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17.06.2016 Landmarken: Gesamtkonzept für Hauptbahnhof-Ostseite in Münster

Die Ostseite des Hauptbahnhofs Münster erhält ein neues Gesicht. Den Entwurf für den Neubau und die Neugestaltung des Vorplatzes hat die Landmarken AG erstmals öffentlich vorgestellt. In den vergangenen Monaten war das flexible Konzept für das 7.800 qm große Grundstück in Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung, Deutscher Bahn AG (als Miteigentümer des Grundstücks auf der Ostseite) und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) NRW durch die Landmarken AG weiterentwickelt worden, nachdem sich der Projektentwickler aus Aachen gemeinsam mit dem Aachener Architekturbüro kadawittfeld in einem Investorenauswahlverfahren Ende 2015 durchgesetzt hatte.

Das neue Bahnhofsentree auf der Ostseite zeichnet sich durch Funktionalität und architektonischen Anspruch aus und bildet damit eine Klammer mit dem Neubau des Empfangsgebäudes der Deutschen Bahn auf der Westseite. „Die Ostseite soll künftig die ‚zweite Vorderseite‘ des neuen Hauptbahnhofes sein und einen wichtigen Entwicklungsimpuls für das Hansaviertel und den Bremer Platz setzen. Mit unserem Neubau und dem neugestalteten Vorplatz erhält auch sie einen repräsentativen Charakter“, so Jens Kreiterling, Vorstand der Landmarken AG. Es profitieren nicht nur die Bahnreisenden: Die Verbindung zwischen Hansaviertel und Stadtzentrum wird noch attraktiver und sicherer.

Das Konzept für den Neubau, der auf ca. 32.500 qm Bruttogeschossfläche rund 28.000 qm Mietflächen bietet, zielt auf die harmonische Einbindung in die vorhandenen Strukturen ab. Das Erdgeschoss übernimmt alle zentralen Funktionen: Es bietet neben einem attraktiven Einzelhandelsangebot u.a. die Zugänge zu den Bahnsteigen, zur Fahrradstation, zu den Haltestellen für Fernreisebusse und PKWs sowie einen Wertstoffhof der Bahn und Platz für Technikflächen.

Im variablen Nutzungskonzept der Obergeschosse sind drei Hauptfunktionen möglich: Hotel, Büroflächen und/oder Wohnungen. In Gespräche mit möglichen Interessenten wird die Landmarken AG nun einsteigen. Die Proportionen der aufstehenden Gebäudekörper leiten sich von den elliptisch angelegten, umliegenden Wohnblockstrukturen, d.h. der Blockrandbebauung des Hansaviertels, ab. Zur Bahnseite sind die Zwischenräume der Baukörper mit transparenten Schallschutzelementen versehen, von denen u.a. das gesamte Hansaviertel profitiert.

Eine großzügige Dachfläche verdeutlicht die systematische Trennung von Erdgeschoss- und Obergeschossnutzungen. Dieses Grundprinzip vermittelt die städtebauliche Grundhaltung des Neubaus, indem mit einem leichtem Schwung auf den Park und die umliegende, im Bogen verlaufende Bebauung reagiert wird: Der Stadtraum wird so schlüssig vervollständigt. Gleichzeitig werden durch das Dach die drei Gebäudeteile miteinander verbunden.

Im Erdgeschoss des Neubaus ist eine Fahrradstation mit rund 2.100 öffentlichen Stellplätzen an prominenter Stelle im nördlichen Teil vorgesehen. Sie bietet Radfahrern einen qualitätsvollen, direkten und verkehrssicheren Anschluss an die Fahrradstraße Schillerstraße und die Radwege der Bremer Straße. Die Fahrradstation erstreckt sich über rund 2.000 qm auf mehreren Ebenen in Erdgeschoss und Untergeschoss. Die Verglasung der Erdgeschossbereiche ermöglicht einen Einblick in das Geschehen der Radstation und bringt gleichzeitig Tageslicht in die Station.





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