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07.11.2014 Energetische Modernisierung: Universität zu Köln setzt auf Contracting

Die Universität zu Köln startet eine Ausschreibung, um ihr Biowissenschaftliches Zentrum mithilfe von Energiespar-Contracting energetisch zu optimieren. Damit sollen die jährlichen Energiekosten von etwa 1,4 Millionen Euro gesenkt und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat die Hochschule bei der Entscheidung für das Energiespar-Modell Contracting beraten und das Vergabeverfahren fachlich vorbereitet. Interessierte Anbieter können sich bis zum 12. Januar 2015 auf dem Vergabemarktplatz Nordrhein-Westfalen bewerben.

Das Contracting-Projekt der Universität zu Köln birgt gleich zwei Besonderheiten: Zum einen wird der Energiesparvertrag mit einem Betreibervertrag für die technischen Anlagen kombiniert. Dafür hat die dena gemeinsam mit der Universität zu Köln eine innovative Vertragslösung entwickelt. Zum anderen handelt es sich bei dem betroffenen zweiten Bauabschnitt des Biowissenschaftlichen Zentrums um einen Neubau aus dem Jahr 2009 mit einer komplexen technischen Ausstattung. Das Contracting-Projekt wird zeigen, wie die Energieeffizienz selbst in einem modernen Gebäude gesteigert werden kann. Der Contractor muss dabei in enger Absprache mit den Wissenschaftlern tätig werden, da sie durch die Laborarbeit spezielle Anforderungen an das Raumklima haben. Durch die umfangreiche, moderne Gebäudetechnik stehen ihm aber auch große Potenziale für einen energieeffizienten Betrieb zur Verfügung, die es auszuschöpfen gilt. Das biowissenschaftliche Zentrum ist ein siebengeschossiger Bau mit großer Eingangshalle. Es gibt Büro- und Seminarräume ebenso wie Laborräume und ein Forschungsgewächshaus, dessen Pflanzen besondere Ansprüche an Temperatur und Luftfeuchtigkeit stellen.

Beim Energiespar-Contracting betrachtet der Contractor die technischen Anlagen des Gebäudes ganzheitlich, um den Energieverbrauch des Gebäudes zu reduzieren. Er plant, realisiert und finanziert technische, bauliche und organisatorische Maßnahmen, die Energieverbrauch und -kosten senken. Die Energiekosteneinsparung garantiert er vertraglich. Für seine Dienstleistungen und die getätigte Investition erhält der Contractor einen Teil der Kosteneinsparung.
Seit mehr als zehn Jahren begleitet die dena Contracting-Vorhaben mit Vorbildwirkung bei der Planung und Umsetzung. Mit dem im Jahr 2010 gegründeten Kompetenzzentrum Contracting für Gebäude verfolgt die dena außerdem das Ziel, die Anwendung von Contracting für alle Beteiligten zu erleichtern und so die Potenziale bundesweit zu erschließen. Dafür setzt das Kompetenzzentrum Standards zur Vorbereitung und Umsetzung von Contracting, entwickelt neue Lösungen, informiert und berät Interessenten sowie Öffentlichkeit und stärkt die Akteure mit einem bundesweiten Expertennetzwerk.

Die Bekanntmachung des Contracting-Projekts ist jetzt im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht.


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