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18.02.2014 Wohnimmobilien in Großstädten laut Bundesbank weiter überbewertet

In den Ballungsräumen in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr bestehende Überbewertungen bei Wohnimmobilien eher verfestigt – obwohl insgesamt eine leichte Ausweitung des Angebots verzeichnet werden konnte. Zu dieser Einschätzung kommt die Bundesbank in ihrem neuen Monatsbericht. Dies gelte insbesondere für die städtischen Immobilienmärkte, für die gegenwärtig Überbewertungen zwischen 10 % und 20 % gemessen werden, heißt es weiter. In den großen Ballungsräumen seien die Abweichungen noch erheblicher: "In den Großstädten weichen die Preise für Wohnimmobilien im Durchschnitt vermutlich um 25 % nach oben ab", so die Bundesbank.

Attraktivität für Investitionen erhöhen

Auslöser ist die weiterhin kräftige Nachfrage nach Wohnraum. Zwar sei das Angebot in den Großstädten bereits etwas ausgeweitet worden und auch die Leerstände seien weitgehend abgebaut, dennoch könne der Bedarf nach Wohnraum nicht gedeckt werden. Um die Anspannungen an Wohnimmobilienmärkten abzubauen, seien Preis- und Mietsignale für lohnenswerte Investitionen in Wohnraum erforderlich, fordert die Bundesbank. Sie warnt daher vor regulatorischen Eingriffen in die Mietvereinbarungen von Neuverträgen – diese wirkten kontraproduktiv.

Wohnimmobilien seit 2010 um ein Fünftel teurer

Die Preise für Wohnimmobilien im gesamten Bundesgebiet haben ihren kräftigen Aufwärtstrend weiter fortgesetzt. Laut Berechnungen der Bundesbank auf Basis von Angaben der bulwiengesa AG seien die Preise für Wohnimmobilien in 125 Städten gegenüber 2012 um 6 ¼ % gestiegen. Damit hätten sich Wohnimmobilien seit Beginn des allgemeinen Preisauftriebs im Jahr 2010 insgesamt um fast ein Fünftel verteuert. Dies entspreche einer durchschnittlichen Rate von knapp 5 ¼ % im Jahr, so die Bundesbank.

Kreditvergabe moderat erhöht

Mit Blick auf Deutschland als Ganzes gehen von den Preisen auf den Wohnimmobilienmärkten nach Einschätzung der Bundesbank aber nach wie vor keine größeren makroökonomischen Risiken aus. So dürften insgesamt weiterhin keine spürbaren Abweichungen der Preise von ihren längerfristigen ökonomischen und demographischen Fundamentalwerten aufgetreten sein. Außerdem gebe es derzeit keine Anhaltspunkte für eine destabilisierende Wechselwirkung zwischen Immobilienpreissteigerungen und Kreditvergabe insgesamt. "Die Wohnungsbaukredite der Banken an private Haushalte sind mit 2 ¼ % erneut vergleichsweise moderat gestiegen, nach knapp 2 % im Jahr 2012", heißt es im Monatsbericht. Zudem hätten die Banken ihre Kreditvergabestandards 2013 leicht verschärft.


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