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10.09.2015 Renditen bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien sinken auch abseits der Metropolen

Investoren auf dem deutschen Immobilienmarkt müssen sich auch abseits der Metropolen mit immer geringeren Renditeaussichten begnügen. Wie der zum zweiten Mal erhobene Real Estate Investor Survey Germany der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt, betragen die durchschnittlichen Mietrenditen bei Einzelhandelsobjekten in Essen, Karlsruhe, Hannover, Mainz/Wiesbaden oder Nürnberg inzwischen weniger als sieben Prozent. Damit lagen die Werte Ende des zweiten Quartals zum Teil fast einen Prozentpunkt unter jenen von der zweiten Jahreshälfte 2014. Bei Büroimmobilien verlief der Trend mit durchschnittlich um sieben Prozent Rendite fast identisch. In den Bestlagen wurde im gleichen Zeitraum ein Rückgang der Mietrendite von circa 30 Basispunkten bei Büro- und circa 20 Basispunkten bei Einzelhandelsimmobilien beobachtet. „Der Druck auf die Renditen im deutschen Immobiliensektor hält unvermindert an. Dabei fällt auf, dass einige konservative Investoren inzwischen Interesse für die mittelgroßen Städte zeigen – was Einfluss auf die Renditen dort lässt“, sagt Thomas Veith, Partner im Real Estate Transaction Services Team von PwC.

Hohe Nachfrage und niedrige Kapitalkosten als Ursache

PwC hat für den Investor Survey mehrere Investoren mit unterschiedlichen Investitionsprofilen und einem kumulierten Marktanteil von fünf bis sieben Prozent befragt. Das Ziel der Umfrage ist es, mehr Transparenz auf dem für Anleger vergleichsweise undurchsichtigen deutschen Immobilienmarkt zu schaffen. „Unsere Befragung zeigt auch, dass der Wettbewerb noch härter geworden ist, auch weil immer mehr ausländische Investoren mit niedrigeren Kapitalkosten ins Geschäft drängen. Dabei ist es vor allem die wachsende Nachfrage, die für steigende Preise sorgt. Einen Mangel an zum Verkauf stehenden Objekten sieht der Großteil der Umfrageteilnehmer hingegen nicht“, sagt Thomas Veith.

B-Städte mit guter Infrastruktur bieten relativ gute Renditechancen

Am geringsten sind die Renditechancen auch weiterhin in großen Städten wie München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin. In der Isar-Metropole zum Beispiel waren für Investoren zuletzt in den Bestlagen nur noch 3,78 Prozent bei Büros und 3,63 Prozent bei Einzelhandelsimmobilien drin. Eine Aussicht auf zweistellige Renditen haben nur noch Investoren, die explizit auf Randlagen setzen – und bereit sind, die damit verbundenen Risiken in Kauf zu nehmen.

„All Risk Yields“-Ansatz berücksichtig auch die Erwartungen

Der PwC Real Estate Investor Survey Germany basiert auf dem „All-Risk-Yields“-Ansatz, der die Renditen unter Berücksichtigung aller Risiken erfasst – und die Erwartungen der Investoren bezüglich der künftigen Vermietung einbezieht.




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