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10.02.2015 Start in eine bewegte Zukunft: Eröffnung des NFF in Braunschweig

Foto: Klemens Ortmeyer
An seinem neuen Standort in Braunschweig entwickelt das NFF Niedersächsisches Forschungszentrum Fahrzeugtechnik Lösungen für die Herausforderungen des verdichteten innerstädtischen Verkehrs. Am 11. Februar 2015 wird das neue Gebäude offiziell eröffnet. Bei der Einweihung sprechen u. a. Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic, und Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Die pbr Planungsbüro Rohling AG hat in diesem Projekt die Gesamtplanung erstellt.

Der Neubau des NFF gliedert sich in das Institutsgebäude mit Büros, Projekthäusern, Seminar- und Vorlesungsbereich und das Technikum mit Verfügungsfläche, Werkstätten, Laboren und Prüfständen. Institutsbereich und Technikum werden durch eine gemeinsame, umhüllende Schale aus Aluminium-Verbund-Tafeln miteinander verbunden und zu einer prägnanten Silhouette verwoben. Aufgrund ihrer Leichtigkeit, der glatten Oberfläche und der Farbgebung rufen die dynamische Fassadengestaltung und die Materialität Assoziationen zum Automobilbau hervor. Durch den Rücksprung und die großzügige Verglasung der Fassade im Erdgeschoss wirkt das Institutsgebäude schwebend, die leicht geneigte Fassade der beiden Obergeschosse unterstreicht diese Dynamik.

Das Institutsgebäude ist als dreigeschossiger Kopfbau konzipiert. Besucher und Nutzer betreten das Gebäude über den Haupteingang an der Hermann-Blenk-Straße. Alle öffentlichen Bereiche wie die Vorlesungs- und Tagungsräume, die Bibliothek, der PC-Pool und die Cafeteria werden über das langgestreckte Wandelfoyer erschlossen. Die Fassade ist zur Hermann-Blenk-Straße nach Süden verglast und bietet großzügige Aus- und Einblicke. Die Seminarräume und die Bibliothek im Erdgeschoss sind zum ruhigen Innenhof ausgerichtet. Der Seminar- und Tagungsbereich kann auch von externen Unternehmen für Konferenzen und Meetings genutzt werden.

Die Büroflächen in den beiden Obergeschossen sind als Dreibund organisiert und schaffen optimale Bedingungen für die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Eine effektive Kommunikation der Mitarbeiter wird durch einen flexiblen Grundriss, ein hohes Maß an Transparenz und geschossübergreifende vertikale Kommunikationszonen erreicht. Besonders die Projekthäuser eröffnen neue Möglichkeiten in der Zusammenarbeit und spiegeln den Teamgedanken des NFF wieder. Hier werden temporär Arbeitsbereiche geschaffen, in denen interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppen an gemeinsamen Projekten forschen.

Technikum als Forschungsfläche
In dem Neubau sind die Gebäudeteile für theoretisches und praktisches Arbeiten eng miteinander verknüpft. Aus ihren Büros im Institut erreichen die Forscher auf kurzem und direktem Wege die Versuchshalle im Technikum. Zentraler Mittelpunkt des Technikums ist der zweigeschossige Hallenteil mit der offenen, großzügigen Verfügungsfläche. Dem Konzept des NFF als offene Arbeitswelt folgend wird diese Fläche für Versuchsaufbauten in gemeinsamer Projektarbeit institutsübergreifend genutzt. Die Institute sollen Flächen nach Bedarf und in Abstimmung untereinander temporär nutzen können. Die Teams forschen in räumlicher Nähe zueinander, dies fördert den interdisziplinären Austausch, die Zusammenarbeit und die Kommunikation.

Die Motorenprüfstände, die Großgeräteprüfstände, Werkstätten sowie Lager- und Abstellflächen sind räumlich getrennt und gruppieren sich U-förmig um die Verfügungsfläche. Im Obergeschoss befinden sich die nasschemischen Labore, die Komponenten-Prüfstände, das E-Labor und der Sozialbereich. Weiterhin sind hier die hochinstallierten Technik-Zentralen mit der komplexen Gebäudetechnik für die Prüfstände angeordnet. Um gleichbleibende Versuchsbedingungen sicherzustellen, arbeitet die Anlagentechnik mit kleinsten Toleranzen und ist darauf abgestimmt, z. B. in der Kühlleistung und der Luftabsaugung schnell auf die Lastwechsel der Motoren und den Teillastbetrieb von Motorenprüfständen zu reagieren.

Neben der Fernwärme, welche bereits zu mehr als 50 % aus einer hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK-Anlage) stammt, stehen weitere intelligente Lösungen zur Verfügung, die zur Reduzierung der Heizenergie beitragen. Beispielsweise wird die Abwärme der Verbrennungsmotoren aus den Prüfständen mit einem Temperaturniveau von 60° C zur Gebäudebeheizung genutzt.

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