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12.08.2015 Bilfinger: Leistung und Auftragseingang im ersten Halbjahr über Vorjahr

Die Bilfinger SE hat im ersten Halbjahr 2015 ihre Leistung aus fortzuführenden Aktivitäten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 3.117 Mio. € gesteigert. Das bereinigte EBITA lag mit 63 Mio. € im Rahmen der kommunizierten Erwartungen, jedoch 28 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das Konzernergebnis belief sich auf -439 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf eine nicht zahlungswirksame Firmenwertabschreibung in Höhe von 330 Mio. € sowie operative Verluste und Restrukturierungskosten von 100 Mio. € im Bereich Power zurückzuführen.

„Im ersten Halbjahr 2015 sind wir erwartungsgemäß hinter unseren Möglichkeiten zurück geblieben. Mein wichtigstes Ziel ist es daher, Bilfinger als international führenden Engineering- und Servicekonzern wieder auf Erfolgskurs zu bringen“, sagt Per H. Utnegaard, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger. „Die notwendigen Veränderungen gehen wir entschlossen an: Wir werden unsere Profitabilität steigern, die Komplexität im Konzern reduzieren, Prozesse vereinfachen und die Kosten in allen Bereichen senken.“

Bilfinger ist es im ersten Halbjahr 2015 gelungen, den Auftragseingang aus fortzuführenden Aktivitäten um 32 Prozent auf 3.586 Mio. € zu steigern und wichtige Serviceverträge mit langjährigen Bestandskunden zu verlängern. Der Auftragsbestand stieg um drei Prozent auf 5.005 Mio. €.

Vor allem das Geschäftsfeld Building and Facility entwickelte sich in den ersten sechs Monaten positiv und konnte die Leistung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 1.372 Mio. € steigern. Das EBITA des Geschäftsfelds legte um 27 Prozent auf 52 Mio. € zu. Für das Gesamtjahr erwartet Bilfinger im Bereich Building and Facility einen deutlichen Anstieg der Leistung und eine EBITA-Marge auf Vorjahresniveau.

Im Geschäftsfeld Industrial war die Leistung im ersten Halbjahr 2015 mit 1.781 Mio. € stabil. Das EBITA ging um 36 Prozent auf 49 Mio. € zurück. Dies ist vor allem auf die angespannte Situation im europäischen und US-amerikanischen Öl- und Gas- sowie im Kraftwerkssektor zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Bilfinger in diesem Geschäftsfeld einen deutlichen Rückgang der Leistung auf gut 3,4 Mrd. € und eine EBITA-Marge deutlich unter dem Vorjahreswert.

Für das Geschäftsfeld Power wurde im Juni 2015 ein strukturierter Verkaufsprozess eingeleitet, sodass dieses Geschäftsfeld zu den nicht fortzuführenden Aktivitäten zählt. Der Verkaufsprozess soll bis Mitte des kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Ausblick 2015: Leistung auf Vorjahresniveau, bereinigtes EBITA rückläufig

Bilfinger rechnet aus fortzuführenden Aktivitäten für das Gesamtjahr 2015 mit einer Leistung auf Vorjahresniveau (2014: 6.246 Mio. €) und einem bereinigten EBITA zwischen 150 und 170 (Vorjahr: 262) Mio. €. Wesentlicher Grund für den Rückgang ist eine schwache Entwicklung des Öl- und Gasgeschäfts im Segment Industrial. Das Geschäftsfeld Building and Facility wird sich weiter positiv entwickeln.

Einen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis werden operative Verluste aus den nicht fortzuführenden Aktivitäten im Bereich Power sowie nachfolgende Sondereinflüsse haben.

Sondereffekte aus fortzuführenden Aktivitäten:

• Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm Excellence sowie Restrukturierungsaufwendungen vor allem im Geschäftsfeld Industrial in Höhe von mindestens 70 Mio. €
(1. Halbjahr 2015: 30 Mio. €)

• Erwartung von signifikanten Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit einer Anpassung der Verwaltungskosten an die neue Unternehmensstruktur

• Ein Gewinn aus der Veräußerung und der Neubewertung der Beteiligung im Nigeriageschäft in Höhe von 58 Mio. €
(1. Halbjahr 2015: 58 Mio. €)

• Eine Wertberichtigung auf bislang aktivierte latente Steuern auf den Verlustvortrag der Bilfinger SE, das heißt des inländischen Organkreises, in Höhe von 46 Mio. €
(1. Halbjahr 2015: 46 Mio. €)
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Sondereffekte aus nicht fortzuführenden Aktivitäten:

• Ein Gewinn aus dem Verkauf der Division Construction; nach Berücksichtigung einer Risikovorsorge verbleibt ein positiver Ergebniseffekt in Höhe von 12 Mio. €
(1. Halbjahr 2015: 12 Mio. €)

• Restrukturierungsaufwendungen im Bereich Power in Höhe von rund 60 Mio. €
(1. Halbjahr 2015: 13 Mio. €)

• Eine Wertminderung auf Geschäfts- und Firmenwerte des Geschäftsfelds Power in Höhe von 330 Mio. €
(1. Halbjahr 2015: 330 Mio. €)

Diese Effekte werden zu einem deutlich negativen Konzernergebnis führen, wovon jedoch der Großteil nicht zahlungswirksam ist.




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