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08.08.2013 Der Hamburger Immobilienmarkt boomt weiter

Das Premiumsegment des Hamburger Immobilienmarktes ist weiter im Aufwärtstrend. Insgesamt wurden 2012 1045 Häuser und Wohnungen verkauft. Im Jahr davor waren es noch 839. Besonders Ein- und Zweifamilienhäuser ab 500.0000 Euro sind in der Hansestadt stark nachgefragt: Die Kauffälle sind verglichen mit dem Vorjahr von 393 auf 518 um 30 Prozent gestiegen. Ebenso haben die Geldumsätze ein Plus von 30 Prozent zu verzeichnen.

Auch die Verkaufszahlen von Eigentumswohnungen ab 500.000 Euro stiegen 2012 verglichen mit dem Vorjahr um 18 Prozent an. Wechselten 2011 noch 446 Wohnungen den Besitzer, so waren es 2012 insgesamt 527. Die teuersten Immobilien – ob Wohnung oder Haus – waren in den Alsterstadtteilen zu finden. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Marktanalyse von Dahler & Company, die sich auf das Premiumsegment bezieht und auf den Zahlen des Gutachterausschusses der Stadt Hamburg basiert. Gezogen wird ein Vergleich zwischen 2011 und den neu erschienenen Zahlen für das Jahr 2012.

Die wichtigsten Ergebnisse des Segments Ein- und Zweifamilienhäuser in den beliebtesten Hamburger Stadtteilen auf einen Blick:

• Die Elbvororte werden immer beliebter. Die Kauffälle stiegen dort von 146 auf 200 um 37 Prozent an. Gleichzeitig stieg der Geldumsatz von 142 Mio. Euro in 2011 auf 202 Mio. Euro im Jahr 2012 um 43 Prozent.
• Blankenese ist mit 52 Kauffällen auch im Jahr 2012 wieder der beliebteste Stadtteil für den Kauf von Ein- oder Zweifamilienhäusern. Die Kauffälle stiegen um 27 Prozent, der Geldumsatz um 44 Prozent auf 53 Mio. Euro verglichen mit 2011.
• Den höchsten Preis erzielte 2012 mit 13 Mio. Euro eine Stadtvilla in Uhlenhorst.

Die wichtigsten Ergebnisse des Segments Eigentumswohnungen in den beliebtesten Hamburger Stadtteilen auf einen Blick:

• Die Alsterstadtteile sind nach wie vor für Wohnungskäufer äußerst attraktiv. Die 247 Käufe im Jahr 2011 konnten 2012 sogar noch um rund elf Prozent übertroffen werden

• 2012 sichert sich Uhlenhorst mit 66 Transaktionen den Titel als Stadtteil mit den meisten Kauffällen. Was den Geldumsatz betrifft, liegt Harvestehude mit 68,1 Mio. Euro etwas vor Uhlenhorst mit 68 Mio. Euro.
• 26 neue Nachbarn in Winterhude bringen dem Stadtteil in der Gesamtschau das größte absolute Wachstum ein. Hier wechselten 2012 55 Wohnungen den Besitzer. Im Vorjahr waren es dagegen 29.
• Die Wohnung mit dem höchsten Preis im Jahr 2012 liegt in Harvestehude und wurde für 5,9 Mio. Euro verkauft.

Die Ergebnisse im Detail:
Ob für den Eigenbedarf, als Steuersparmodel oder Investment, die Hansestadt profitiert weiterhin von einer sehr hohen Immobiliennachfrage, auch im Bereich der Premiumimmobilien. So konnten Ein- und Zweifamilienhäuser im Preissegment ab 500.000 Euro in der Hansestadt im Jahr 2012 ein Plus von über 30 Prozent gegenüber 2011 in Bezug auf Kauffälle und Geldumsätze verzeichnen. Bei Eigentumswohnungen im Premiumbereich stiegen die Kauffälle um 18 Prozent, der Geldumsatz um acht Prozent.

Ein- oder Zweifamilienhäuser in den Elbvororten wie Blankenese und Othmarschen boomen

Wer in der Hansestadt ein Ein- oder Zweifamilienhaus kaufen möchte, der schaut sich vor allem in den Elbvororten um. Die Kauffälle dort stiegen von 146 auf 200 um 37 Prozent an. Gleichzeitig stieg der Geldumsatz von 142 Mio. Euro in 2011 auf 202 Mio. Euro im Jahr 2012 um 43 Prozent.

