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28.07.2016 BIM schließt neue Klimaschutzvereinbarung ab und zieht Bilanz

Copyright Foto: Felix Oberhage
Berlins Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, und Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), unterzeichneten heute im Konzerthaus Berlin feierlich eine neue Klimaschutzvereinbarung (KSV). Darin verpflichtet sich die BIM zu einer deutlichen Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 30.000 Tonnen bis Ende des Jahres 2025. „Die Höhe der Einsparungen orientiert sich an unseren klimapolitischen Zielen“, sagte Staatssekretär Gaebler. „Die landeseigene BIM ist mit ihrem großen Bestand an öffentlichen Gebäuden ein wichtiger Partner bei der Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 durch Reduzierung des Energie- und Wärmeverbrauchs.“

Die neue, ab 2016 gültige KSV zwischen der BIM und dem Land Berlin löst die erste KSV aus dem Jahr 2009 ab. Wesentliches Ziel der ersten KSV war die Senkung der CO2-Emissionen im damals von der BIM bewirtschafteten Gebäudebestand um insgesamt 21 Prozent im Zeitraum von 2009 bis 2015. Das entspricht rund 23.000 Tonnen CO2. „Wir sind stolz, dass wir unser ambitioniertes Ziel erreicht und damit einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrales Berlin getan haben. Mehr als 500 größere und kleinere Maßnahmen haben wir dazu umgesetzt“, so Sven Lemiss.

Für die Zielerreichung der neuen KSV sieht die BIM insbesondere im Wärmeverbrauch noch zusätzliche Einsparpotenziale, die unter anderem durch die Nutzung von intelligenten Regelungssystemen erschlossen werden können. Zudem sollen weitere Blockheizkraftwerke (BHKW) zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme zum Einsatz kommen. Aber auch durch den Einsatz innovativer LED-Technik gibt es Ansatzpunkte für einen deutlich reduzierten Stromverbrauch. Durch die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 sollen weitere Einsparmöglichkeiten erkannt und noch systematischer umgesetzt werden.


Die Maßnahmen der ersten KSV umfassten unter anderem den Einsatz von regenerativen Energien und Contracting-Vorhaben. So wurden 47 Photovoltaikanlagen auf den Dächern landeseigener Immobilien errichtet, die zusammen Strom für rund 1.000 Drei-Personen-Haushalte erzeugen. Damit können 2.200 Tonnen CO2 eingespart werden. Zusätzlich hat die BIM sieben Solarthermieanlagen zur Unterstützung der Heizungsanlagen beziehungsweise der Warmwasserbereitung errichtet. In sieben Liegenschaften der Polizei und Feuerwehr wurden BHKW in Heizungssysteme eingebunden. Durch diese gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme wurden ca. 1.600 Tonnen CO2 eingespart. Hinzu kommen noch 13 BHKW im Zusammenhang mit Wärmeliefer-Contracting-Verträgen oder Energiesparpartnerschaften. Zudem wurden diverse kleinere und größere Sanierungs- und Effizienzmaßnahmen umgesetzt, die zur Erreichung des gesteckten Zieles beitrugen.

Das Portfolio der BIM hat sich in den letzten Jahren sukzessive vergrößert, sodass die neue KSV dem übergeordneten Ziel der Umweltverträglichkeit und Energieein-sparung für das erweiterte Portfolio (Stand 2014) Rechnung trägt. Dazu gehören inzwischen auch Justizvollzugsanstalten sowie weitere berufsbildende Schulen und Kultureinrichtungen.

Die Wahl des Veranstaltungsorts wurde auch nicht dem Zufall überlassen und hat einen ganz besonderen Hintergrund: Die BIM hat im vergangenen Jahr die Beleuchtung im Konzerthaus auf LED umgerüstet. Die Baukosten wurden zur Hälfte durch Fördergelder aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP II) subventioniert. Die Energieeinsparung bei der Beleuchtung des Konzerthauses liegt nun bei ganzen 80 Prozent, wobei jährlich 221 Tonnen weniger CO2 ausgestoßen werden. Bei einer jährlichen Betriebskosteneinsparung von etwa 70.000 € amortisiert sich die Investition von rund 480.000 € bereits innerhalb von rund sieben Jahren.
Die BIM wurde 2015 mit dem Liegenschaftsfonds Berlin zusammengelegt und bewirtschaftet, verkauft und verwertet im Auftrag des Landes Berlin rund 4.500 landeseigene Immobilien in der ganzen Stadt.




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