News RSS-Feed

02.12.2014 Deutsche AWM und ECE kaufen PalaisQuartier für 800 Mio. von Rabo

Foto: www.palaisquartier.com, PalaisQuartier GmbH & Co. KG
Der Geschäftsbereich für Immobilienfonds der Deutschen Asset & Wealth Management (Deutsche AWM) hat für rund 800 Mio. Euro die Immobilie „PalaisQuartier“ in Frankfurt am Main gekauft. Die ECE beteiligt sich am Erwerb zu 10 Prozent und übernimmt das Management des zum Gebäudekomplex gehörenden Einkaufszentrums „MyZeil“. Das als „Rundschau Areal“ bekannte unbebaute Grundstück der Liegenschaft wurde an die STRABAG Real Estate verkauft und wird von dieser entwickelt. Verkäufer der Immobilie ist die zur Rabo Real Estate Group gehörende KP Investments.

Das „PalaisQuartier“ im Zentrum der Stadt Frankfurt am Main an der Zeil Ecke Große Eschenheimer Straße verfügt über rund 115.000 Quadratmeter Mietflächen und besteht aus fünf Gebäudeteilen: Dem Bürohochhaus „NEXTOWER“ (rund 33.790 Quadratmeter auf 32 Etagen), dem Hotelhochhaus „Jumeirah Frankfurt“ (rund 26.300 Quadratmeter; 218 Zimmer), dem rekonstruierten Palais „Thurn und Taxis“ (rund 6.300 Quadratmeter), dem Einkaufszentrum „MyZeil“ (43.800 Quadratmeter; über 100 Läden sowie Gastronomie) und einer Tiefgarage mit etwa 1.400 Stellplätzen.

Mit einem Kaufpreis von rund 800 Mio. Euro ist die Transaktion eine der größten in Europa im Jahr 2014. Das „PalaisQuartier“ ist aufgrund seiner richtungsweisenden, modernen Architektur überregional bekannt und wurde mehrfach ausgezeichnet (unter anderem DGNB Gold für Nachhaltigkeit der Büroimmobilie). Im Jahr 2013 zählte das „MyZeil“ mit etwa 15 Millionen Besuchern zu den meistfrequentierten deutschen Shoppingcentern. Der „NEXTOWER“ ist aktuell zu 36 Prozent vermietet.

Jörn Stobbe, Head of Transactions & Asset Management Germany, Austria & Switzerland der Deutschen AWM erklärte zum Ankauf: “Das PalaisQuartier ist aufgrund der Kombination aus einem erstklassigen Hotel, einem beliebten, eingeführten Einkaufszentrum, einer exklusiven Veranstaltungslokation sowie hochwertigen Büroflächen inmitten von Frankfurt mit besonderem Skyline-Blick eine einmalige Investmentmöglichkeit für uns und unsere Fondsinvestoren. Mit der ECE haben wir einen renommierten Partner zum Management des Einkaufszentrums und mit der STRABAG einen erfahrenen Entwickler für das zu bebauende Grundstück.“

Alexander Otto, CEO der ECE Projektmanagement sagte: „Wir beteiligen uns an dieser seltenen Investitionsmöglichkeit, weil wir hervorragende Möglichkeiten sehen, das heute schon starke Quartier gemeinsam mit unseren Partnern weiter zu entwickeln und das bereits gut funktionierende ‚MyZeil‘ zu optimieren. Hier steckt noch Potenzial und erste Ideen sind schon auf dem Weg. Wir freuen uns, nun auch direkt auf der Zeil ein Objekt betreuen zu können, welches aufgrund der zentralen Lage und spektakulären Architektur einzigartig ist. Diese Übernahme rundet unser besonderes Engagement im starken Wirtschaftsraum Frankfurt ab.“

Otto van den Boogaard, Managing Director der KP Investments sagte: “KP Investments war im Jahr 2011 von der Rabo Real Estate Group beauftragt worden, das „PalaisQuartier“ fertig zu entwickeln, zu optimieren und zu veräußern. Mit dieser Transaktion konnten wir unseren gesamten Auftrag für die Rabo Real Estate Group über ein Portfolio der drei größten Assets der Gruppe erfolgreich abschließen.“

JLL hat im Auftrag der niederländischen Unternehmensgruppe Rabo Real Estate Group / KP Investments die Transaktion beratend begleitet. Europaweit handelt es sich nach Berechnungen von JLL um eine der fünf größten Transaktionen im bisherigen Jahresverlauf. Jörg Ritter, im deutschen Management Board von JLL für den Bereich Retail verantwortlich, hält die Transaktion für den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt in mehrerlei Hinsicht für äußerst bedeutsam: "Zum einen hat unser global angelegter und in enger Kooperation mit dem Rabo-Verkaufsteam unter Leitung von Otto van den Boogaard konzipierter Vermarktungsprozess einmal mehr das außerordentlich große Interesse internationaler Investoren an deutschen Trophy-Immobilien unter Beweis gestellt. Insgesamt wurden von Anlegern aus den USA, Europa, dem Nahen Osten und Asien mehr als vier Milliarden Euro Eigenkapital für die Immobilie geboten. Unsere globale Roadshow verschaffte der Offerte und Frankfurt ein weltweites Interesse. Investoren aus fast 20 Ländern haben das Objekt persönlich in Augenschein genommen."

Zudem lässt sich laut Ritter an der Transaktion ein weiterer Trend festmachen: "In der Vergangenheit wurden aus Gründen der Risikobegrenzung bevorzugt Gewerbeimmobilien mit einheitlichen Nutzungsarten gesucht. Derzeit beobachten wir europaweit ein wachsendes Interesse an komplexen, mischgenutzten Objekten, die das Kriterium eines urbanen Zentrums in bester Lage erfüllen. Das PalaisQuartier ist hierfür geradezu ein Paradebeispiel."

CBRE hat das Joint Venture (Deutsche Asset & Wealth Management und ECE) bei dem Ankauf beraten.



Leserumfrage
Wir schätzen Ihre Expertenmeinung!
Hier ist unsere Leserumfrage:
schnell & unkompliziert
Jetzt starten!