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10.11.2014 Seestern Düsseldorf einer der größten Fernwärmestandorte Deutschlands

Der Seestern Düsseldorf setzt seinen Weg, das nachhaltigste Büroquartier Deutschlands zu werden, konsequent fort. Im Rahmen einer Pressekonferenz haben die Standortinitiative Seestern Düsseldorf und die Stadtwerke Düsseldorf nun bekannt gegeben, dass die Komplettversorgung des Seesterns mit CO2-neutraler Fernwärme termingerecht abgeschlossen wird. Zum Januar 2015 ist eine flächendeckende Nutzung der umweltfreundlichen Energie möglich. Damit ist das linksrheinische Business-Quartier einer der weitläufigsten Fernwärmestandorte Deutschlands. Er wurde durch die erfolgreiche Zusammenarbeit von Eigentümern, Stadtwerken Düsseldorf und Initiative in der Rekordzeit von gerade einmal zwei Jahren etabliert. Bereits heute ist eine Versorgung von sechs Objekten vor Ort mit Fernwärme möglich, welche das existierende Erdgasnetz nach und nach ersetzt. Auch die ersten Stromtankstellen vor Ort tragen dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung und für Frühjahr 2015 ist ein großer E-Mobilitätstag vor Ort geplant. Darüber hinaus soll der Seestern auch zu einem der fahrradfreundlichsten Standorte werden. Dirk Lindner, Vorsitzender der Standortinitiative: „Der Seestern stellt mit dem Fernwärmeprojekt einmal mehr Innovationskraft, Pioniergeist und Dynamik unter Beweis – und zeigt, wie die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Stadtwerken Düsseldorf und der Wirtschaft funktioniert. Von der Wertschöpfung werden Eigentümer, Mieter und Beschäftigte vor Ort profitieren.“

Vor genau zwei Jahren, im Herbst 2012, wurde das Fernwärmeprojekt Seestern mit dem Anschluss an den linksrheinisch gelegenen Vodafone Campus gestartet – bereits Wochen später haben die Stadtwerke den Düker in Betrieb genommen, ein 450 Meter langes Doppelrohrsystem, das den Seestern mit dem Kraftwerk Lausward rechts des Rheins verbindet. Seitdem wurden über zehn Kilometer Fernwärmeleitungen verlegt – die Hauptwärmeleitung „Emanuel-Leutze-Straße“ und „Am Seestern“ wurde bereits im April fertiggestellt – bis Januar sind nun alle Arbeiten vollendet. Dann kann auch ein weiterer Ausbau auf der Hansaallee vorgenommen werden. Heute sind bereits wegweisende Objekte wie „Am Seestern 1“ (Deutsche Office), „Seestern 3“ (Union Investment Real Estate), das „WhiteMax“ (Ferox Immobiliengruppe), die Zentrale der apoBank, „Am Seestern 24“ (Patrizia) oder „Fritz-Vomfelde-Straße 14–20“ (Deka Immobilien) angeschlossen – für weitere Objekte liegen Aufträge bzw. Absichtserklärungen vor.

Umweltfreundlich und zukunftsweisend

„Der Anschluss an die Fernwärme macht das Seestern-Gebiet zu einem höchst effizienten Standort – sowohl unter ökologischen wie auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten“, bestätigt Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf AG: „Die Strom- und Wärmegewinnung erfolgt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Heizkraftwerke der Stadtwerke Düsseldorf erzeugen also gleichzeitig Strom und Wärme und sind deshalb besonders effizient und umweltschonend.“ Und er fährt fort: „Die hier realisierte Lösung besitzt für Düsseldorf und die Region Modellcharakter im Rahmen der bedarfsgerechten Entwicklung der Wärmeinfrastruktur. Die umweltfreundliche Düsseldorfer Fernwärme macht es möglich, Energiestandards für zukünftige Neubauten und auch Bestandsgebäude sicher einzuhalten. Damit werden auch Zertifikate wie DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) oder LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) begünstigt und das Profil des Areals als Niedrigenergiestandort wird geschärft. Zudem ist Fernwärme aufgrund des sehr niedrigen Platzbedarfs sowie der ausgeprägten Budgetsicherheit auch aus ökonomischer Sicht vorteilhaft.

Seestern Standort-Pionier im Netz von Ladesäulen in Düsseldorf

Die Vollendung des „Wärmewechsels“ ist dabei nur eine von mehreren Maßnahmen, die Teil der groß angelegten Nachhaltigkeitsoffensive sind. So wurden bei den Initiativenmitgliedern Union Investment und HansaInvest die ersten beiden Stromtankstellen ebenfalls mit den Stadtwerken vor Ort installiert. Ab sofort können Nutzer von E-Automobilen regenerativen Strom vor dem Objekt „Seestern 3“ und in der Fritz-Vomfelde-Straße 6–12 tanken. Die Autorisierung erfolgt schnell und einfach über eine kostenlose Tankkarte. Außerdem sind weitere Autorisierungsmöglichkeiten via SMS oder per App geplant. Einen Überblick über Lademöglichkeiten und deren Verfügbarkeit in Echtzeit liefert kostenlos die App „Stadtwerkzeug“ der Stadtwerke. Der Seestern ist damit Teil des stadtweiten Netzes von „Stromtanken“ der Stadtwerke, das derzeit insgesamt 40 Stationen umfasst – bis Ende 2015 sollen weitere 30 im Stadtgebiet hinzukommen, auch am Seestern. Darüber und über weitere Neuigkeiten aus dem Bereich E-Mobilität werden die Stadtwerke in Zusammenarbeit mit der Initiative bei einem großen E-Mobilitätstag im Frühjahr 2015 informieren, bei dem die Nutzer vor Ort auch dazu eingeladen werden, E-Mobilität hautnah zu erfahren. Für Dr. Udo Brockmeier ist die Elektromobilität Teil eines mehrdimensionalen Ansatzes: „Deshalb engagieren wir uns nicht nur für die Schaffung von Ladeinfrastruktur, sondern auch für zukunftsweisende Lösungen auf Quartiersebene bis hin zur intelligenten Verzahnung aller relevanten Verkehrsmittel.“

Fahrradfreundlicher Standort

Ein weiteres wegweisendes Projekt schiebt die Initiative derzeit gemeinsam mit dem Amt für Verkehrsmanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf an. So soll der Firmenstandort Seestern für Unternehmen, Beschäftigte und gegebenenfalls Kunden im Rahmen eines Pilotprojekts zu einem der fahrradfreundlichsten Standorte überhaupt ausgebaut werden, mit positiven Folgen auch für die Anwohner. Die Nutzungsgewohnheiten der Menschen vor Ort fragt die Initiative unter www.seestern-duesseldorf.de gerade im Rahmen einer Umfrage ab, auf Grundlage deren Ergebnis dann entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden sollen.



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