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03.09.2013 Büromarktbericht Ulm und Neu-Ulm 2013

Die Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm verfügt über eine breit gefächerte Wirtschaftsstruktur mit mehr als 100.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Überregional hat sich Ulm mit der Universität, der Hochschule, dem Daimler-Forschungsinstitut, den Science-Parks und den vom Land sowie der Wirtschaft gemeinsam getragenen sogenannten An-Instituten als Wissenschaftsstandort etabliert. Die Universität Ulm mit fast 8.000 Mitarbeitern ist in der Zwischenzeit die größte Arbeitgeberin im Oberzentrum.

Der Gesamtleerstand verzeichnet eine Leerstandsquote von rund 5 % und bewegt sich damit weiterhin auf einem sehr geringen Niveau. Insbesondere Objekte mit Ausstattungsmängeln, schlechtem Zuschnitt oder Gebäudezustand weisen angesichts gestiegener Ansprüche an Qualität moderner Büroräume überdurchschnittlich hohe Anteile unvermieteter Flächen auf. Größere Büroflächen mit zeitgemäßer Ausstattung sind nur wenig vorhanden. Die Spitzenmiete liegt am Anfang des Jahres 2013 bei 14,00 EUR pro m² und wird im Neubauprojekt SWU-BüroCenter K3 erzielt. Mit dem geringen Büroflächenleerstand bietet der Immobilienmarkt der aufstrebenden Doppelstadt im Süden Deutschlands stabile Renditen und Entwicklungspotential für Büroneubauten und Revitalisierungen.

Der durch regionale Nachfrage gekennzeichnete Markt konzentriert sich auf die City und die Gewerbegebietslagen von Ulm und Neu-Ulm. Der Büroflächenabsatz liegt jährlich zwischen 15.000 und 25.000 m² und wird in der Innenstadt und im Knotenpunkt zwischen Weststadt, der Einkaufsmeile Blaubeurer Straße und Söflingen mit dem Businesspark und dem Stadtregal sowie weiteren Bürogebäuden, dem Donautal, dem Gewerbegebiet Science Park, dem Industriepark West, der Edison Allee auf den ehemaligen Wiley-Kasernen sowie dem Basteicenter erbracht. Je nach Lage liegen die Mieten für moderne und gut ausgestattete Bestandsobjekte in der Innenstadt zwischen 7,50 und 10,50 EUR pro m². Aufgrund des bereits niedrigen Mietpreisniveaus ist in besten und guten Lagen von einer stabilen Mietpreisentwicklung auszugehen. Bei den Durchschnittsmieten geht man davon aus, dass diese unverändert stabil bleiben wird. Jenseits dieser Teilräume fällt das Mietpreisgefüge deutlich ab. Vor allem in peripheren Lagen sind zahlreiche Immobilien ohne Nutzer und sind aufgrund ihrer Standorte und der Gebäudestrukturen auch längerfristig nur schwer vermarktbar. Das Mietniveau bewegt sich zwischen 5,00 und 8,00 EUR pro m². Für unzeitgemäß ausgestattete Flächen werden häufig noch geringere Mietpreise erzielt.

Das Angebot an Neubauflächen ist begrenzt, aber im Zuge initiierter Objekte das Kernstück der Stadterneuerung. Neue Büroprojekte, die schwerpunktmäßig in der Innenstadt realisiert werden, weisen steigende Vorvermietungszahlen auf, da sich hier das größte Interesse von Büronutzern konzentriert. Die gesuchten Flächengrößen liegen zumeist zwischen 250 und 1.500 m². Die Spitzenmieten liegen, je nach Standort und Ausstattung, zwischen 9,50 und 12,50 EUR pro m². Durch das begrenzte Angebot und eine relativ geringe spekulative Bautätigkeit werden sich die Spitzenmieten auch zukünftig absolut konstant halten, so dass die Revitalisierung von älteren Objekten verstärkt in den Vordergrund treten wird.

Der Bericht zum Büromarkt 2013 wurde vom Immobilienberatungsunternehmen PROQUADRAT aus Rechberghausen präsentiert.


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