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03.11.2014 Immobilienfinanzierer bleiben gut gelaunt

Das FAP-Barometer zeigt für das 4. Quartal 2014 mit +2,33 Punkten einen stabil positiven Wert (Vorquartal: +2,48 Punkte). Die Stimmung der Kreditgeber im gewerblichen Immobilienfinanzierungsmarkt ist sehr gut. Aktuell sind knapp 70 Prozent der Meinung, dass die Rahmenbedingungen für gewerbliche Immobilienfinanzierungen progressiver sind als im Vorquartal. Seit Start des FAP-Barometers im Jahr 2012 wird der Finanzierungsmarkt von den befragten Experten als stetig progressiver eingeschätzt.

Curth-C. Flatow, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von FAP, sagt: „Das Umfeld für Immobilienfinanzierungen ist derzeit in Deutschland hervorragend. Geld ist für die Banken billig zu haben und sie reichen es gerne für Sachwertinvestitionen heraus. Immobilien sind aktuell ein weiterhin sehr gefragtes Segment.“

Das Neugeschäft steigt bei 49 Prozent der Kreditgeber an, was ein nahezu unveränderter Wert ist. Den größten Teil des Kreditvolumens machen weiterhin Kredite bis zu 50 Millionen Euro aus (85 Prozent). Kredite zwischen 50 und 100 Millionen Euro wurden weniger ausgegeben (9 Prozent Q4 / 20 Prozent Q3).

Bei den finanzierten Immobilientypen setzt sich der Trend des 3. Quartals weiter fort: Nischensegmente wie Wellness- und Entertainment-Immobilien oder Parkhäuser sind bei den Kapitalgebern beliebter. Klassiker wie Wohn- und Büroimmobilien oder Shoppingcenter verlieren hingegen leicht. Bei der Finanzierung von Projektentwicklungen gewinnen Hotels und Mikroapartments hinzu.

Bei der Finanzierung von Immobilienbeständen streuen die LTV-Werte im 4. Quartal 2014 zwischen 50 und 100 Prozent, der Schwerpunkt liegt über alle Finanzierungs- und Immobilientypen bei 72 Prozent. Die Margen reichen von 65 bis über 600 Basispunkte, im Mittel liegt der Wert bei 176 und steigt damit leicht an (Vorquartal: 167). Bei der Finanzierung von Projektentwicklungen streuen die LTC-Werte zwischen 50 und 90 Prozent, der Schwerpunkt liegt mit 76 Prozent leicht über dem Vorquartalswert (73 Prozent). Die Margen reichen bis über 600 Basispunkte. Im Mittel sind sie gegenüber dem Vorquartal angestiegen von 205 auf 224 Basispunkte.

Die Nachfrage nach alternativen Kreditgebern stieg zum dritten Mal in Folge auf nunmehr 48 Prozent an. Als Kreditquellen werden insbesondere fremd- und eigenkapitalähnliche Formen herangezogen. Wieder an Bedeutung zulegen kann Private Equity.

Kaufpreise für Eigentumswohnungen am Scheitelpunkt

Die Kreditgeber wurden außerdem im Rahmen des aktuellen Themas der FAP-Befragung um ihre Einschätzungen zum Wohnimmobiliensegment gebeten. Gefragt wurde, ob die Wohnungsmieten in Deutschland weiter steigen werden. 56 Prozent der Immobilienfinanzierer erwarten weiter steigende Wohnungsmieten. 44 Prozent glauben, der Scheitelpunkt bei der Mietpreisentwicklung ist bereits erreicht. Etwas klarer ist das Meinungsbild hinsichtlich der Kaufpreise von Eigentumswohnungen. 61 Prozent der Kreditgeber sagen, dass der Scheitelpunkt bei der Kaufpreisentwicklung erreicht ist. 39 Prozent glauben dagegen an weiter steigende Kaufpreise.


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