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28.11.2014 Köln: Cradle to Cradle zur Abfallsenkung in der Bau- und Immobilienbranche

„Wirtschaftspolitik muss sich an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit orientieren“, mit dieser These hat Anné Schwarzkopf, Vorsitzende der NRW-Landesfachkommission „Immobilienwirtschaft, Stadtentwicklung, Bau“ des Wirtschaftsrates, die Expertenrunde mit Prof. Michael Braungart, Entwickler des Prinzips „Cradle to Cradle“ und der Klimaschutzbeauftragten der Stadt Köln und Initiatorin von SmartCity Cologne, Dr. Barbara Möhlendick, eröffnet. „Herausforderungen wie Rohstoffmangel, Abfallaufkommen und Klimawandel sind gerade für die Immobilienwirtschaft enorm – bieten aber auch große Chancen!“, so Schwarzkopf.

Cradle to Cradle“(C2C) - also „von der Wiege zur Wiege“ - beschreibt einen Ansatz, dem zufolge Ressourcen nach der Nutzung in gleicher Güte wiederverwendet werden können. Dabei entstehe kein Müll, sondern ein unendlicher Stoffkreislauf, erläuterte Prof. Michael Braungart sein Konzept „Cradle to Cradle“. Dieses habe die Schließung von Stoffkreisläufen und die Verringerung des Ressourceneinsatzes zum Ziel, hob der Referent die Vorteile seiner Idee hervor. Es sei sogar auf Gebäude und ganze Städte anwendbar: „Köln und Hamburg haben das höchste Müllaufkommen pro Kopf in Deutschland, ein Mehrfaches im Vergleich zu anderen Städten. Dabei liegt der Anteil des Hausmülls am gesamten Müllaufkommen lediglich bei fünf Prozent. Dies zu ändern ist eine große Innovationschance – und die echten Chancen liegen tatsächlich im Immobilienbereich.“

Co-Gastgeber Stefan Heselschwerdt, Geschäftsführer in NRW und Valentin Brenner, Leiter des Expertenteams „C2C“, beide Drees & Sommer, sehen großes Potenzial für die Branche: „Immobilien sind wahre Rohstofflager, deren Wert in Zukunft zunimmt. Ein intelligenter Umgang mit Rohstoffen ist essentiell für Umwelt- und Klimaschutz und birgt darüber hinaus ein enormes Renditepotenzial. Bauherren sollten bereits bei der Planung von Gebäuden bestimmen, wie Bau-Material nach der Nutzungszeit wiederverwendet wird“, so die Experten von Drees & Sommer, Marktführer im Bauprojektmanagement.

Dass sich Köln aktiv für den Klimaschutz einsetzt, zeigte Dr. Barbara Möhlendick, Leiterin der Koordinationsstelle Klimaschutz und SmartCity Cologne der Stadt Köln: „Köln will Vorreiter in Sachen Klimaschutz sein. Mit der Initiative SmartCity Cologne fördern wir Kölner Leuchtturmprojekte in Sachen Erneuerbare Energien, Smarte Technologien, CO2-Reduktion und Energieeffizienz. Nur wenn wir als Stadt mit unseren privaten und öffentlichen Akteuren zusammenarbeiten, treiben wir Innovationen voran, von denen jeder Kölner Bürger langfristig profitiert“, so die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Köln.

Unter dem Motto „Wirtschaftsfaktor Umwelt - Wie profitieren Immobilienwirtschaft und Stadtqualität vom Prinzip „Cradle to Cradle“?“ hatten die Landesfachkommission „Immobilienwirtschaft, Stadtentwicklung, Bau“, die Fachkommission „Wirtschaft für Köln“, der Junge Wirtschaftsrat und die Sektion Köln des Wirtschaftsrats in NRW in Köln rund 100 Gäste zum Mittagsgespräch zu Drees & Sommer in Köln eingeladen.


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