23.01.2026 Statements von Marktakteuren zum Immobilieninvestmentmarkt
Henning Koch, Vorstandsvorsitzender und CEO bei Commerz Real: „Privates Geld von Family Offices und sehr vermögenden Personen wird auch 2026 den geringen Wettbewerb um hochwertige Immobilien nutzen, um sich diese langfristig zu sichern. Besonders aktiv sind gerade Unternehmer und Geschäftsleute, die bereit sind, mit ihrem Vermögen ein gewisses Risiko einzugehen. In den Entscheidungsgremien von institutionellen Investoren ist die Risikoeinstellung naturgemäß deutlich konservativer.“
„2026 ist für viele Investoren ein gutes Einstiegsjahr, da die preislichen Hürden sehr gering sind. Es besteht jedoch weiterhin ein gewisses Volatilitätsrisiko, sei es durch die ökonomische Lage in Deutschland oder geopolitische Verwerfungen auf globaler Ebene.“
„Offene Immobilienfonds bringen langfristig Stabilität ins Portfolio und bleiben in dieser Funktion für Privatanleger alternativlos. Allerdings sollten Anleger genau hinschauen: Entscheidend sind die Qualität der Immobilien, eine breite Risikostreuung und ein aktives, vorausschauendes Management.“
Dr. Christine Bernhofer, Vorsitzende des Vorstands der Real I.S. AG: „Bei den Büromietern sind weiterhin Unsicherheiten spürbar, größtenteils getrieben von der makroökonomischen und geopolitischen Gesamtlage. Besonders betroffen sind Immobilien, die nicht in Core-Lagen sind und keine zeitgemäße Qualität haben. Disruptive Entwicklungen wie die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Büromarkt sind dabei oft noch nicht einkalkuliert. Bei konjunkturell unabhängigeren Nutzungsarten wie Wohnen und Logistik sehen wir hingegen deutlich positivere Entwicklungen. Auch das Thema Defence wird voraussichtlich in diesem Jahr eine größere Rolle für die Logistikimmobilienbranche spielen als 2025 und den Markt in diesem Segment ankurbeln.“
„Die Portfolios institutioneller Investoren sind wieder klassischer strukturiert. Der durch die Sonderkonjunktur – Stichwort Zinspolitik – bedingte Immobilienboom aus den Jahren bis 2022 wird sich nicht wiederholen. Aber die Anleger werden wieder aktiver als zuletzt. Pensionskassen, Versicherungen und Versorgungswerke zeigen in unseren Gesprächen wieder spürbar mehr Interesse. Das war in den letzten Jahren kaum der Fall.“
„Die Zukunft wird nicht die Wiederholung der Vergangenheit sein, vor allem, wenn die Zinslage wie erwartet stabil bleibt. Alle Branchenteilnehmer brauchen einen langen Atem. Anzeichen einer zunehmenden Aktivität sind vorhanden. Das größte Risiko für den gesamten Markt wäre daher ein Stillstand, wodurch wir wichtige Jahre verlieren würden, in denen die Weichen für die Zukunft gestellt werden.”
Kai Mende, CEO von CBRE Germany und City Lead Berlin: „Der Immobilieninvestmentmarkt befindet sich in einer ähnlichen Situation wie die deutsche Gesamtwirtschaft. Wir beobachten eine stabile Seitwärtsbewegung, was vor allem daran liegt, dass große Transaktionen weitergehend ausgeblieben sind. Es gibt aber auch positive Signale. So ist beispielsweise die Zahl der Gesamttransaktionen wieder gestiegen und es herrscht viel Dynamik im kleineren und mittleren Segment.“
„Aktuell befinden wir uns bei vielen Asset-Klassen noch in einem Kaufpreisdelta. Die Verkäufer sind noch nicht bereit, Abschläge hinzunehmen, weshalb Käufer und Verkäufer sich preislich nicht einigen können. Dabei registrieren wir wieder mehr Aktivitäten ausländischer Investoren, insbesondere aus dem europäischen Raum. Oft haben diese Investoren mehr Vertrauen in den deutschen Immobilienmarkt als hiesige Investoren.“
„2026 wird das Jahr der Asset-Manager. Es wird wieder darum gehen, Immobilien zu optimieren, Leerstände abzubauen und besser auf das Nutzerverhalten sowie die Anforderungen des Marktes zu reagieren.“
