr. Andreas Mattner.



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