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29.08.2014 Vorstellung des 300 Mio. Euro-Projektes Kaufhaus Bozen

Fotocredit: SIGNA
Ein sehr zahlreiches Publikum – darunter Vertreter aus Stadtpolitik, Interessierte, Mitglieder des Vereins „Zukunft Bozen – Bolzano Domani“ – verfolgte am Donnerstagvormittag die Vorstellung des neuen Projekts für das Kaufhaus Bozen Bolzano. Im neu adaptierten Showroom erläuterten Heinz Peter Hager, Präsident der Bozner KHB GmbH und Projektleiter Bernhard Pöll die wichtigsten Merkmale und Eckdaten.

Für das neue Projekt zeichnet wieder Star-Architekt David Chipperfield verantwortlich, der bereits den ursprünglichen Vorschlag für das Kaufhaus Bozen entworfen hatte. Das Design, das in Bozen auf großen Zuspruch gestoßen war, ist daher ähnlich geblieben. Aber: „Es wurde ein völlig neues Projekt entwickelt, das im Rahmen der Gemeinderichtlinien erneut eine harmonische und hochwertige Gesamtlösung für das ganze Stadtviertel darstellt“, erklärt KHB-Präsident Heinz Peter Hager.

Verkehrskonzept für die Innenstadt

Das neue Projekt sieht eine umfassende Entwicklung und Neugestaltung eines Stadtteiles vor und beschränkt sich nicht auf die Errichtung zusätzlicher Bauwerke inmitten bestehender Gebäude. „Wir sehen eine breite Vernetzung mit dem gesamten Umfeld zwischen Bahnhof, Verdi- und Waltherplatz vor und beziehen Bestehendes in unsere neuen Infrastrukturen ein“, erläuterte Projektleiter Bernhard Pöll, der auf verschiedene Aspekte und Details ausführlich einging. Darunter das Mobilitätskonzept mit den Infrastrukturen für Erschließung und Verkehr: Die Bahnhofsallee wird zur Fußgängerzone. Unterirdische Verkehrsführungen sind auch für die Südtiroler und Perathonerstraße sowie für die Garibaldistraße und den Bahnhofsplatz vorgesehen, welche ein völlig neues Gesicht erhalten werden und wo künftig ebenso Fußgänger und Radfahrer Vorfahrt haben sollen. Der Busbahnhof wird in das Konzept integriert und bleibt somit selbstverständlich in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums und auch des Zugbahnhofes.

Bozen wird schöner: Raum zum Wohnen, Arbeiten, Shoppen.

Unter dem Motto: „Bozen wird schöner. Die neue Stadt“ präsentierte Hager anschließend zahlreiche Ansichten des neu entwickelten Projektes und wie sich die vielfältige und facettenreiche Architektur städtebaulich einfügt und Bozen damit entwickelt. Der Baukörper präsentiert sich leicht, elegant, inszeniert Bozen völlig neu und schafft neue Lebensräume. Er ist von drei Seiten zugänglich, untergebracht sind der Busbahnhof und ein attraktives Kaufhaus, Flächen für Wohnungen und Büros sowie Gastronomiebetriebe und ein qualitätsvolles Stadthotel. Dazu kommen ein neu verbundener und runderneuerter Bahnhofspark sowie weitere Grünflächen mit echter Aufenthaltsqualität.

Impulse für Menschen und Wirtschaft – Mehrwert für Bozen und Südtirol

Rund 300 Millionen Euro beträgt die Summe, die die Innsbrucker SIGNA Gruppe über ihre Bozner Gesellschaft KHB GmbH in Bozen investieren will, um das Projekt zu verwirklichen. Dies bringt unmittelbare Impulse für die lokale Wirtschaft, die auch in Bozen schon länger nicht mehr wachse, erklärte Hager: „Wir rechnen in der dreijährigen Bauphase mit etwa 300 bis 400 Arbeitskräften aus der Baubranche; dauerhaft werden in den Betrieben des Kaufhaus Bozen Bolzano etwa 800 Menschen Arbeit finden.“ Das Steueraufkommen sei erheblich – nicht nur, weil die Projektgesellschaft KHB GmbH Rechts- und Steuersitz in Bozen hat. Allein die Gemeindeimmobiliensteuer GIS belaufe sich auf rund 1 Million Euro pro Jahr zusätzlich für Bozen, dazu kämen – „vorsichtig geschätzte – 15 Millionen Euro zusätzliche Steuereinnahmen für Bozen und Südtirol jährlich“, so Hager. Es sei geplant, neben heimischen Handelsunternehmen auch neue auswärtige Anbieter nachgefragter Marken nach Bozen zu bringen – „das bedeutet zusätzliche Wertschöpfung durch neue Betriebsansiedelungen, die wir heute schon zusichern können“, so Hager.

Neue Chancen für die Handelsstadt

Hager kündigte weitere Veranstaltungen an, darunter eine Tagung zum Thema Handel, Trends und Zukunftsperspektiven: „SIGNA ist ein sehr professionelles Unternehmen und arbeitet daher ihrerseits mit professionellen Unternehmen zusammen. In Kürze werden die Vormerkungen für die Südtiroler Handelsunternehmen beginnen, die im neuen Kaufhaus an Geschäftsflächen interessiert sind“, erklärte Hager.

Verein „Zukunft Bozen – Bolzano Domani“ zufrieden.

Sehr zufrieden zeigte sich auch Anna Pitarelli, Präsidentin des Bürgervereins „Zukunft Bozen – Bolzano Domani“: „Wir haben das Thema von Anfang an verfolgt und mit Begeisterung die Chancen erkannt, die das SIGNA Projekt für Bozen und seine Bürger bietet. Eine Zeitlang sah es dann nicht mehr so gut aus, als die Gemeinde Bozen ihre Maßgaben sehr restriktiv setzte und es fraglich war, ob SIGNA noch ein Projekt einreichen wird. Heute sind wir sehr froh, dass SIGNA auch innerhalb der neuen Vorgaben ein sehr attraktives Projekt entwickeln konnte, und wir werden genau verfolgen, wie die weiteren Schritte gesetzt werden.“ Sie verwies auf den großen Zuspruch der Vereinsaktivitäten in der Bevölkerung und lud die Bürgerinnen und Bürger ein, Mitglied zu werden und sich gemeinsam für Bozen zu engagieren.

www.kaufhaus-bozen.com



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