André Zücker, CO-CEO KGAL Group: „2026 wird im Zeichen des Wandels stehen – ein Jahr der Aktionen und Reaktionen. Es braucht jetzt den Push nach vorne. Das gilt für Investoren, Wirtschaft und Politik gleichermaßen. Damit wird auch das Dahinplätschern der vergangenen Jahre an den Immobilienmärkten ein Ende haben. In Deutschland wird das Infrastrukturpaket der Bundesregierung gigantische Investitionen anstoßen, die sich mit privatem Kapital hebeln lassen. Angesichts globaler politischer Unsicherheit werden hiesige wie auch asiatische Investoren sichere Häfen suchen und dabei verstärkt Europa und Real Assets ansteuern.“
„Wir stehen vor riesigen gesellschaftlichen Aufgaben, bei denen die Immobilienwirtschaft eine zentrale Rolle spielt. Das betrifft nicht nur die soziale Infrastruktur, sondern vor allem auch das Wohnen. Angebot und Nachfrage müssen wieder ins Gleichgewicht kommen – eines der drängendsten europäischen Themen unserer Zeit.“
„Objekte von hoher Qualität sind bereits wieder umkämpft. Auf den Bieterlisten stehen viele Private und Family Offices, die in Generationen denken und den aktuell günstigen Zeitpunkt nutzen. Typischerweise folgen mit etwas Abstand die Institutionellen, und diese Entwicklung setzt gerade ein. Konservative Adressen, die die schwierigen letzten Jahre gut gemeistert haben, sind zurück am Markt.“
Konrad Finkenzeller, Member of the Board, PATRIZIA: „Die Unsicherheit durch das geopolitische Agieren der USA kann durchaus auch positive Auswirkungen auf den deutschen und europäischen Immobilienmarkt haben. Investoren konzentrieren sich stärker auf heimische Partner und Europa. Auch die europäischen Investoren werden insgesamt wieder selbstbewusster. Aufgrund der Volatilität auf den Aktienmärkten werden Real Assets zunehmend attraktiver, da sie langfristig mehr Sicherheit bieten.“
„Die größte Chance für Investoren ist jetzt der günstige Einstiegszeitpunkt, der sich perspektivisch wieder schließen wird. Durch verschiedene Instrumente wie Mezzanin- oder Debtfonds gibt es auch mehr Finanzierungsmöglichkeiten als noch vor ein paar Jahren. Dabei ist es entscheidend, dass Investoren nicht länger zögern, da sich die Preisentwicklung am Markt weiter verschärfen wird.“
„2026 ist für viele Investoren ein gutes Einstiegsjahr, da die preislichen Hürden sehr gering sind. Es besteht jedoch weiterhin ein gewisses Volatilitätsrisiko, sei es durch die ökonomische Lage in Deutschland oder geopolitische Verwerfungen auf globaler Ebene.“
„Offene Immobilienfonds bringen langfristig Stabilität ins Portfolio und bleiben in dieser Funktion für Privatanleger alternativlos. Allerdings sollten Anleger genau hinschauen: Entscheidend sind die Qualität der Immobilien, eine breite Risikostreuung und ein aktives, vorausschauendes Management.“
Dr. Christine Bernhofer, Vorsitzende des Vorstands der Real I.S. AG: „Bei den Büromietern sind weiterhin Unsicherheiten spürbar, größtenteils getrieben von der makroökonomischen und geopolitischen Gesamtlage. Besonders betroffen sind Immobilien, die nicht in Core-Lagen sind und keine zeitgemäße Qualität haben. Disruptive Entwicklungen wie die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf den Büromarkt sind dabei oft noch nicht einkalkuliert. Bei konjunkturell unabhängigeren Nutzungsarten wie Wohnen und Logistik sehen wir hingegen deutlich positivere Entwicklungen. Auch das Thema Defence wird voraussichtlich in diesem Jahr eine größere Rolle für die Logistikimmobilienbranche spielen als 2025 und den Markt in diesem Segment ankurbeln.“
„Die Portfolios institutioneller Investoren sind wieder klassischer strukturiert. Der durch die Sonderkonjunktur – Stichwort Zinspolitik – bedingte Immobilienboom aus den Jahren bis 2022 wird sich nicht wiederholen. Aber die Anleger werden wieder aktiver als zuletzt. Pensionskassen, Versicherungen und Versorgungswerke zeigen in unseren Gesprächen wieder spürbar mehr Interesse. Das war in den letzten Jahren kaum der Fall.“
„Die Zukunft wird nicht die Wiederholung der Vergangenheit sein, vor allem, wenn die Zinslage wie erwartet stabil bleibt. Alle Branchenteilnehmer brauchen einen langen Atem. Anzeichen einer zunehmenden Aktivität sind vorhanden. Das größte Risiko für den gesamten Markt wäre daher ein Stillstand, wodurch wir wichtige Jahre verlieren würden, in denen die Weichen für die Zukunft gestellt werden.”
