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25.11.2025 Immobilienwirtschaft sollte KI jetzt als strategisches Thema priorisieren

Künstliche Intelligenz verändert die Wirtschaft in rasantem Tempo. Sie wird in den kommenden Jahren zu einem zentralen Erfolgsfaktor, auch in der Immobilienbranche. Während andere Industrien bereits von strukturierten Daten, automatisierten Abläufen und intelligenten Prognosen profitieren, bleiben viele immobilienwirtschaftliche Unternehmen noch im Beobachtungsmodus. Der Leipziger Fachkreis Gewerbeimmobilien und die IHK zu Leipzig konstatieren: Wer jetzt zögert, verliert den Anschluss. Die Technologie wird nicht langsamer. Die Weichen für die Wettbewerbsfähigkeit von morgen müssen heute gestellt werden.

KI gewinnt an Bedeutung – doch die Immobilienbranche zögert noch

Künstliche Intelligenz ist eines der dominierenden Themen der Wirtschaft, doch ihre Anwendung in der Immobilienbranche bleibt bislang fragmentarisch. Fachkreis und IHK machen deutlich, dass es für die Unternehmen gefährlich werden kann, sich auf politische Rahmenbedingungen oder fertige Lösungen zu verlassen. Die Dynamik der KI verlange früheres, entschlosseneres Handeln.

Immobilienwirtschaft braucht klare Grundlagen für den produktiven KI-Einsatz

„Die Immobilienwirtschaft steht an einem Wendepunkt“, sagt Prof. Dr. habil. Kerry Brauer, Präsidentin des Leipziger Fachkreis Gewerbeimmobilien. „KI bietet enorme Chancen – von präziseren Entscheidungen über effizientere Bewirtschaftung bis hin zu völlig neuen Wertschöpfungsmodellen. Aber dafür müssen Unternehmen ihre eigenen Voraussetzungen schaffen und sich aktiv mit ihren Daten und Abläufen auseinandersetzen.“

Brauer verweist darauf, dass die Branche häufig noch an grundlegenden Strukturen arbeite. Viele Unternehmen verfügten nicht über durchgängig digitalisierte Prozesse oder vollständig verlässliche Datenbestände. Unter diesen Bedingungen bleibe KI weit hinter ihrem Potenzial zurück. Entscheidend sei daher eine qualitativ saubere Datenbasis, mehr Transparenz über interne Abläufe und eine Unternehmenskultur, die experimentieren, lernen und sich anpassen könne. Erst auf dieser Grundlage könne KI echte Wirkung entfalten.

Unternehmen insgesamt müssen Eigeninitiative zeigen – Warten ist keine Option „Es ist gefährlich, auf den perfekten Moment zu warten“, erklärt Dr. Fabian Magerl, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig. „Wer darauf setzt, dass Politik, EU oder externe Anbieter irgendwann eine vollständig ausgereifte Lösung präsentieren, übersieht, wie Innovation tatsächlich entsteht. Fortschritt entwickelt sich dort, wo Unternehmen eigene Wege gehen, Erfahrungen sammeln und Kompetenzen aufbauen.“

Magerl sieht KI nicht als reine technische Ergänzung, sondern als strategisches Instrument. Digitale Transformation verlangt Entscheidungen, Ressourcen und Mut. Unternehmen, die frühzeitig einsteigen, verschaffen sich Lernvorteile, optimieren ihre Abläufe schneller und stärken ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Veränderungen im Markt.

Die Zukunft der Branche entscheidet sich jetzt

Fachkreis und IHK sind überzeugt, dass KI in den kommenden Jahren zu einem bestimmenden Standort- und Wettbewerbsfaktor wird. Die Immobilienwirtschaft steht vor der Aufgabe, ihre Strukturen so auszurichten, dass die Technologie produktiv eingesetzt werden kann. Unternehmen, die sich frühzeitig mit ihren Daten, Prozessen und kulturellen Voraussetzungen beschäftigen, profitieren von klaren Vorteilen.

Die gemeinsame Botschaft beider Institutionen fällt unmissverständlich aus: Warten ist keine Strategie. Die Zukunft entsteht durch eigenes Handeln – und sie beginnt heute.



























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