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03.11.2014 Best Practice-Leitfaden von UN Global Compact und RICS

Nach ihrer gemeinsamen Erklärung vom Jahresbeginn haben der UN (United Nations) Global Compact (UNGC) und die RICS bei der World Sustainable Building Conference (SB14) in Barcelona den öffentlichen Beratungsprozess zur Erarbeitung eines Best Practice-Leitfadens für die Grundstücks-, Immobilien- und Baubranche eingeleitet.

Die Entwicklung des Toolkits ist Teil eines zwei Jahre laufenden Projekts, in dessen Verlauf die Relevanz der zehn Prinzipien des UN Global Compact für die Branche geklärt werden soll. Der branchenbasierte Ansatz hilft dabei, die Rolle nachhaltiger Entwicklungen zu stärken und einen Handlungsrahmen zu schaffen. Das Projekt wird von einer Steuergruppe aus UNGC-Teilnehmern begleitet. Außerdem ist eine globale Beratergruppe aus RICS-Mitgliedern aus allen Bereichen der Immobilienwirtschaft beteiligt, die sich aus Experten der Bereiche Projektentwicklung, Immobiliennutzung und Refurbishment zusammensetzt.

Bei der Erstellung des Toolkits wird die gesamte Immobilienbranche einbezogen, die für ihre hohe Heterogenität beim Lebenszyklus einer Immobilie bekannt ist. Die Grundstücks-, Immobilien- und Baubranche repräsentiert rund 70 Prozent des weltweiten Vermögens. Diese Tatsache verdeutlicht das wirtschaftliche Gewicht der Branche auf vielen Märkten der Welt. In ihrem gesamten Lebenszyklus haben Immobilien zudem starke Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen in Bezug auf Ressourcenverbrauch, Abfallentstehung sowie Menschen- und Arbeitnehmerrechte.

Aufgrund dessen umfasst das Toolkit die wichtigsten Themen aus den Bereichen Menschen-, Arbeitnehmerrechte, Umwelt sowie Korruptionsbekämpfung, die für Branchenteilnehmer relevant sein können; einem Maßnahmenangebot, das Unternehmen nutzen können, um ihre Strategie und den Betrieb auf die UNGC-Prinzipien auszurichten; und einer Reihe von Fallstudien, in denen bewährte Methoden der Branche vorgestellt werden.

Der Auftakt zu den öffentlichen Beratungen bei der SB14 ist Teil des Sustainable Real Estate Forums, das gemeinsam von UNGC, RICS, der Finanzinitiative des UN-Umweltprogramms (UNEP FI), der UNEP-Initiative zu Gebäuden und Klima (UNEP SBCI) und dem EU-finanzierten Projekt RenoValue veranstaltet und unterstützt wurde.

Sean Tompkins, CEO der RICS: „In vielen Branchen zeichnet sich ein wichtiges Thema ab: ´Finanzieller Erfolg und verantwortungsvolles Handeln´ soll zukünftig vereint werden. Der Trend geht also dahin, nicht nur die Finanzen und die Betriebsleistung von Unternehmen transparent zu machen, sondern auch ihre Leistung im Bereich Corporate Responsibility. Angesichts ihrer wirtschaftlichen, umweltbezogenen und sozialen Auswirkungen muss die Immobilienwirtschaft Führungsstärke beweisen – nicht nur mit Hinblick auf den finanziellen Erfolg, sondern auch in Bezug auf das eigene, verantwortungsvolle Handeln.

Deshalb hat sich die RICS dem UN Global Impact angeschlossen, um das Best Practices Toolkit zu erarbeiten. Ich danke dem UN Global Compact für das uns entgegengebrachte Vertrauen und für die Plattform, von der aus wir die vielen Branchenteilnehmer erreichen können. Ich lade daher alle RICS-Mitglieder und andere Beteiligte – egal, ob sie unmittelbar mit Planung, Entwicklung, Gestaltung und Verwaltung von Gebäuden zu tun haben oder als Nutzer, Investoren oder Zulieferer mit uns verbunden sind – dazu ein, an den Beratungen teilzunehmen. Das gibt uns die Chance, ein Mittel zu entwickeln, mit dem wir nicht nur auf bestehende Best Practices hinweisen, sondern auch Schritte aufzeigen können, die Branchenteilnehmer ergreifen können, um ihr eigenes Verhalten zur Grundlage künftiger Best Practices zu machen.“

Ursula Wynhoven, Chief, Governance and Social Sustainability, and General Counsel for UN Global Compact: „Wir laden alle Teilnehmer des UN Global Compact aus der Grundstücks-, Immobilien- und Baubranche dazu ein, an diesem wichtigen, brancheninternen Beratungsprozess teilzunehmen und so die Praxis des verantwortungsvollen, wirtschaftlichen Handelns in der Immobilienwirtschaft zu verbessern und die finanzielle, ökonomische, soziale und umweltbezogene Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette voranzubringen.“

Die Beratungen haben zum Ziel, sowohl die Branche selbst, als auch ihre nachgeschalteten Nutzer und Dienstleister sowie andere Beteiligte innerhalb der Immobilienwirtschaft einzubeziehen. Der Beratungsprozess, zu dem ein Onlinefragebogen und gemeinsam veranstaltete, persönliche Beratungsveranstaltungen in Schlüsselmärkten gehören, läuft noch bis zum 16. März 2015. Die Präsentation des fertigen Toolkits ist für Juni 2015 in London geplant.


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