Blankenese ist mit 52 Kauffällen auch im Jahr 2012 wieder der beliebteste Stadtteil unter den Elbvororten sowie in der Gesamtschau und konnte sogar noch weiter zulegen: Entschieden sich 2011 noch 41 Käufer für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Elbnähe, so waren es 2012 27 Prozent mehr. Mit den Kauffällen ist zeitgleich auch der Geldumsatz bei Ein- und Zweifamilienhäusern von 37 Mio. in 2011 auf 53 Mio. Euro in 2012 gestiegen. Das entspricht 44 Prozent. Mit seinem Charme zieht Blankenese nach wie vor die kaufkräftige Klientel an. Neben Blankenese ist auch Othmarschen unter den Stadtteilen sehr gefragt. Mit 36 Kauffällen belegt der Elbvorort 2012 den zweiten Platz in der Gesamtschau und konnte sich damit gegenüber 2011 um 80 Prozent steigern. Auch der Geldumsatz stieg von rund 29 Mio. Euro in 2011 auf rund 42,5 Mio. Euro an. Dies entspricht einem Plus von 50 Prozent. Othmarschen liegt besonders bei jungen Familien im Trend. Der Stadtteil überzeugt mit vielen Grünflächen und seiner Nähe zur Elbe, trotzdem ist die Innenstadt in wenigen Minuten mit Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

An zweiter Stelle im Vergleich der beliebtesten Gebiete für Ein- und Zweifamilienhäuser folgt das Alstertal, das ebenso wie die Elbvororte über einen Bestand mit vielen Objekten im Premiumsegment verfügt. Verglichen mit 2011 stiegen die Kauffälle von 109 auf 141 um 29 Prozent, die Geldumsätze sind dort von 80 Mio. Euro um 38 Prozent auf 110 Mio. Euro in 2012 gestiegen. Am beliebtesten war im Jahr 2012 Wellingsbüttel, das 31 neue Hausbesitzer zu verzeichnen hatte. In 2011 waren es lediglich 18 neue Nachbarn, das entspricht einem Plus von 72 Prozent. Auch der Geldumsatz hat einen Sprung gemacht: Die 16 Mio. Euro in 2011 sind 2012 um 49 Prozent auf 24 Mio. Euro angewachsen. Familien finden dort - anders als in Innenstadtlagen - Immobilien im Grünen zu vergleichsweise moderaten Preisen vor.
Auch die Alsterstadtteile legen weiter zu. 2012 entschieden sich 66 Käufer für ein Ein- oder Zweifamilienhaus in Alsternähe, 2011 waren es noch 58. Der Geldumsatz stieg mit 9 Prozent leicht an von 124 Mio. Euro auf 134 Mio. Euro. Dass der Anstieg hier vergleichsweise gering ist, ist auf das knappe Angebot an zum Verkauf stehenden Ein- und Zweifamilienhäusern in Hamburgs schönsten Stadtteilen zurückzuführen. 2012 zieht es die meisten nach Winterhude, wo 21 Ein- und Zweifamilienhäuser den Besitzer wechselten, das sind zehn mehr als im Vorjahr und damit eine Steigerung um 90 Prozent. Auf dem zweiten Platz liegt Harvestehude mit 14 Kauffällen. Der Geldumsatz stieg hier von 34 Mio. Euro in 2011 auf 48 Mio. Euro in 2012 um 40 Prozent an.

„Die Zahl der Kauffälle in den Elbvororten und im Alstertal steigt immer mehr an. Diese Entwicklung hängt damit zusammen, dass es in den Alsterstadtteilen ein zu geringes Angebot gibt. Die Nachfrage nach Wohnraum in Alsternähe ist nach wie vor ungebrochen. Derzeit sind in unserem Büro Außenalster-West allein für Rotherbaum 210 Kaufinteressenten für ein Stadthaus um 2 Mio Euro in der Kartei“, erläutert Björn Dahler, Geschäftsführer von Dahler & Company. „Die Neubauprojekte rund um die Alster der vergangenen 4 bis 5 Jahre wurden vom Markt sehr gut aufgenommen. Jetzt gilt es, weitere Projekte zu entwickeln, um der konstant hohen Nachfrage gerecht zu werden. Neubauten sind gefragter denn je, da sie im Hinblick auf energetische Aspekte den aktuellen Standards entsprechen. Hinzu kommt, dass beim Kauf eines Altbaus das Risiko nicht kalkulierbarer Folgekosten besteht. Auch die Einbindung moderner Ausstattungsdetails spricht für die Investition in eine neue Immobilie. Es gilt also in naher Zukunft, das Potenzial der Alsterstadtteile mit weiteren Neubauprojekten auszuschöpfen“, so Björn Dahler.

