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27.08.2013 Standardrate für eine Baufinanzierung zieht wieder an

Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG, berichtet über aktuelle Trends in der Baufinanzierung und kommentiert die Ergebnisse des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB). Nachdem die durchschnittliche Standardrate für eine Immobilienfinanzierung im Mai mit 555 Euro pro Monat einen Tiefstwert erreicht hat und im Juni bei 573 Euro lag, steigt die Monatsrate im Juli weiter an. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dies die Trendwende zu steigenden Finanzierungsraten darstellt. In der aktuellen Auswertung des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung DTB beträgt die durchschnittliche monatliche Rate für ein 150.000 Euro-Darlehen mit zehnjähriger Sollzinsbindung, einem Beleihungsauslauf von 80 Prozent und zweiprozentiger Tilgung 596 Euro. Hintergrund der höheren Standardrate sind die in Summe leicht angestiegenen Baufinanzierungszinsen.

Laut Europace Hauspreis-Index haben sich im Juli die Kaufpreise für Immobilien – insbesondere für Eigentumswohnungen – weiter verteuert. Infolge der steigenden Immobilienpreise wächst auch die durchschnittliche Darlehenshöhe an und steigt um 2.000 Euro auf 163.000 Euro. Im Vorjahresvergleich lag sie noch bei 154.000 Euro. Die Darlehen werden im Juli im Schnitt mit einem höheren Fremdkapitalanteil finanziert als im Vormonat. Der durchschnittliche Beleihungsauslauf steigt von 76,65 Prozent auf 78,43 Prozent und nähert sich damit dem Wert des Vorjahresmonats (78,39 Prozent). Mit 21,57 Prozent liegt der Eigenkapitalanteil über den von uns empfohlenen 20 Prozent für eine solide Baufinanzierung.

Im Juli geht der durchschnittliche Tilgungssatz von seinem bisherigen Höchstwert von 2,44 Prozent auf 2,28 Prozent zurück. Die Tilgung liegt damit noch über den von Experten empfohlenen zwei Prozent, die für eine schnelle Entschuldung wichtig sind. Der Anstieg der durchschnittlichen Sollzinsbindung auf 11 Jahre und 9 Monate zeigt, dass Darlehensnehmer auf eine lange Zinsbindung achten, um sich die niedrigen Zinsen für einen längeren Zeitraum zu sichern. Das große Sicherheitsbewusstsein äußert sich auch im Anstieg des Anteils von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz. Er nimmt von 69,45 Prozent auf 71,00 Prozent zu. Das parallele Anziehen des Anteils variabler Darlehen von 1,35 Prozent auf 1,50 Prozent könnte mit den anstehenden Wahlen zusammenhängen. Denn derzeit ist unklar, welche Veränderungen nach der Bundestagswahl auf dem Zins- und Wohnungsmarkt zu erwarten sind.


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