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24.11.2014 MAPIC bestätigt Trend zu immer hochwertigeren Einzelhandelsflächen

Einzelhandelsimmobilien in Bestlagen der wirtschaftlichen und politischen Metropolen waren auch heuer das dominierende Thema bei der in Cannes stattfindenden MAPIC, der wichtigsten europäischen Messe für Einzelhandelsimmobilien. Speziell seitens der Luxusmarken hat die schwächelnde Konjunktur das Interesse ebenso wenig gebremst wie das in den vergangenen Jahren bereits spürbar gestiegene Preisniveau.

„Es gibt immer mehr Nachfrage für immer weniger und dafür immer hochwertigere Flächen“ bringt Jörg Bitzer, Leiter der Abteilung Einzelhandelsimmobilien bei EHL Immobilien, die aktuellen Trends auf den Punkt. „Davon profitieren die prestigeträchtigen Einkaufsstraßen in den Innenstädten, hochwertige und meist vor allem neue Einkaufszentren sowie zuletzt immer stärker die Einkaufszonen auf den großen Flughäfen. In diesen Bereichen ist nach wie vor mit einem Nachfrageüberhang und steigenden Mieten zu rechnen.“

Ganz anders ist die Tendenz bei Großflächen: Bitzer ortet spürbar geringere, aktive Nachfrage nach Standorten für sehr große Einheiten wie etwa für große Hypermärkte, neue Baumärkte oder auch Möbelhäuser. „Stattdessen suchen die Expansionsmanager unserer Einzelhandelskunden eher Standardflächen, am besten mit rund 100-200 m² Verkaufsfläche und 10 Meter Auslagenfront, um sich in Zeiten des Online Handels entsprechend präsentieren zu können.“

Österreich ist bei internationalen Einzelhandelsketten nach wie vor überdurchschnittlich stark gefragt, wobei auffällig ist, dass neben dem dominierenden Wiener Markt zunehmend auch Flächen in Salzburg gesucht werden. „Hier schlägt sich die expansive Standortpolitik der Luxuslabels nieder, denn Salzburg ist zwar ein kleiner Markt, aber mehrere Monate im Jahr sind hier wirklich wohlhabende Kundengruppen zu erreichen, die sehr hohe Umsätze in Bestlagen ermöglichen,“ sagt Bitzer.

Integriertes High-Tech-Shopping lässt noch auf sich warten
Mit großer Spannung wurde auf der MAPIC auch auf neue technische Trends geachtet, erhoffen sich doch Einzelhändler von Handyapplikationen Möglichkeiten auf aktuelle Angebote hinzuweisen, Kunden gezielt durch Filialen zu führen, etc., um so den stationären Handel im Vergleich zur Onlinekonkurrenz wieder attraktiver zu machen. „Es gibt zwar vielversprechende Ansätze und wir diskutieren das immer häufiger mit zahlreichen Shopping-Center-Betreibern, doch über die Experimentierphase scheint zumindest in Europa noch kein größeres Projekt hinausgekommen zu sein“, so Bitzer.


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