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11.08.2014 Immofrauen diskutieren über Qualifikation von Führungskräften

Foto (v. l. n. r.): Heike Gündling, Geschäftsführerin Bilfinger Real Estate, Anne Braun, Managing Director Dream Global Advisors Germany, Dr. Gabriele Lüft, Geschäftsführerin VALTEQ und Kristin Dirschl, Geschäftsführerin dirschl.federle_architekten
Bei der Podiumsdiskussion, veranstaltet vom Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft e. V. anlässlich des Sommerfestes der Rhein-Main-Region, diskutierten vier Geschäftsführerinnen aus der Immobilienbranche darüber, welche Qualitäten eine Führungskraft auszeichnen – wie sie sich selbst und ihre Mitarbeiter motiviert und worauf es bei der Akquise ankommt.

Der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, den Austausch und das Netzwerken der weiblichen Professionals in der Branche zu fördern. „Wir können durch eine Diskussion über die Qualifikation von Führungskräften unseren Mitgliedern wertvolle Impulse mitgeben und durch unsere Vereinsaktivitäten eine Plattform fürs Netzwerken bereitstellen“, erklärt Sonja Schneider, stellvertretende Leiterin der Regionalgruppe Rhein-Main. Rund 100 Teilnehmer aus der Immobilienbranche ? Frauen wie Männer ? partizipierten beim diesjährigen Sommerfest der Regionalgruppe Rhein-Main von den Erfahrungen der mit weiblichen Führungskräften besetzten Diskussionsrunde.

Welche persönlichen Eigenschaften brauchen Führungskräfte?

„Eine Führungskraft ist kein alleiniger Problemlöser, sie muss die Potenziale der Mitarbeiter erkennen, entfalten und fördern“, so beschreibt es Heike Gündling, die das Geschäft der Bilfinger Real Estate GmbH mit 1.500 Mitarbeitern leitet. „Führen ist keine Nebentätigkeit; eine Führungskraft muss fachlich kompetent sein und tatsächlich in der Lage sein zu führen.“ Für Anne Braun, Managing Director, Dream Global Advisors Germany, die in Deutschland für den Canadischen Reit ein Team mit 40 Mitarbeitern leitet, ist eine Führungskraft „Teil eines Teams“, die dennoch ihre Entscheidungen treffen und vertreten muss: „Die Integration der Teammitglieder und eine transparente Kommunikation im Unternehmen und unter den Mitarbeitern sehe ich als eine Kernaufgabe an.“ Kristin Dirschl, Geschäftsführerin, dirschl.federle_architekten Gesellschaft mbH, ist der Meinung, dass eine weilbliche Führungskraft darüber hinaus „Steherqualitäten“ benötigt und Lust haben muss, den „Ring“ zu besteigen. Im Unterschied zu größeren Unternehmen oder Konzernstrukturen kommt es in kleineren Unternehmen mehr darauf an, dass Führungskräfte auch, Verantwortung von ihren Mitarbeiter einfordern und auch an sie abgeben. Denn häufig sei es so, dass Unternehmer in kleinen Firmen dazu tendierten, zu viel selbst zu machen.

Erfolge motivieren Chef und Mitarbeiter

Dass Erfolge im Geschäft motivieren, darüber waren sich die vier Gesprächspartner einig. Braun sieht vor allem die Aufbruchsstimmung, ein neues Unternehmen aufzubauen, als Motivationsfaktor, der unglaublich viel Spaß macht. Gleiches gilt für die Angestellten in der Firma. Spannende Aufgaben sind wichtig für die Motivation, genauso wie die Kommunikation. Für Gündling sind es die eigenen Erfolge, die sie antreiben und die einen großen Anteil ihrer Arbeit ausmachen. Auch die Rahmenbedingungen zu gestalten, an denen die Mitarbeiter mit ihren Erfolgen selbst partizipieren, hält Gündling für unglaublich wichtig. „Eine Führungskraft muss Talentscout sein, um die Potenziale ihrer Kollegen herauszukitzeln“, so Dirschl. Die finanziellen Rahmenbedingungen müssen bei den Führungskräften stimmen. Gleichwohl sehen die Teilnehmerinnen der Runde die Vergütung weder bei sich noch bei ihren Mitarbeitern als übergeordneten Aspekt an; die Arbeit muss vor allen Dingen Spaß bereiten. „Geld allein ist es nicht; die Mitarbeiter fördern und fordern, das Beste zu geben“, sieht Dr. Gabriele Lüft, Geschäftsführerin der VALTEQ GmbH, als wichtigste Antreiber an. Daneben seien Lob und konstruktive Kritik ebenso ein wesentlicher Faktor, bekräftigt Lüft ihre Aussage.

Akquise im Netzwerk

Netzwerken und persönliche Kontakte sind für die Akquise von Neugeschäft und damit für die Umsatzverantwortung der Geschäftsführer immens wichtig. Viele Geschäftsbeziehungen basieren auf persönlicher Kontaktebene genauso wie in anderen Branchen. Alle Damen in der Runde betonten, dass ihre persönlichen Netzwerke bei der Akquise, die zu den Kernaufgaben gehört, tragen. Der Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft stellt bei Führungen und Vorträgen sowie der jährlich stattfindenden Bundestagung VISIONALE eine Plattform für den fachlichen Austausch und zur Kontaktpflege für Mitglieder und Interessierte bereit.


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