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10.06.2016 Neue Prozesse verändern Logistikflächen weltweit

Weltweit sind die Spitzenmieten für Logistikzentren im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg resultiert in erster Linie aus innovativen Vertriebsmöglichkeiten, die dem wachsenden Handel und speziell dem Onlinehandel gerecht werden sollen. Dies ist ein Ergebnis des Reports "Global Prime Logistics Rents" des Immobilienberatungsunternehmens CBRE. In dem Report wurden die Spitzenmieten von 68 Logistikzentren weltweit untersucht. Dabei wurden die jeweils höchsten erzielbaren Mieten für Logistikflächen mit der besten Qualität und der höchsten Spezialisierung betrachtet.

Hongkong teuerster Logistikmarkt der Welt

Hongkong führt mit Spitzenmieten für Logistikflächen von 25,96 US-Dollar pro Quadratmeter und Monat das Ranking der teuersten Märkte weltweit an. Der zweitteuerste Markt ist Tokio (15,02 US-Dollar), dicht gefolgt von London (14,67 US-Dollar).

Die teuersten Logistikflächen Deutschlands sind München (Platz 11) mit 7,36 US-Dollar pro Quadratmeter und Monat, Frankfurt (Platz 19) mit 6,76 US-Dollar, Hamburg (Platz 24) mit 6,22 US-Dollar, Düsseldorf/Köln (Platz 29) mit 5,88 US-Dollar und Berlin (Platz 38) mit 5,23 US-Dollar.

Acht der zehn wachstumsstärksten Mietmärkte in Amerika

Acht der zehn Märkte mit den am stärksten wachsenden Spitzenmieten befinden sich in der Region Amerika. Insgesamt sind hier die Spitzenmieten der Logistikflächen um 5,6 Prozent angestiegen. In der Region Asien-Pazifik ist ein Anstieg von 2,5 Prozent zu beobachten. Einen moderaten Anstieg der Spitzenmieten um 0,8 Prozent weist die Region EMEA auf. Hier haben einige Logistikzentren keinen Anstieg in den Spitzenmieten im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Hingegen konnten UK Midlands (plus 13 Prozent), London (plus 6,2 Prozent) sowie Berlin (plus 4,3 Prozent) das stärkste Wachstum verzeichnen. "Die steigenden Spitzenmieten sind in der Region EMEA hauptsächlich auf die sich verschärfende Flächenknappheit zurückzuführen. Vor allem in Logistikzentren in Großbritannien, Deutschland und Spanien führen Flächenbegrenzungen zu signifikant steigenden Mieten. Auch der Onlinehandel, welcher in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt, trägt zu dieser Entwicklung der Spitzenmieten bei", kommentiert Jan Linsin, Head of Research bei CBRE. Moskau hat als einziger Markt der Region EMEA einen signifikanten Rückgang der Spitzenmieten um 45,8 Prozent erlitten. "Die deutlich gesunkenen Spitzenmieten in Moskau sind eine Folge des niedrigen Ölpreises. Dieser hat zu rezessiven Marktbedingungen geführt", so Linsin weiter.

Spitzenmieten trotzen wirtschaftlichem Gegenwind

In 85 Prozent der betrachteten Märkte sind Spitzenmieten von Logistikflächen gleich oder höher als Ende 2014. Dieser Trend lässt sich auch in China erkennen: Obwohl die wirtschaftliche Entwicklung abgeschwächt ist, sind die Spitzenmieten angestiegen. "Obwohl die Weltwirtschaft derzeit einigen Herausforderungen wie Wechselkursvolatilität und Verlangsamung des Wachstums der Schwellenländer gegenübersteht, ist bei den Logistikmärkten weiterhin eine dynamische Entwicklung der Mieten zu beobachten", so Linsin. "Der Hauptgrund für die signifikant steigenden Spitzenmieten ist die Knappheit an verfügbaren Flächen, die sich für industrielle Entwicklungen eignen."

Ein weiterer Trend zeichnet sich durch die zunehmende Nachfrage nach erstklassigen Logistikflächen ab. "Weltweit ist die Konsumnachfrage groß, wobei der Onlinehandel einen stetig wachsenden Anteil des Einzelhandelsvertriebs ausmacht. Dies zwingt klassische Einzelhändler, Onlinehändler und Drittanbieter, ihre Supply-Chains zu modernisieren. Hierfür werden vor allem moderne Logistikhallen in erstklassigen Standorten nachgefragt, um die schnelle Warenzulieferung an den Endkunden zu garantieren", sagt Rainer Koepke, Head of Industrial & Logistics bei CBRE.




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