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14.02.2014 Offene Immobilienfonds erneut mit Rekordzuflüssen

Die für Anleger verfügbaren offenen Immobilienpublikumsfonds sammelten im Jahr 2013 über 4,5 Mrd. Euro netto ein. Das ist der höchste Zufluss in den vergangenen fünf Jahren. Drei Viertel der Zuflüsse entfielen dabei auf die ersten sieben Monate 2013.

Seit Inkrafttreten der neuen Regulierung am 22. Juli 2013 haben sich die Mittelzuflüsse – mit insgesamt weniger als einer Mrd. Euro – branchenweit deutlich verlangsamt. Über 80% der Zuflüsse nach dem Regulierungsstichtag entfallen dabei auf Fonds für institutionelle Investoren. Insbesondere der UniInstitutional European Real Estate verzeichnete mit knapp 300 Millionen Euro sehr hohe Zuflüsse zwischen August und Dezember.

Das zeigt, dass institutionelle Anleger dieses Segment aufgrund der neuen Vorschriften keineswegs meiden. Zwar können Versicherungen und Versorgungswerke gemäß ihrer Anlagebedingungen nicht mehr für das Sicherungsvermögen in offene Immobilienfonds investieren. Andere Institutionelle wie zum Beispiel Stiftungen oder Kreditinstitute investieren hingegen weiter in dieses Segment.

Die offenen Immobilienfonds, die sich an Privatanleger richten, verzeichnen seitdem 22. Juli hingegen im Saldo mit weniger als 250 Mio. Euro kaum noch signifikante Netto-Mittelzuflüsse. Die einzige Ausnahme stellt der UniImmo: Europa dar, der mit über 400 Mio. Euro auch nach dem Regulierungsstichtag noch deutliche Zuflüsse aufweist. Bei den anderen Fonds stagnieren die Zuflüsse bzw. fließen Mittel ab. Verantwortlich dafür sind vor allem zwei Gründe: Zum einen verzeichneten viele Fonds in den Monaten vor dem 22. Juli 2013 hohe Zuflüsse, da sich Anleger die alten Regeln zur Anteilscheinrückgabe sichern wollten. Zum anderen haben die Fondsgesellschaften ihre Vertriebsaktivitäten eingeschränkt, um die zum Teil bereits hohen Liquiditätsquoten zu begrenzen.

Verglichen mit den Zahlen des BVI, der einen Netto-Mittelzufluss für die Branche in Höhe von lediglich 3,4 Mrd. Euro für 2013 ausweist, ist die Differenz von rund einer Milliarde Euro damit zu erklären, dass Scope die Rückzahlungen der in Abwicklung befindlichen Fonds entsprechend aus der Betrachtung ausgeklammert hat.

Ausblick
Scope rechnet damit, dass die Branche der offenen Immobilienfonds auch in diesem Jahr Netto-Mittelzuflüsse verzeichnen wird. Insbesondere die hohe Nachfrage nach Sachwertinvestitionen und das weiterhin niedrige Zinsniveau sind die Gründe für die hohe Attraktivität offener Immobilienfonds.


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