Kai Mende, CEO von CBRE Germany und City Lead Berlin: „Der Immobilieninvestmentmarkt befindet sich in einer ähnlichen Situation wie die deutsche Gesamtwirtschaft. Wir beobachten eine stabile Seitwärtsbewegung, was vor allem daran liegt, dass große Transaktionen weitergehend ausgeblieben sind. Es gibt aber auch positive Signale. So ist beispielsweise die Zahl der Gesamttransaktionen wieder gestiegen und es herrscht viel Dynamik im kleineren und mittleren Segment.“
„Aktuell befinden wir uns bei vielen Asset-Klassen noch in einem Kaufpreisdelta. Die Verkäufer sind noch nicht bereit, Abschläge hinzunehmen, weshalb Käufer und Verkäufer sich preislich nicht einigen können. Dabei registrieren wir wieder mehr Aktivitäten ausländischer Investoren, insbesondere aus dem europäischen Raum. Oft haben diese Investoren mehr Vertrauen in den deutschen Immobilienmarkt als hiesige Investoren.“
„2026 wird das Jahr der Asset-Manager. Es wird wieder darum gehen, Immobilien zu optimieren, Leerstände abzubauen und besser auf das Nutzerverhalten sowie die Anforderungen des Marktes zu reagieren.“
André Zücker, CO-CEO KGAL Group: „2026 wird im Zeichen des Wandels stehen – ein Jahr der Aktionen und Reaktionen. Es braucht jetzt den Push nach vorne. Das gilt für Investoren, Wirtschaft und Politik gleichermaßen. Damit wird auch das Dahinplätschern der vergangenen Jahre an den Immobilienmärkten ein Ende haben. In Deutschland wird das Infrastrukturpaket der Bundesregierung gigantische Investitionen anstoßen, die sich mit privatem Kapital hebeln lassen. Angesichts globaler politischer Unsicherheit werden hiesige wie auch asiatische Investoren sichere Häfen suchen und dabei verstärkt Europa und Real Assets ansteuern.“
„Wir stehen vor riesigen gesellschaftlichen Aufgaben, bei denen die Immobilienwirtschaft eine zentrale Rolle spielt. Das betrifft nicht nur die soziale Infrastruktur, sondern vor allem auch das Wohnen. Angebot und Nachfrage müssen wieder ins Gleichgewicht kommen – eines der drängendsten europäischen Themen unserer Zeit.“
„Objekte von hoher Qualität sind bereits wieder umkämpft. Auf den Bieterlisten stehen viele Private und Family Offices, die in Generationen denken und den aktuell günstigen Zeitpunkt nutzen. Typischerweise folgen mit etwas Abstand die Institutionellen, und diese Entwicklung setzt gerade ein. Konservative Adressen, die die schwierigen letzten Jahre gut gemeistert haben, sind zurück am Markt.“
Konrad Finkenzeller, Member of the Board, PATRIZIA: „Die Unsicherheit durch das geopolitische Agieren der USA kann durchaus auch positive Auswirkungen auf den deutschen und europäischen Immobilienmarkt haben. Investoren konzentrieren sich stärker auf heimische Partner und Europa. Auch die europäischen Investoren werden insgesamt wieder selbstbewusster. Aufgrund der Volatilität auf den Aktienmärkten werden Real Assets zunehmend attraktiver, da sie langfristig mehr Sicherheit bieten.“
„Die größte Chance für Investoren ist jetzt der günstige Einstiegszeitpunkt, der sich perspektivisch wieder schließen wird. Durch verschiedene Instrumente wie Mezzanin- oder Debtfonds gibt es auch mehr Finanzierungsmöglichkeiten als noch vor ein paar Jahren. Dabei ist es entscheidend, dass Investoren nicht länger zögern, da sich die Preisentwicklung am Markt weiter verschärfen wird.“




