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19.08.2013 Rhein-Erft-Kreis: Stimmt die Infrastruktur, steigen die Immobilienpreise

Im Rhein-Erft-Kreis haben sich die Immobilienpreise und Wohnungsmieten stabilisiert, teils stiegen sie sogar an. Die Jahre davor sanken sie vor allem in den westlichen Gemeinden des Kreises. Von Steigerungen waren insbesondere Eigentumswohnungen und Mieten betroffen. Die Wohnungspreise kletterten besonders stark in Hürth, je nach Lage und Zustand um bis zu 32 Prozent sowie in Erftstadt um maximal 30 Prozent. Überwiegend stabil blieben sie in Bergheim, Elsdorf und Kerpen, wo die Steigerungen zwischen ein und drei Prozent lagen.

Dies geht aus dem Immobilienmarktbericht 2013 der Kölner Immobilienbörse (KIB) hervor. Darin wurden Wohnimmobilienpreise und Mieten in 20 Städten ausgewertet. In der KIB sind über 60 regional tätige Immobilienmakler und Verwalter aus 18 Firmen zusammengeschlossen.

Da in Köln seit über vier Jahren die Mieten und Immobilienpreise steigen und zu wenig gebaut wird, ziehen mehr Familien ins Umland, weil sie sich das Wohnen in der Domstadt nicht mehr leisten können. „Besonders begehrt sind Orte mit guter Infrastruktur wie Schulen und Einkaufsmöglichkeiten sowie einer guten Köln-Anbindung mit Bus und Bahn“, erläutert KIB-Makler Hans Rolfes aus Bergheim.

Hierzu zählen insbesondere die direkt an Köln angrenzenden Kommunen wie Wesseling, Brühl, Hürth, Frechen und Pulheim. „Hier liegen auch die Wohnkosten über denen des zweiten, an Köln angrenzenden Gürtels mit den Städten Bergheim, Elsdorf, Kerpen und Erftstadt“, erläutert Dieter Temme aus Frechen, stellvertretender KIB-Vorsitzender. Hier sind die Wohnkosten wiederum höher als in den Randgebieten des Kreises in Bedburg und Elsdorf. „Kostet ein gebrauchtes Reihenmittelhaus in guter Lage in Pulheim etwa 235.000 Euro und in Hürth und Brühl 250.000, werden in Bergheim im Schnitt 160.000 Euro fällig und in Erftstadt 185.000 Euro“, erläutert KIB-Makler Reiner Dahmann aus Hürth. In den peripher gelegenen Kommunen Elsdorf und Euskirchen liegen hingegen die Preise bei 135.000 beziehungsweise 130.000 Euro.

Ähnlich ist das Bild bei den Mieten. Im ersten Städtering liegen die Wohnungskaltmieten in guten Lagen zwischen 7 und 8 Euro pro Quadratmeter. Nennenswerte Steigerungen gab es in Hürth (+10%) sowie in Brühl (+8%). Im zweiten Ring liegen die Mieten zwischen 4,30 Euro (Elsdorf) und 6 Euro (Erftstadt). In Erftstadt gab es mit 9 Prozent auch die größten Mietsteigerungen der Region. Zum Vergleich: In Köln liegen die Mieten in vergleichbaren Lagen bei 9,25 Euro.

35,7 Prozent mehr Wohnungen fertig gestellt

Wie eng eine gute Anbindung mit der Bevölkerungsentwicklung verbunden ist, beweist die S-Bahn-Haltestelle in Kerpen-Sindorf, die 2002 eröffnet wurde. Hatten Kerpen und der Stadtteil Sindorf vor Eröffnung der Haltestelle mit knapp 14.500 etwa gleich viele Einwohner, so überrundete in den Folgejahren die Einwohnerzahl Sindorfs die von Kerpen. Ende letzten Jahres zählte Sindorf 16.980 Einwohnern, die Stadt Kerpen hingegen nur 14.260 (Quelle: Stadt Kerpen).

Mit der zunehmenden Nachfrage zog in der Region auch der Wohnungsbau an: Zwischen 2011 und 2012 wuchs die Zahl fertig gestellter Wohnungen im Kreis um 35,7 Prozent. 2012 wurden 957 Wohnungen – insbesondere in Einfamilienhäusern – fertig gestellt. Im Jahr davor waren es lediglich 705 (Quelle: Statistisches Amt Information und Technik NRW).



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