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10.06.2016 Kreisbau entwickelt Typenhaus für Unterbringung von Flüchtlingen

Das Kreisbau-Modell als Trendsetter: Mit dem Bau von Flüchtlingsunterkünften im Landkreis Heidenheim ist das Wohnungsbauunternehmen mit Sitz in Giengen auch beispielgebend für die Wohnungswirtschaft. Aus ganz Baden-Württemberg bekommt Geschäftsführer Wilfried Haut mittlerweile Anfragen von Kollegen, die wissen möchten, wie Haut den Kommunen hilft, die wachsende Zahl an Flüchtlingen unterzubringen und gleichzeitig nachhaltigen Wohnraum für morgen zu schaffen. Der Schlüssel zum Erfolg ist ein spezielles Typenhaus im Baukastensystem, das die Kreisbau gemeinsam mit dem Planungsbüro Weiß & Aksjuk (Memmingen) und dem Wandsystemhersteller Gisoton (Aichstetten) entwickelt hat.

Das Kreisbau-Typenhaus kann mit 10, 14 oder 17 Wohnungen erstellt werden und passt sich somit an die Voraussetzungen vor Ort an, ohne auf zweckmäßige Grundrisse verzichten zu müssen. Dank der verdichteten Bauweise, der optimalen Raumausnutzung und der bewusst einfach gehaltenen Ausstattung der Unterkünfte gelingt es der Kreisbau und ihren Partnern, dass die Kosten pro Wohneinheit im Schnitt die Marke von 120.000 Euro nicht überschreiten. „Das ist ein unschlagbar günstiger Preis. Gegenüber dem herkömmlichen Geschoßwohnungsbau sparen wir pro Wohneinheit zwischen 80.000 und 100.000 Euro ein. Das ist aber auch notwendig, denn nur so lassen sich diese Bauten auch wirtschaftlich realisieren“, erklärt Kreisbau-Geschäftsführer Wilfried Haut.

Der Clou: Dank der Bauweise mit dem wärmedämmenden Gisoton-Wandsystem, das aus 30-Zentimeter-Stein und 3-Zentimeter-Dickputzschicht besteht, erfüllt das Kreisbau-Typenhaus trotz aller Einfachheit die Vorgaben der KfW-Effizienzhäuser vom Typ 55, die von der Kreditanstalt für Wiederaufbau mit besonders zinsgünstigen Darlehen gefördert werden.

Nicht nur bautechnologisch, sondern auch strategisch hat die Kreisbau die Zeichen der Zeit erkannt und vor allem schnell reagiert. Dank des Engagements der Kreisbau ist es den Städten und Gemeinden im Landkreis Heidenheim gelungen, sich fast 2,8 Millionen Euro an Zuschüssen aus dem Landesförderprogramm „Wohnraum für Flüchtlinge“ zu sichern, so dass ein Viertel des gesamten Bauvolumens in Höhe von 11,8 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg bezuschusst wird.

Mit diesem Budget errichtet die Kreisbau im Auftrag der Kommunen bis zum Jahr 2017 insgesamt 90 neue Wohneinheiten: 20 in Gerstetten, 17 in Giengen, 13 in Königsbronn und jeweils zehn in Herbrechtingen, Hermaringen, Dischingen und Sontheim.

„Für den Wohnungsbau im Landkreis Heidenheim ist das eine enorme Chance, die es so schnell nicht mehr geben wird. Denn mit den Neubauten schaffen wir auch den sozialen Wohnraum von morgen. Nach Ende der Bindungsfrist von zehn Jahren können wir die Baumaßnahmen durch den Einbau von Aufzügen und Balkonen weiter aufwerten“, erklärt Wilfried Haut. Bei den aktuellen Projekten zahle sich die vorausschauende Portfoliopolitik der Kreisbau aus, die baureife Bestandsgrundstücke rasch nachverdichten kann, damit Ressourcen schont und außerdem einen enormen Vorsprung hat: „Während andere Gesellschaften im Land noch grübeln, wo sie eventuell eine Unterkunft bauen könnten, haben wir schon bei drei Objekten den Rohbau hingestellt“, so Haut.

Die optimale Ausnutzung der Ressourcen steht beim Kreisbau-Modell im Vordergrund und wird mit dem Typenhauskonzept konsequent umgesetzt. In der Barbarossastraße 18 in Giengen stand früher ein Acht-Familien-Haus, in der neuen Unterkunft entstehen 17 Wohneinheiten. In Dischingen realisiert die Kreisbau zehn Wohneinheiten auf einer Fläche von 750 m². „Auf so ein Grundstück stellen andere ein Einfamilienhaus hin“, macht Haut den Unterschied deutlich.

Für Wilfried Haut und Prokurist Hans-Jürgen Kling sind die Neubauprojekte ein strategisch wichtiger Schritt für die Zukunft des Unternehmens. „Mit den Zuschüssen des Landes, mit weiterem Eigenkapital der Kreisbau und den zinsgünstigen Darlehen der KfW können wir so preiswert wie selten neuen Wohnraum für morgen schaffen“, erklärt Kling.

Für die Kreisbau Heidenheim schließt sich mit den aktuellen Projekten ein Kreislauf, so Wilfried Haut. Immerhin sei die Wohnungsbaugenossenschaft einst gegründet worden, um für Flüchtlinge Wohnraum zu schaffen. Schon im Jahr 1935 wurden in Burgberg Siedlungshäuser für Vertriebene gebaut und schon damals verstand sich die Genossenschaft als Institution, die Hilfe zur Selbsthilfe beim Bau von „Heimstätten und Siedlerstellen“ zu leisten – und daran habe sich bei der Kreisbau GmbH als juristischer Nachfolgerin der Genossenschaft nichts geändert. „Wir konzentrieren uns derzeit besonders auf unsere Kernkompetenzen und haben dabei immer auch unsere auf Nachhaltigkeit ausgelegte Unternehmensphilosophie im Auge“, sagt Haut.




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