Viele neue Wohnungsbesitzer in den Alsterstadtteilen Uhlenhorst, Harvestehude und Winterhude

Neben den Verkaufszahlen von Häusern wächst 2012 auch die Anzahl der Verkäufe von Eigentumswohnungen ab 500.000 Euro in Hamburg. Bei Eigentumswohnungen im Premiumsegment stiegen die Kauffälle um 18 Prozent, der Geldumsatz um acht Prozent. In 2012 sichert sich Uhlenhorst auf dem Wohnungsmarkt den Titel als Stadtteil mit den meisten Kauffällen und zieht dank sechs Prozent Steigerung mit 66 Kauffällen am Vorjahressieger Harvestehude vorbei, auf den 2012 noch 49 Transaktionen entfallen. Was den Geldumsatz betrifft, liegt Harvestehude mit 68,1 Mio. Euro etwas vor Uhlenhorst mit 68 Mio. Euro. Dass weniger Verkäufe einen fast identischen Geldumsatz erzielten, zeigt, dass die Preise in Harvestehude deutlich höher sind. 26 neue Nachbarn in Winterhude bringen dem Stadtteil in der Gesamtschau das größte absolute Wachstum ein. Hier wechselten 2012 55 Wohnungen den Besitzer. Im Vorjahr waren es dagegen 29. Generell sind die Alsterstadtteile für Wohnungskäufer äußerst attraktiv. Die 247 Käufe im Jahr 2011 konnten 2012 sogar noch um rund elf Prozent übertroffen werden: 275 Menschen entschieden sich für eine Wohnung nahe der Alster. Die Geldumsätze stiegen gleichzeitig um sieben Prozent.

Bezogen auf die absoluten Zahlen nehmen die Elbvororte wie auch im Vorjahr den zweiten Rang auf der Beliebtheitsskala von Wohnungskaufinteressenten für das Premiumsegment ein. Auch hier ist für 2012 weiteres Wachstum zu verzeichnen: Die Kauffälle in dem Gebiet stiegen von 96 in 2011 auf 115 um rund 20 Prozent an, wobei Ottensen mit Abstand die meisten Käufer für sich gewinnen konnte. Hier gibt es 37 neue Nachbarn, 17 mehr, als noch 2011.

Das Gebiet Alstertal und die HafenCity konnten 2012 die größten prozentualen Steigerungen von Kauffällen und Geldumsätzen erzielen. Ins Alstertal zog es zusammengenommen 36 neue Wohnungskäufer, rund ein Drittel mehr als noch 2011, als es 27 waren. Die größte prozentuale Steigerung der Kauffälle im Alstertal wie auch in der Gesamtschau verzeichnet Volksdorf. Kauften sich 2011 noch vier Menschen eine Wohnung dort, so sind es 2012 15. Das entspricht einem Plus von satten 275 Prozent. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf das durch Neubautätigkeit gewachsene Angebot. Gleichzeitig stiegen die Geldumsätze in den Alstertal-Stadtteilen von 18 Mio. Euro auf 23 Mio. Euro, d.h. um 26 Prozent. Ähnlich verhält es sich in der HafenCity: 33 Transaktionen machen verglichen mit dem Vorjahr ein Plus von 27 Prozent in Bezug auf die Kauffälle. Der Geldumsatz stieg hier von 23 Mio. Euro auf rund 29 Mio. Euro um rund ein Viertel an.

„Wir beobachten seit Längerem, dass es karriereorientierte Singles und Paare sowie die Generation der Best-Ager in die Stadtzentren zieht. Dieser Entwicklung sollte schon heute bei der Planung von Neubauten Rechnung getragen werden. Um für den Immobilienmarkt der Zukunft optimal aufgestellt zu sein, sollten Neubauten über flexible Module zwischen 40 und 150 Quadratmetern verfügen“, sagt Björn Dahler.


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