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20.08.2015 30 Jahre ZIEGERT: Berliner Wohnungsmakler erwartet Rekordjahr

Rekordumsätze bei Berliner Eigentumswohnungen werden in diesem Jahr von der Ziegert – Bank- und Immobilienconsulting GmbH erwartet. In den ersten sechs Monaten hat Berlins größter Vermarkter insgesamt 468 Wohnungen verkauft und damit einen Umsatz von 154 Mio. Euro erzielt. Damit wurde das Ergebnis des bislang besten ersten Halbjahres (2013) um 15,8 Prozent übertroffen. „Bei etwa gleichbleibender Wohnungsanzahl ist das gute Ergebnis auf den wachsenden Verkauf von Neubauwohnungen und auf steigende Preise zurückzuführen“, sagt Nikolaus Ziegert. „Inzwischen machen wir 65 Prozent unseres Umsatzes mit Neubau beziehungsweise mit Umnutzungsprojekten, in denen faktisch Neubauwohnungen entstehen.“

Weniger Bestand mehr Neubau

Das Angebot an begehrten Gründerzeitwohnungen werde in den Berliner Innenstadtlagen sukzessive zurückgehen. Als Grund für diesen Trend nennt Ziegert die Umwandlungsverordnung, die die Umwandlung von Mietshäusern in Wohneigentum in den 23 Berliner Milieuschutzgebieten unter Genehmigungsvorbehalt. Die Regelung ist seit dem Frühjahr in Kraft und werde augenblicklich äußerst restriktiv angewandt. „Faktisch sind Aufteilungen verboten und auch Anpassungen an zeitgemäßen Wohnkomfort wie beispielsweise die Zusammenlegung von kleinen Wohnungen, der Einbau von Hänge-WCs und Gästetoiletten sind kaum mehr möglich.“

Starke lokale und breite internationale Nachfrage

Dem perspektivisch geringeren Angebot steht eine nachhaltig hohe Nachfrage gegenüber. Viele Berliner hätten die sich durch die niedrigen Zinsen bietende Gelegenheit erkannt. Das zeigten auch die neuesten Zahlen des Berliner Gutachterausschusses, der im ersten Halbjahr 2015 einen Anstieg der Wohnungsverkäufe um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet. Während die Politik darauf beharre, dass Berlin eine Mieterstadt sei, kauften die Menschen vor allem in den mit durchschnittlichen Arbeitseinkommen bezahlbaren Cityrandlagen. Internationale Interessenten seien dagegen vor allem in Mitte aber auch in Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg unterwegs. „Neue Käufergruppen wie beispielsweise Chinesen würden den Berliner Markt bereichern, aber keinesfalls dominieren. Dies wäre ein wesentlicher Vorzug Berlins, denn es würde den kontinuierlichen Abverkauf im oberen Preissegment maßgeblich erleichtern. „600 Meter vom Brandenburger Tor entfernt haben wir beispielsweise vier von 64 Wohnungen an Schweizer Interessenten verkauft, ferner an Australier, Chinesen Russen, Italiener, Briten, Franzosen, Spanier, Luxemburger und Amerikaner, so dass wir dort insgesamt auf einen internationalen Anteil von 40 Prozent kommen." Darüber hinaus gebe es Käufergruppen, die bislang kaum jemand auf den Zettel habe. "Neuseeländer und Schweden kaufen in Friedrichshain gern preiswerten Neubau. Und nicht zu vergessen, die vielen jungen Israelis, die seit zwei, drei Jahren vermehrt nach Berlin kommen."

Auswirkungen der Zinswende

Für die zweite Jahreshälfte rechnet Ziegert damit, dass die für September erwartete Zinswende in den Vereinigten Staaten sich auch bei den Wohnungsverkäufen in Berlin bemerkbar machen wird. „Hebt die Fed den Leitzins um 0,25 Prozent, ist das vor allem für potenzielle Selbstnutzer ein Signal, die Wohnungssuche zu beschleunigen und eine anstehende Kaufentscheidung nicht länger aufzuschieben“, prognostiziert Ziegert. „Eine dann mögliche Zinswende in Europa ist auf jeden Fall ein Grund, die bisher geübte Zurückhaltung aufzugeben und zu einem Entschluss zu kommen.“




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