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20.06.2016 BREXIT bringt keine großen Gefahren für deutschen Immobilienmarkt

Nach Ansicht der Berliner Kanzlei Bottermann Khorrami LLP (BK Law) ist ein Brexit für die deutsche Immobilienwirtschaft kein Schreckensszenario. Dr. Esfandiar Khorrami kommentiert: „Wir hoffen, dass sich die Briten für einen Verbleib in der EU aussprechen. Sollte die Mehrheit jedoch für einen Austritt stimmen, dürfte das für den deutschen Immobilienmarkt keine allzu großen negativen Konsequenzen haben. Die britischen Investoren, die in der Vergangenheit deutsche Immobilien erwarben, werden dies meiner Meinung nach auch künftig in vergleichbarem Umfang tun. Das Fremdwährungsthema bleibt schließlich unverändert und war auch bislang kein Hindernis für Investoren von jenseits des Ärmelkanals.“

Mehr Nachteile dürften sich für d
en britischen Immobilienmarkt ergeben – insbesondere für London. „Dieser Markt ist stark von der Finanz- und Investmentbranche geprägt. Ein Teil des Erfolgs des Finanzplatzes London ist auch darauf zurückzuführen, dass er eben doch auch Teil der EU ist. Für viele Akteure der Investmentbranche – insbesondere Fondsanbieter – war dies sehr wichtig, da sie Finanzprodukte von London aus EU-weit vertreiben konnten“, so Khorrami weiter. Wenn dies künftig nicht mehr möglich ist, könnte es sehr wohl zu einer Ausweichbewegung kommen. Im Falle eines Brexit dürfte damit ein bestimmtes Quantum an Nachfrage auf dem Londoner Immobilienmarkt wegfallen.
Teile der Investmentbranche werden dann wohl auf die EU-Finanzplätze Dublin, Paris, Luxemburg oder Frankfurt am Main abwandern. Dr. Khorrami weiter: „Meiner Einschätzung nach dürfte Dublin dabei klar die Nase vorne haben. Zwischen Dublin und London gibt es keine Sprachbarriere und die Rechtssysteme sind sehr ähnlich, zudem ist Irland auch aus steuerlicher Sicht attraktiv. Marktgerüchten zu Folge haben Londoner Unternehmen bereits in den Wochen vor dem Referendum in Dublin Flächen angemietet, um für den Fall eines Brexit vorbereitet zu sein.“

Bis zu einem gewissen Grad könnte auch Deutschland und vor allem der Finanzplatz Frankfurt davon profitieren. „Allerdings stellt die häufig unterschätze Sprachbarriere und das teilweise hohe Regulierungsniveau hierzulande eine gewisse Hürde dar“, so Khorrami.





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