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25.08.2014 GeRo kauft leeres Frankfurter Bürohaus über AENGEVELT für Wohnprojektentwicklung

Die GeRo Real Estate AG hat das unvermietete Bürohochhaus „Waidmannstraße 1“ im beliebten Wohnstadtteil Frankfurt-Sachsenhausen-Nord durch Vermittlung der Frankfurter Niederlassung von AENGEVELT erworben. Das Gebäude mit exzellenter Verkehrsanbindung wird abgerissen und durch ein attraktives Wohnhaus mit ca. 6.100 m² oberirdischer BGF ersetzt. Die Fertigstellung ist für Ende 2016 vorgesehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beziffert GeRo auf rund 21 Mio. €. Verkäuferin der Liegenschaft ist eine private Hamburger Stiftung. Über die Kaufpreishöhe wurde Stillschweigen vereinbart.

„Solche Transaktionen tun dem Frankfurter Immobilienmarkt doppelt gut: Es wird dringend benötigter Wohnraum in attraktiver Lage geschaffen und gleichzeitig der strukturelle Büroleerstand abgebaut“, kommentiert Daniel Milkus, Niederlassungsleiter AENGEVELT Frankfurt, die vermittelte Transaktion.

Angespannte Wohnraumversorgung trotz steigender Baugenehmigungszahlen
Seit 2002 wächst die Bevölkerungszahl der Stadt Frankfurt am Main kontinuierlich. Von 2002 bis 2012 ist die Einwohnerzahl um rd. 59.000 Personen gestiegen, das entspricht einem Wachstum von rd. 8,6%. Diese Entwicklung setzt sich fort: Zur Jahreswende 2013/2014 betrug die Bevölkerungszahl nach zensusbasierten Hochrechnungen von AENGEVELT-RESEARCH rd. 701.000 Personen beträgt. Damit wurde sowohl das historische Maximum von rd. 691.000 Einwohnern aus dem Jahre 1963 als auch erstmals überhaupt die Marke von 700.000 übertroffen. Bemerkenswert ist zudem die Tatsache, dass das Bevölkerungswachstum nicht allein aus einem positiven Wanderungssaldo, sondern seit dem Jahr 2000 zudem auch aus einem Geburtenüberschuss resultiert. Nach der aktuellen Prognose des Frankfurter Bürgeramtes für Statistik und Wahlen wird die Bevölkerungszahl bis 2030 auf ca. 724.000 wachsen.

Nachdem hinsichtlich der baugenehmigten Einheiten am Frankfurter Wohnungsmarkt die Jahre 2008 und 2009 durch ein gemessen an der jüngsten Dekade unterdurchschnittliches Ergebnis gekennzeichnet waren, zeichnet sich seit 2010 ein kontinuierlicher Anstieg der Baugenehmigungen ab. Nach Schätzungen von AENGEVELTRESEARCH auf der Grundlage von Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes wurden 2013 rd. 4.700 Neubauwohnungen genehmigt. Dieser Wert bedeutet eine Verdopplung des Mittelwerts der jüngsten Dekade (Ø 2003-2012: 2.358 Neubau-Genehmigungen p. a.) und einen markanten Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2012: 2.947 Neubau-Genehmigungen) um 59%.

Parallel zum Neubaugeschehen erhöhte sich der Wohnungsbestand in Frankfurt 2013 auf rd. 366.100 Einheiten. Damit setzte sich zwar der kontinuierliche Angebotszuwachs fort, die Wohnraumversorgung bleibt indessen weiterhin deutlich angespannt. Gemessen an ca. 386.300 Privathaushalten ergibt sich rein rechnerisch ein nomineller Fehlbedarf von etwa 20.200 Wohnungen. Unter Berücksichtigung einer marktüblich notwendigen Fluktuations- bzw. Mobilitätsreserve in Höhe von 3% bis 5% des Gesamtbestandes und der Tatsache, dass in Ballungskernen stets 1% bis 2% des Bestandes für Renovierungen, Modernisierungen und Sanierungen nicht angebotswirksam sind, liegt die Unterversorgungsquote am Frankfurter Wohnungsmarkt faktisch noch deutlich höher: Sie ist mit ca. 31.000 bis 38.000 Wohneinheiten bzw. rd. 8% bis 10% des Bestandes anzusetzen. Der Nachfragedruck für Wohnungen bleibt somit vor allem in den bevorzugten Marktsegmenten bzw. präferierten Stadtteilen zumindest mittelfristig weiterhin ausgesprochen hoch.



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